Richterliche Anordnung:Trumps Name wird von Kennedy-Center entfernt
US-Präsident Trump hatte Ende 2025 am Kennedy Center in Washington seinen Namen anbringen lassen. Das gefiel nur wenigen. Nun wird der Schriftzug wieder entfernt.
Der Name von US-Präsident Trump ist von der Fassade des Kennedy Centers in Washington entfernt worden. Das teilte die Kultureinrichtung mit. Voran ging ein richterlicher Beschluss.
14.06.2026 | 0:43 minStunden nach dem Ablauf einer per Gericht angeordneten Frist haben Arbeiter den Namen von US-Präsident Donald Trump von der Gebäudefassade des Kennedy Centers entfernt. Am Freitag war ein Gerüst vor einem Abschnitt des Gebäudes errichtet worden, an dem der Name von Trump zu lesen war.
Doch der Vorstand des Kennedy Centers beantragte bei Gericht, dass die Frist für die Entfernung des Namens bis zur Mittagszeit (Ortszeit) am Samstag verlängert wird. Dabei wurde auf Gewitter in der Gegend der Stadt Washington verwiesen.
US-Präsident Trump muss seinen Namen von der Fassade des "Kennedy-Centers" entfernen lassen – nur der Kongress dürfe den Namen ändern, entschied der US-Richter.
30.05.2026 | 0:22 minRichter lehnte Fristverlängerung ab
In dem Antrag hieß es, "die Arbeiten zur Entfernung laufen derzeit" und würden "in den frühen Morgenstunden abgeschlossen". Einige Stunden später bedeckten Arbeiter das Baugerüst mit Planen, bevor sie damit anfingen, den Namen von Trump zu entfernen.
Gegen halb vier morgens am Samstag verließen sie die Gegend. Die Planen blieben zurück, weshalb nicht festzustellen war, ob der Name komplett entfernt worden war.
US-Präsident Donald Trump machte nach der Entscheidung, das Kennedy Center umzubenennen, kurzen Prozess. Nur einen Tag später prangt sein Name an der Fassade des Kulturzentrums in Washington. Genauso schnell wird er jetzt wieder entfernt.
19.12.2025 | 0:21 minEin Richter hatte es am Freitag abgelehnt, die angeordnete Frist auszusetzen. Dagegen legte das Kennedy Center Berufung ein, doch diese wurde am Freitagabend (Ortszeit) ebenfalls abgelehnt. US-Bezirksrichter Christopher Cooper urteilte, dass nur der US-Kongress Änderungen am Namen der Einrichtung vornehmen könne.
Trump hatte das Kennedy Center kurz nach seinem Amtsantritt im Januar 2025 unter seine Kontrolle gebracht und einen Kampf gegen "anti-amerikanische Propaganda" in der Kulturwelt angekündigt. Er entließ mehrere Mitglieder des Kuratoriums, übernahm den Vorsitz und beauftragte vorübergehend seinen Vertrauten Richard Grenell, die Institution neu auszurichten. Grenell war zuvor US-Botschafter in Berlin und hatte dort immer wieder mit brüsken Äußerungen für Aufsehen gesorgt.
Im Dezember wurde das Kennedy Center in Trump Kennedy Center umbenannt. Das führte zu großem Protest, Künstler sagten Auftritte ab. In dem Bau am Fluss Potomac werden traditionell alle Genres von Theater, Tanz und Musik gezeigt. Das Haus wurde nach dem früheren Präsidenten John F. Kennedy (1917-1963) benannt.
Quelle: dpa
Richter: Angeordnete Schließung des Centers nichtig
Cooper untersagte es der Trump-Regierung auch, das Kennedy Center für eine umfangreiche Renovierung zu schließen, die im Juli hätte anfangen und zwei Jahre dauern sollen. In der Berufung am Freitag argumentierte die von Trump eingesetzte Führung des Kennedy Centers, dass die Renovierung dringend nötig sei.
Donald Trump wollte das Kennedy Center in Washington wegen Renovierungsarbeiten für zwei Jahre schließen.
02.02.2026 | 0:30 minDutzende Menschen hielten sich am Freitag stundenlang auf dem Platz vor der Kultureinrichtung auf und machten Fotos. Gelegentlich brach Jubel aus und die Menschenmenge skandierte "Nehmt ihn runter". Auch die demokratische Abgeordnete Joyce Beatty, die geklagt hatte, um Trumps Namen entfernen zu lassen, war auf dem Platz zu sehen.
Nach seinem Amtsantritt hatte Trump die Leitung des Kennedy Centers entlassen und ein neues Direktorium unter seinem Vorsitz eingesetzt. Dieses beschloss dann im Dezember, Trumps Namen auf der Fassade über den des früheren Präsidenten John F. Kennedy zu setzen.
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