Attacken auf Energieinfrastruktur:Trump droht Iran mit massivem Angriff auf weltgrößtes Gasfeld
US-Präsident Donald Trump droht Iran im Fall eines erneuten Angriffs auf wichtige Energieinfrastruktur in Katar. Aus Israel werde es laut Trump keine weiteren Angriffe geben.
Iran reagiert mit Gegenschlägen auf Angriffe auf seine Gasanlagen. Der Ölpreis steigt deutlich, während die USA mit weiteren Angriffen drohen.
19.03.2026 | 2:18 minUS-Präsident Donald Trump hat Iran mit einer massiven Bombardierung des wichtigen Gasfelds "South Pars" gedroht. Eine solche Attacke des US-Militärs werde es geben, falls Iran weiter Katars Gasindustrie angreife, schrieb er auf der Plattform Truth Social.
Für diesen Fall drohte er mit einem Angriff "mit einer Stärke und Schlagkraft, wie Iran es noch nie zuvor gesehen hat". Zugleich betonte er, dass Israel dieses Gasfeld nicht erneut angreifen werde - solange Iran Katar nicht weiter attackiere.
Iran greift Industrieanlagen in Katar an
Trump meldete sich zu Wort, nachdem Iran nach katarischen Angaben erneut ein Industriegebiet in dem Golfstaat angegriffen hatte, in dem sich wichtige Anlagen zur Produktion und Verschiffung von Flüssiggas befinden.
Israel hatte zuvor nach israelischen Medienangaben Teile der Gasindustrie am Persischen Golf bombardiert. Betroffen seien petrochemische Anlagen bei der Industriestadt Asalujeh, berichteten die Nachrichtenagenturen Tasnim und Mehr. Bei Asalujeh am Persischen Golf liegt mit "South-Pars" das größte Gasfeld der Welt, das sich der Iran mit Katar teilt.
Das am Mittwoch von Israel angegriffene iranische Gasfeld "South Pars" sichert die Energieversorgung der Islamischen Republik. Der Iran ist in großem Maße auf Erdgas angewiesen, nutzt es unter anderem für die Produktion von Strom und fürs Heizen. Nach Zahlen des Centers on Global Energy Policy an der Columbia University ist das Land der weltweit viertgrößte Konsument von Erdgas. Und: 80 Prozent des im Iran genutzten Erdgases kommt aus "South Pars", wo der Iran das weltweit größte Gasvorkommen ausbeutet.
Der Iran teilt sich das riesige Gasfeld im Persischen Golf mit Katar. Dessen Teil wird "North Field "genannt.
Quelle: AP
Trump: Israel greift wichtiges Gasfeld vorerst nicht mehr an
Israel wird Irans wichtiges Gasfeld "South Pars" nach Angaben von Trump nicht erneut angreifen. Das gelte, solange der Iran nicht weiter Katars Gasanlagen attackiere, schränkte er in einem Post auf Truth Social ein. Iran sah nach den Angriffen ein "neue Eskalationsstufe".
Israel habe das "South Pars"-Gasfeld am Mittwoch "aus Wut über die Ereignisse im Nahen Osten" angegriffen, schrieb Trump weiter. Die Vereinigten Staaten hätten nichts von diesem Angriff gewusst, betonte er. Laut dem Portal "Axios", das sich auf Regierungskreise bezog, sollen die Attacken aber mit den USA abgestimmt und koordiniert gewesen sein.
Vor dem EU-Gipfel bekräftigt Kanzler Merz im Bundestag seine Kritik am Krieg der USA und Israels gegen den Iran – und schließt eine deutsche Militärbeteiligung erneut klar aus.
18.03.2026 | 2:31 minIran greift Katars Flüssiggasanlagen an
Katar sei in keiner Weise daran beteiligt gewesen, schrieb Trump. Leider habe der Iran "ungerechtfertigt und unfair" Katars Flüssiggasanlagen angegriffen.
Der Betreiber Qatar Energy teilte auf X mit, dass am frühen Morgen im Industriegebiet Ras Laffan mehrere Flüssiggasanlagen angegriffen worden seien, was zu "bedeutenden Bränden und weiteren schweren Schäden" führte.
Qatar Energy auf X
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Dem Verteidigungsministerium in Doha zufolge setzte Iran bei dem Angriff ballistische Raketen ein. Das Industriegebiet war bereits am Mittwochabend von Iran mit Raketen angegriffen worden. Katars für den Weltmarkt bedeutende Flüssiggasanlagen seien bei dem Raketenangriff nach Angaben aus dem Golfstaat schwer beschädigt worden.
Katar gehört zu den größten Gasproduzenten der Welt und spielt eine Schlüsselrolle bei der globalen Versorgung mit Flüssiggas, das vor allem in Ras Laffan verschifft wird. Katars Produktion und der Transport über die Straße von Hormus sind wegen des seit gut zweieinhalb Wochen andauernden Iran-Kriegs allerdings derzeit weitestgehend unterbrochen.
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