Kennedy Center in Washington bekommt neuen Leiter - Grenell geht

Ex-Botschafter Richard Grenell geht:Kennedy Center in Washington bekommt neue Leitung

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Das US-Kulturzentrum Kennedy Center bekommt eine neue Leitung. Richard Grenell geht, Donald Trump lobt seine Arbeit. Vor der geplanten Renovierung soll Matt Floca übernehmen.

Richard Grenell

Das Kennedy Center in Washington bekommt eine neue Leitung. Richard Grenell geht, Matt Floca übernimmt. Vor einer zweijährigen Renovierung baut US-Präsident Donald Trump das Kulturhaus um.

14.03.2026 | 0:28 min

Das von US-Präsident Donald Trump auf Regierungskurs getrimmte Kennedy Center in Washington soll vor seiner zweijährigen Renovierung einen neuen Leiter bekommen. Der frühere US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, gebe den Posten nach "exzellenter Arbeit" als Präsident der renommierten Kultureinrichtung ab, verkündete Trump über seine Plattform Truth Social.

Stattdessen soll Matt Floca, bisher als Vizepräsident fürs Gebäudemanagement zuständig, den Job übernehmen. Laut seiner offiziellen Biografie hat er Erfahrungen im Baumanagement und im Immobiliensektor.

Blick auf das John F. Kennedy Center for the Performing Arts, das kürzlich in Donald J. Trump and John F. Kennedy Memorial Center for the Performing Arts umbenannt wurde, in Washington, DC, am 29.12.2025.

Donald Trump hat angekündigt, das Kennedy Center in Washington wegen Renovierungsarbeiten für zwei Jahre zu schließen. Kritiker sehen darin eine weitere Politisierung der Einrichtung.

02.02.2026 | 0:30 min

Trump baute Kennedy Center nach seinen Wünschen um

Trump hatte das Kennedy Center kurz nach seinem Amtsantritt vor gut einem Jahr unter seine Kontrolle gebracht und einen Kampf gegen "anti-amerikanische Propaganda" in der Kulturwelt angekündigt. Er entließ mehrere Mitglieder des Kuratoriums, übernahm selbst den Vorsitz und betraute seinen für polarisierende Äußerungen bekannten Vertrauten Grenell damit, die später - unter öffentlichem Protest - in "Trump Kennedy Center" umbenannte Institution auf Linie zu bringen.

Zur Begründung hieß es unter anderem, das landesweit bekannte Kulturhaus im Herzen der US-Hauptstadt sei zu "woke" gewesen. In seiner Amtszeit veranstaltete Trump öffentlichkeitswirksame Auftritte dort, auch die Premiere des Films einer Frau Melania Trump.

Premiere: Film über Melania Trump

"Melania" heißt der Film, der aus der Perspektive der First Lady über die Amtseinführung ihres Mannes berichtet.

29.01.2026 | 1:05 min

Kennedy Center soll zwei Jahre schließen und renoviert werden

Auch baulich will Trump den prunkvollen Komplex am Potomac-Fluss komplett nach seinen Wünschen umgestalten. Nach den Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag am 4. Juli soll das Gebäude für rund zwei Jahre geschlossen und renoviert werden.

Nach Fertigstellung werde es "die weltweit beste Einrichtung ihrer Art" sein, versprach der US-Präsident auf Truth Social. Trump behauptet, dass der Komplex in einem sehr schlechten Zustand und dringend renovierungsbedürftig sei - und dass seine Regierung ihn gerettet habe.

Bauarbeiter sind auf zwei grünen Hebebühnen an der Fassade des Kennedy Centers in Washington. Neben ihnen prangt der neue "Trump"-Schriftzug.

US-Präsident Donald Trump machte nach der Entscheidung, das Kennedy Center umzubenennen, kurzen Prozess. Nur einen Tag später prangt sein Name an der Fassade des Kulturzentrums in Washington.

19.12.2025 | 0:21 min

Vor Trump war Kulturhaus überparteiliche Einrichtung

Das Haus wurde ursprünglich nach dem früheren Präsidenten John F. Kennedy (1917-1963) benannt, der mit seiner Frau zu Lebzeiten Geld für den Bau gesammelt hatte. Das Kulturhaus galt bis vor Kurzem als über den Parteien in den USA stehende Einrichtung mit rund zwei Millionen Besuchern jährlich.

Das Kulturzentrum zeigt traditionell alle Genres von Theater, Tanz und Musik. Als Trump im Dezember die Umbenennung verfügte und seinen Namen an der Fassade anbringen ließ, sagten mehrere Künstler ihre Auftritte aus Protest ab.

Trumps Übernahme der auch mit Steuergeld geförderten Einrichtung wird von Kritikern als Teil eines großangelegten Kulturkampfes gesehen, bei dem Konservative das abzuschaffen versuchen, was sie als zu linksliberale - also "woke" - Ideologie betrachten.

Quelle: dpa, AFP
Über das Thema berichtete heute Xpress am 14.03.2026 um 09:43 Uhr im Beitrag "USA: Kennedy Center bekommt neuen Leiter".

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