Öffnung der Straße von Hormus:Trump gibt Iran 48 Stunden - Teheran kontert Ultimatum
US-Präsident Donald Trump droht Iran mit der Zerstörung seiner Kraftwerke, sollte das Land die Straße von Hormus nicht binnen 48 Stunden öffnen. Iran droht mit Vergeltung.
Aussagen von Trump zu einem möglichen Ende der Angriffe auf Iran stünden im Kontrast zu Truppenverlegungen in die Region und neu beantragtem Geld für den Krieg, so Claudia Bates.
21.03.2026 | 2:20 minUS-Präsident Donald Trump hat Iran wegen der Blockade der Straße von Hormus mit einer neuen Angriffswelle gedroht. Er gebe Teheran genau 48 Stunden Zeit, die wichtige Wasserstraße vollständig zu öffnen, schrieb Trump am Samstagabend auf der Plattform Truth Social. Andernfalls würden die USA "mehrere Kraftwerke zerstören, beginnend mit dem größten".
Iran drohte kurz darauf mit Vergeltungsschlägen. Sollte die Kraftstoff- und Energieinfrastruktur des Irans angegriffen werden, werde das iranische Militär alle Energieinfrastrukturen und Entsalzungsanlagen mit Verbindungen zu den USA in der gesamten Golfregion ins Visier nehmen, zitierte die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Fars einen Sprecher.
USA verstärken offenbar Angriffe entlang der Straße von Hormus
Die Straße von Hormus zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman ist eine wichtige Ader für den internationalen Handel mit Öl und Flüssiggas. Teheran hat infolge der amerikanisch-israelischen Angriffe im Iran mehrfach gedroht, dort passierende Schiffe anzugreifen. Der Schiffsverkehr in der Meerenge ist seit Kriegsbeginn vor drei Wochen praktisch zum Erliegen gekommen.
US-Medienberichten zufolge bombardieren US-Kampfflugzeuge und Kampfhubschrauber verstärkt iranische Drohnen und Kriegsschiffe, um die wichtige Straße von Hormus freizubekommen. Auch setzten die US-Streitkräfte nach eigenen Angaben bunkerbrechende Bomben ein, um besonders geschützte iranische Raketenstellungen an der Straße von Hormus anzugreifen.
Die USA wollen die iranische Blockade der Straße von Hormus militärisch lösen. Wie kompliziert so ein Einsatz ist, erklärt Moritz Brake, Experte für maritime Sicherheit, bei ZDFheute live.
21.03.2026 | 17:22 minTrump war am Freitag vor dem Weißen Haus von US-Medien mit den Worten zitiert worden: "Ich will keinen Waffenstillstand. Man schließt keinen Waffenstillstand, wenn man die andere Seite buchstäblich auslöscht." Danach schrieb er, die USA stünden kurz davor, die eigenen Kriegsziele zu erreichen und er erwäge, die Angriffe zurückzufahren.
Trump sendet widersprüchliche Botschaften
"Diese Widersprüche sind Trumps Kommunikation", erklärte ZDF-Korrespondentin Claudia Bates in Washington. "Sollte dem eine Taktik zugrunde liegen, dann die der strategischen Unvorhersehbarkeit. Damit könnte man die Gegner verunsichern, aber eben auch Verbündete, die sich der Verlässlichkeit der USA nicht mehr sicher sein können." Dass die USA tatsächlich die Angriffe auf Iran zurückfahren könnten, "darauf deutet nicht viel hin", sagte Bates im heute journal.
Die Gipfelteilnehmer fordern einen vorläufigen Stopp von Angriffen auf zivile Infrastruktur. Die Blockade von milliardenschweren Ukraine-Hilfen kann der Gipfel nicht lösen.
20.03.2026 | 2:33 minUm die steigenden Ölpreise unter Kontrolle zu bekommen, hatten die USA kurz vor Trumps Ultimatum vorübergehend Sanktionen auf iranisches Öl, das sich auf Schiffen befindet, gelockert. Verkauf und Lieferung sind bis zum 19. April erlaubt.
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