Offenbar drei Tote:US-Armee meldet weiteren Angriff auf mutmaßliches Drogenboot
Bei einem erneuten US-Angriff auf ein mutmaßliches Drogenschmuggelboot in der Karibik sind nach Angaben der US-Armee drei Menschen getötet worden.
Die US-Armee hat erst kürzlich ein mutmaßliches Drogenboot angegriffen - zwei Menschen kamen ums Leben. Seit September wurden bei solchen Angriffen mindestens 130 angebliche Drogenkuriere getötet.
10.02.2026 | 0:15 minDas US-Militär hat eigenen Angaben zufolge einen weiteren tödlichen Angriff auf ein mutmaßlich mit Drogen beladenes Boot in der Karibik ausgeführt. Das US-Südkommando teilte am Freitag (Ortszeit) in den sozialen Medien mit, dass das Boot "auf bekannten Drogenhandelsrouten in der Karibik unterwegs war und in Drogenhandelsoperationen verwickelt war".
X-Beitrag vom US-Verteidigungsministerium
Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von X nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server von X übertragen. Über den Datenschutz dieses Social Media-Anbieters können Sie sich auf der Seite von X informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in den Datenschutzeinstellungen. Ihre Zustimmung können Sie im Bereich „Meine News“ jederzeit widerrufen.
Drei Menschen sollen bei dem Angriff getötet worden sein. Ein Video, das dem Beitrag hinzugefügt wurde, zeigt ein Boot, das explosionsartig in Flammen aufgeht.
Im Ostpazifik hat es im Dezember ebenfalls einen Angriff des US-Militärs gegeben. Der Einsatz galt einem Boot, das Drogen transportiert haben soll. Acht Menschen kamen ums Leben.
16.12.2025 | 0:19 minMindestens 133 Tote bei bislang 38 Angriffen
Seit September vergangenen Jahres greifen die USA immer wieder Boote in der Karibik und im Pazifik an, die mit Drogen beladen sein sollen. Bei bislang 38 Angriffen wurden den Angaben nach mindestens 133 Menschen getötet.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte noch in der vergangenen Woche erklärt, dass "einige führende Drogenhändler der Kartelle" in der Region ihre Aktivitäten wegen der Angriffe auf unbestimmte Zeit eingestellt hätten. Hegseth lieferte keinerlei Belege für seine Behauptung.
Die Lage in der Karibik zwischen den USA und Venezuela verschärft sich weiter.
01.12.2025 | 31:26 minKeine eindeutigen Beweisen der US-Regierung
Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, dass sich die USA in einem "bewaffneten Konflikt" mit Kartellen in Lateinamerika befänden und rechtfertigte die Angriffe als eine notwendige Eskalation, um den Drogenfluss zu stoppen. Seine Regierung hat jedoch wenig Beweise vorgelegt, um diese Behauptungen zu untermauern.
Kritiker stufen die Angriffe als außergerichtliche Hinrichtungen und völkerrechtswidrig ein. Anfang Januar hatten die US-Streitkräfte Venezuelas Präsidenten Nicolás Maduro bei einem Militäreinsatz gefangengenommen und in die USA gebracht. Maduro sitzt in New York in Haft, ihm soll wegen "Drogenterrorismus" der Prozess gemacht werden.
Mehr zu Militäreinsätzen in der Karibik
Militäreinsatz im Ostpazifik:USA greifen erneut mutmaßliches Drogenboot an - zwei Tote
mit Video0:27USA-Venezuela-Konflikt:Trump bestätigt Angriff auf Hafen, neue Attacke auf Boot
mit Video0:27Vor US-Kongress:Hegseth und Rubio verteidigen Angriffe auf Drogenboote
Östlicher Pazifik:Neue US-Angriffe auf mutmaßliche Drogenboote - acht Tote
mit Video0:19