Trump ruft Lateinamerika zu Einsatz gegen Drogenkartelle auf

Appell an Staaten Lateinamerikas:Trump ruft zu Militäreinsätzen gegen Drogenkartelle auf

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Donald Trump hat Drogenkartellen den Kampf angesagt - und ruft auch die Staaten Lateinamerikas auf, mit militärischer Stärke gegen die Kartelle vorzugehen.

US-Präsident Donald Trump spricht am Samstag, den 7. März 2026, auf dem Gipfeltreffen "Shield of the Americas" im Trump National Doral Miami in Doral, Florida.

US-Präsident Trump hat die Staaten Lateinamerikas zu einem härteren Vorgehen gegen Drogenkartelle aufgerufen und sicherte US-Unterstützung zu. 17 Länder gründeten daraufhin eine Militärkoalition.

08.03.2026 | 0:19 min

US-Präsident Donald Trump hat die Staaten Lateinamerikas aufgerufen, militärische Stärke gegen das "Krebsgeschwür" der Drogenkartelle einzusetzen und ihnen die Unterstützung der USA angeboten. Trump sagte am Samstag bei einem Treffen mit Staatschefs verbündeter lateinamerikanischer Länder in der Nähe von Miami:

Wir arbeiten mit Ihnen zusammen, um alles zu tun, was wir tun müssen.

Donald Trump, US-Präsident

"Wir werden Raketen einsetzen. Sie wollen, dass wir Raketen einsetzen? Die sind extrem präzise", fügte Trump hinzu. "'Piu', direkt ins Wohnzimmer. Das ist das Ende dieses Kartellmitglieds", sagte Trump an die Teilnehmer des Treffens gerichtet, unter ihnen der argentinische Präsident Javier Milei und die Staatschefs Ecuadors und El Salvadors, Daniel Noboa und Nayib Bukele.

Washington-Korrespondent Elmar Theveßen

Mittelamerikanische Länder sollen laut US-Präsident Trump hart gegen Drogenkartelle vorgehen. Er habe gedroht, dass die USA sonst auch aktiv werden könnten, so Korrespondent Elmar Theveßen.

23.02.2026 | 6:52 min

Zuvor entlassene Heimatschutzministerin soll Sonderbeauftragte für die Initiative werden

Die Zusammenkunft in Trumps Golfclub Doral war das Gründungstreffen der Initiative "The Shield of the Americas" (etwa: Schild Amerikas). Die Koalition aus 17 Teilnehmerstaaten verpflichtet sich nach Angaben des Weißen Hauses zu einer Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der Drogenkartelle und gegen Sicherheitsbedrohungen in der Region.

Zur Sonderbeauftragten für die Initiative hat Trump die Republikanerin Kristi Noem ernannt, die er am Donnerstag als Heimatschutzministerin entlassen hatte.

USA; Washington D.C.: Kristi Noem tätigt eine Aussage vor dem House Judiciary Committee.

US-Heimatschutzministerin Kristi Noem wird von Präsident Trump abberufen. Sie soll laut Trump Sonderbotschafterin einer neuen Sicherheitsinitiative werden.

05.03.2026 | 0:25 min

"Wir wollen nicht, dass sie sich ausbreiten", sagte Trump mit Blick auf die Drogenkartelle, die er mit einem Krebsgeschwür verglich. "Der einzige Weg, diese Feinde zu besiegen, ist die Entfesselung der Macht unserer Streitkräfte. Wir müssen unsere Armee einsetzen", sagte der US-Präsident. Ecuadors Präsident Noboa schrieb im Anschluss an das Treffen in einem Onlinedienst:

Zu lange hat das organisierte Verbrechen geglaubt, dass Amerika sein Territorium sei. Dass es Grenzen überqueren, Drogen, Waffen und Gewalt ohne Konsequenzen transportieren könne. Diese Zeit ist vorbei.

Daniel Noboa, Präsident von Ecuador

Ecuador ist in den vergangenen Jahren zu einer wichtigen Drehscheibe für den internationalen Drogenhandel geworden.

 Ein Feststoff liegt auf einer blauen Unterlage neben einem Kunststoff-Tütchen (gestellte Szene)

Ecuador hat den Anführer eines großen Drogenkartells an die USA ausgeliefert. Die US-Staatsanwaltschaft wirft ihm Drogenhandel, Schusswaffendelikte und Verschwörungen vor.

21.07.2025 | 0:17 min

Trump droht Kuba

Neben dem Kampf gegen die Drogenbanden war auch Kuba Thema des Gipfels. Trump stellte erneut ein baldiges Ende der kommunistischen Regierung in Havanna in Aussicht.

Ich werde mich um Kuba kümmern. Kuba befindet sich in den letzten Momenten seines Lebens.

Donald Trump, US-Präsident

Der US-Präsident kündigte "große Veränderungen" in dem Inselstaat an. "Sie haben kein Geld, sie haben kein Öl. Sie haben eine schlechte Philosophie, sie haben ein schlechtes Regime, das schon seit langer Zeit schlecht ist", fügte er hinzu.

Donald Trump spricht im Oval Office.

US-Präsident Trump hat angekündigt, sich nach Ende des Iran-Konflikts mit Kuba befassen zu wollen. Das Land, das unter US-Sanktionen und massiven Stromausfällen leidet, wolle unbedingt einen Deal.

06.03.2026 | 0:20 min

Nach der Gefangennahme des linksnationalistischen venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro zu Jahresbeginn bei einem US-Militäreinsatz hatte Trump wiederholt deutlich gemacht, dass er auch Kuba im Visier habe.

Nach Maduros Sturz ließ der US-Präsident die Öllieferungen Venezuelas an Kuba unterbinden. Staaten, die Erdöl an den Karibikstaat liefern, drohte er mit zusätzlichen US-Zöllen. Die Ölblockade verschärfte die Wirtschaftskrise in dem Karibikstaat.

Quelle: AFP
Über dieses Thema berichtete heute Xpress am 08.03.2026 um 12:53 Uhr.

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