Weltmeisterschaft in Nordamerika:Trump empfiehlt Irans Team Verzicht auf Fußball-WM-Teilnahme
US-Präsident Donald Trump rät der iranischen Fußball-Nationalmannschaft von einer Teilnahme an der WM in Nordamerika ab. Als Grund nennt er die Sicherheit der Spieler.
US-Präsident Donald Trump rät Irans Team von einer Teilnahme an der WM ab - wegen der Sorge um "Leben und Sicherheit" der Spieler.
Quelle: APUS-Präsident Donald Trump hat der iranischen Fußball-Nationalmannschaft den Verzicht auf die Teilnahme an der anstehenden Weltmeisterschaft in Nordamerika nahegelegt. Er begründete dies am Donnerstag auf seiner Online-Plattform Truth Social mit einer Sorge um "Leben und Sicherheit" der Spieler. Noch vor wenigen Tagen hatte Trump laut Fifa-Präsident Gianni Infantino erklärt, dass die Fußballer trotz des Iran-Kriegs in den USA "natürlich willkommen" seien.
Fußballfans sorgen sich, dass das iranische Regime Rache an der Frauen-Fußballnationalmannschaft nehmen könnte. Die Spielerinnen hatten vor einem Spiel weder die Hymne mitgesungen noch salutiert.
09.03.2026 | 1:38 min"Die iranische Nationalmannschaft ist bei der Weltmeisterschaft willkommen", wiederholte Trump am Donnerstag.
Aber ich glaube wirklich nicht, dass es angemessen ist - wegen ihres eigenen Lebens und ihrer Sicherheit.
Donald Trump, US-Präsident
Er gilt als "Freund" von Fifa-Boss Infantino. Der Chef des Weltfußballverbands hatte Trump am Rande der WM-Auslosung im Dezember den erstmals vergebenen Fifa-Friedenspreis verliehen.
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Die WM 2026 wird groß, laut und politischer als je zuvor. Während FIFA-Boss Infantino in den höchsten Tönen schwärmt, gibt es gleichzeitig jede Menge Kritik. Was kommt da auf uns zu?
11.12.2025 | 18:09 minTrump: Veranstaltung wird sicher sein
In einer späteren Erklärung auf Truth Social betonte Trump, die Veranstaltung werde sicher sein für Spieler und Zuschauer. "Es wird das großartigste und sicherste Sportereignis in der Geschichte der Vereinigten Staaten sein", erklärte der US-Präsident.
FIFA-Präsident Gianni Infantino ist seit zehn Jahren im Amt. Der 55-Jährige hat den Fußball-Weltverband mit harter Hand umgekrempelt. Unter ihm verschmelzen Sport und Politik zusehends.
26.02.2026 | 2:04 minTeheran hat seinerseits wegen des Krieges der USA und Israels gegen den Iran einen Boykott der im Sommer in den USA, Kanada und Mexiko stattfindenden WM ins Spiel gebracht - eine Entscheidung wurde offiziell bisher nicht getroffen. Die drei Gruppenspiele des Iran sollen in den US-Westküstenmetropolen Los Angeles und Seattle stattfinden.
Die USA und Israel hatten Ende Februar mit Luftangriffen den Iran-Krieg begonnen. Bereits am ersten Kriegstag wurden der oberste Anführer Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Teheran reagiert seitdem mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion.
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