USA greifen erneut mutmaßliches Drogenboot an - zwei Tote

Militäreinsatz im Ostpazifik:USA greifen erneut mutmaßliches Drogenboot an - zwei Tote

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Das US-Militär hat erneut ein Boot mutmaßlicher Drogenschmuggler im östlichen Pazifik zerstört. Nach Angaben der USA sind dabei zwei Menschen ums Leben gekommen.

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben ein Boot von mutmaßlichen Drogenschmugglern im östlichen Pazifik zerstört.

Bei einem erneuten US-Angriff auf ein mutmaßliches Drogenschmuggelboot im Pazifik sind nach Angaben der US-Armee zwei Menschen getötet worden.

Quelle: AFP

Das US-Militär hat im östlichen Pazifik erneut ein mutmaßlich mit Drogen beladenes Boot angegriffen. Zwei Menschen seien dabei am Freitag getötet worden, eine Person habe überlebt, teilte das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Southcom) auf der Plattform X mit.

Nach dem Angriff sei direkt die US-Küstenwache informiert worden, um Such- und Rettungsbemühungen für die überlebende Person zu aktivieren, hieß es. Wozu das geführt hat - also ob die Person von der Küstenwache gerettet wurde oder nicht - ging aus auch von Pentagon-Chef Pete Hegseth geteilten Post nicht hervor.

Das angegriffene Boot sei von als terroristisch eingestuften Organisationen betrieben worden und auf einer bekannten Route von Drogenschmugglern unterwegs gewesen, teilte Southcom mit.

Überwachungsaufnahmen von einem Boot auf dem Pazifik aus der Vogelperspektive

Seit September wurden durch die Angriffe der US-Militärs auf mutmaßliches Drogenboote mindestens 107 Menschen getötet.

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Erster Angriff auf mutmaßliches Drogenboot seit Maduros Festnahme

Es handelt sich um den ersten offiziell bekannten Angriff der USA auf ein mutmaßlich mit Drogen beladenes Boot seit dem Sturz des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro.

US-Spezialkräfte hatten ihn und seine Frau am 3. Januar in Caracas festgenommen und nach New York gebracht. Dort soll ihnen wegen angeblicher Verwicklungen in den Drogenhandel der Prozess gemacht werden.

Zwei Bilder nebeneinander: links ist Trump zu sehen, vor einem blauen Hintergrund nach einer Pressekonferenz. Rechts ist ein Bild von gefangenem Präsidenten Maduro an Bord eines Helikopters mit verbundenen Augen und gefesselten Händen. In einer Hand hält er eine Wasserflasche.

Das US-Vorgehen gegen Venezuela und Präsident Maduro sei ein klarer Verstoß gegen die UN-Charta, sagt der Völkerrechtler Markus Krajewski. Müssen die USA nun Konsequenzen fürchten?

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Zuvor hatten US-Streitkräfte seit Anfang September unter Berufung auf angebliche Geheimdiensterkenntnisse immer wieder Schnellboote angegriffen, die mit Rauschgift beladen sein sollen. Dabei wurden offiziellen Angaben zufolge mehr als 100 Menschen getötet.

Die US-Regierung bezeichnet die Opfer durchweg als Drogenschmuggler und "Terroristen", wird für die außergerichtlichen Tötungen aber heftig kritisiert. Experten argumentieren, die Angriffe seien völkerrechtlich nicht zulässig.

Quelle: dpa
Über das Thema berichtete das heute journal update am 24.01.2026 ab 00:21 Uhr.
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