Supreme Court: Strafmaßverkündung gegen Trump findet statt

Supreme Court weist Eilantrag ab:Strafmaßverkündung gegen Trump findet statt

|

Donald Trump hatte mit aller Kraft versucht, die Verkündung der Strafe im Schweigegeld-Prozess vor seinem Amtsantritt zu verhindern. Nun fährt er eine Niederlage ein.

Der künftige US-Präsident Donald Trump im Strafgericht von Manhattan

Donald Trump erfährt heute sein Strafmaß im New Yorker Schweigegeld-Prozess.

Quelle: AP

Die Strafmaßverkündung gegen den künftigen US-Präsidenten Donald Trump im New Yorker Schweigegeld-Prozess kann wie geplant an diesem Freitag stattfinden. Das entschied der Supreme Court in der US-Hauptstadt Washington und lehnte damit einen Eilantrag von Trumps Anwälten ab.

Der Beschluss ist eine große Niederlage für den 78-Jährigen. Trump wollte mit aller Kraft verhindern, dass es zu der Verkündung am Freitag kommt - zehn Tage vor der erneuten Vereidigung des Republikaners als Präsident.

Collage Trump links, Stormy Daniels rechts vor Trump

Donald Trump ist der erste Ex-Präsident in der US-Geschichte, der strafrechtlich angeklagt und verurteilt wird. Ein politisches Beben, ausgelöst durch Ex-Pornostar Stormy Daniels.

11.07.2024 | 104:24 min

Trump optimistisch: "Werden sehen, wie es ausgeht"

Trump reagierte umgehend auf die Entscheidung:

Ich respektiere die Meinung des Gerichts.

Donald Trump, künftiger US-Präsident

Er denke sogar, es sei eine Entscheidung, die sehr gut für ihn sei. "Denn Sie haben gesehen, was sie gesagt haben", sagte Trump weiter. "Sie haben zur Berufung aufgefordert, und die Berufung bezieht sich auf das größere Problem. Wir werden also sehen, wie es ausgeht."

Bevor er sich an den Supreme Court wandte, war der Republikaner bereits mit entsprechenden Gesuchen auf unterer Instanz gescheitert. Unmittelbare Auswirkungen auf Trumps Präsidentschaft dürfte die Strafmaßverkündung aber nicht haben - sie ist eher symbolischer Natur.

Supreme Court uneinig

Die Obersten Richterinnen und Richter waren sich uneinig: Vier konservative Richter - Clarence Thomas, Samuel Alito, Neil Gorsuch und Brett Kavanaugh - hätten dem Antrag stattgegeben, während die fünfköpfige Mehrheit des Gerichts ihn ablehnte.

Die Entscheidung wurde auch damit begründet, dass die Strafmaßverkündung "relativ unerheblich" für Trumps Aufgaben als künftiger Präsident sei.

Rammstein: Trumps "Forderung unrealistisch"

Trumps Fünf-Prozent-Forderung sei ein "Signal, dass Europa mehr tun muss für die eigene Sicherheit", sagt ZDF-Reporterin Isabelle Schaefers vor dem Ramstein-Treffen.

09.01.2025 | 3:25 min

Trump droht nach Schuldspruch wohl keine Strafe

Der zuständige Richter hatte vergangene Woche bereits eine "unconditional discharge" ("bedingungslose Straffreiheit") in Aussicht gestellt. Diese Form der Verurteilung würde keine weiteren strafrechtlichen Konsequenzen wie eine Haft- oder Geldstrafe nach sich ziehen, aber die juristische Schuld feststellen - gemäß dem Schuldspruch der Geschworenen-Jury im Frühjahr.

In dem Prozess ging es um die illegale Verschleierung von 130.000 US-Dollar Schweigegeld, die Trump an die Pornodarstellerin Stormy Daniels zahlen ließ - nach Überzeugung des Gerichts mit dem Ziel, sich Vorteile im Wahlkampf 2016 zu verschaffen. Geschworene in New York befanden Trump Ende Mai in 34 Anklagepunkten für schuldig.

Trump wehrt sich gegen Verurteilung

Trump hält das Verfahren gegen ihn für rechtswidrig und versucht außerdem, den Schuldspruch zu kippen. Er beruft sich dabei auf eine Entscheidung des Supreme Courts, wonach US-Präsidenten weitgehende Immunität für Handlungen im Amt genießen.

Der New Yorker Richter hatte im Dezember aber erklärt, die Entscheidung gelte im vorliegenden Fall nicht, da die beanstandeten Schweigegeldzahlungen vor Trumps erster Präsidentschaft von 2017 bis 2021 erfolgt seien. Außerdem habe es sich um Handlungen als Privatmann gehandelt.

Quelle: dpa

Lassen Sie sich Beiträge von ZDFheute bevorzugt bei Google anzeigen

Jetzt aktivierenMehr erfahren

Mehr zu Donald Trump

  1. Ein X-Beitrag des US-Regionalkommandos "Centcom" zeigt Nachtflugoperationen an Deck des Flugzeugträgers "USS George Washington" am 30.08.2026, um Einsätze im Nahen Osten zu unterstützen.
    Liveblog

  2. Donald Trump, aufgenommen am 28.10.2026

    Mit Selenskyi und Putin:Ukraine-Krieg: Trump kündigt "sehr bald" ein Treffen an

    mit Video10:15

  3. US-Präsident Donald Trump hält bei einer Wahlkampfveranstaltung in der Crossroads Arena eine Rede. Er steht seitlich zur Kamera und im Hintergund hängt die Flagge der USA

    Nachrichten | heute 19:00 Uhr:Eine Woche bis zu den US-Midterms

    von Claudia Bates
    Video1:35

  4. Trump steht vor Mikrofonen und wedelt ablehnend mit seinen Händen.

    Bolsonaros Partei akzeptiert Niederlage:Trump zweifelt Wahlergebnis in Brasilien an

    mit Video1:40

  5. Automobilexpertin Helena Beron Wisbert

    Audi-Chef beim Trump-Wahlkampf:"Audi hat sich vor den Karren spannen lassen"

    Video20:02

  6. US-Korrespondent Elmar Theveßen vor dem Capitol in washington

    Audis USA-Pläne: Trumps Erfolg?:"Hängt nicht allein mit Strafzöllen zusammen"

    Video9:07

  7. Gernot Döllner, Vorstandsvorsitzender der Audi AG, bei einer Wahlkampfveranstaltung mit US-Präsident Trump im Guardian Centers of Georgia.

    Nachrichten | heute 19:00 Uhr:Heftige Kritik an Audi-Chef Döllner

    von C. Söller / P. Aumeier
    Video1:42

  8. US-Präsident Donald Trump begrüßt Audi-CEO Gernot Döllner auf einer Wahlkampftribüne.
    FAQ

    Werk in den USA geplant:Audi-Chef bei Trump: Warum die Kritik am Auftritt wächst

    von Tobias Bluhm
    mit Video2:06