Reaktion auf hohe Ölpreise:USA erlauben kurzfristig Verkauf von russischem Öl
Der Iran-Krieg sorgt für Chaos auf den globalen Energiemärkten - und treibt die Ölpreise in die Höhe. Die US-Regierung lockert nun zeitweise Sanktionen gegen Ölexporteur Russland.
Die durch den Iran-Krieg gestiegenen Ölpreise spielen Russland in die Karten. Als einer der weltweit größten Öl-Exporteure verdient Moskau wieder mehr.
12.03.2026 | 1:50 minAngesichts der infolge des Iran-Krieges stark angestiegenen Energiepreise erlaubt die US-Regierung vorübergehend den Verkauf von russischem Erdöl. Das US-Finanzministerium erteilte am Donnerstag eine Lizenz, die den Verkauf von russischem Rohöl und russischen Erdölprodukten, die vor dem 12. März um 0:01 Uhr auf Schiffe verladen wurden, bis zum 11. April erlaubt.
US-Finanzminister Scott Bessent erklärte, die Genehmigung solle "die globale Reichweite des bestehenden Vorrats erhöhen".
Bessent zufolge ist die Maßnahme "eng gefasst" und "kurzfristig". Sie werde der russischen Regierung keinen "signifikanten finanziellen Vorteil verschaffen, da der Großteil ihrer Energieeinnahmen aus Steuern stammt, die am Förderort erhoben werden", erklärte der US-Finanzminister.
"Natürlich verliert Russland auch viel durch diesen Krieg", sagt Dr. Fischer. Es gebe aber auch Bereiche, in denen Russland profitiere - etwa bei "Aufhebungen von Ölsanktionen".
13.03.2026 | 4:47 minTrump kündigte Sanktionslockerung an
US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag angesichts der gestiegenen Ölpreise im Iran-Krieg angekündigt, einige Ölsanktionen aussetzen zu wollen.
Trump äußerte sich nicht dazu, welches Land oder welche Länder von dem Schritt profitieren könnten - der US-Präsident machte seine Aussagen aber nach einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin.
Seit Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar wurde die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, vom iranischen Militär de facto gesperrt. Die Meerenge zwischen der arabischen Halbinsel und Iran wird von Teherans Revolutionsgarden kontrolliert. Das ließ die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.
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