USA erlauben vorübergehend Verkauf von russischem Öl

Reaktion auf hohe Ölpreise:USA erlauben kurzfristig Verkauf von russischem Öl

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Der Iran-Krieg sorgt für Chaos auf den globalen Energiemärkten - und treibt die Ölpreise in die Höhe. Die US-Regierung lockert nun zeitweise Sanktionen gegen Ölexporteur Russland.

Iran-Krieg - Tanklager in Hamburg

Die durch den Iran-Krieg gestiegenen Ölpreise spielen Russland in die Karten. Als einer der weltweit größten Öl-Exporteure verdient Moskau wieder mehr.

12.03.2026 | 1:50 min

Angesichts der infolge des Iran-Krieges stark angestiegenen Energiepreise erlaubt die US-Regierung vorübergehend den Verkauf von russischem Erdöl. Das US-Finanzministerium erteilte am Donnerstag eine Lizenz, die den Verkauf von russischem Rohöl und russischen Erdölprodukten, die vor dem 12. März um 0:01 Uhr auf Schiffe verladen wurden, bis zum 11. April erlaubt.

US-Finanzminister Scott Bessent erklärte, die Genehmigung solle "die globale Reichweite des bestehenden Vorrats erhöhen".

Bessent zufolge ist die Maßnahme "eng gefasst" und "kurzfristig". Sie werde der russischen Regierung keinen "signifikanten finanziellen Vorteil verschaffen, da der Großteil ihrer Energieeinnahmen aus Steuern stammt, die am Förderort erhoben werden", erklärte der US-Finanzminister.

US-Finanzminister Scott Bessent auf X

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Straße von Hormus: Wichtige Route für weltweiten Ölhandel

Die USA haben wegen des russischen Invasionskrieges gegen die Ukraine russisches Öl mit Sanktionen belegt. Nach Beginn des Iran-Kriegs vor knapp zwei Wochen sind die Rohölpreise jedoch in die Höhe geschossen, weil Teheran die Straße von Hormus praktisch gesperrt hat.

Durch diese Meerenge werden etwa 20 Prozent des weltweit geförderten Erdöls verschifft. Nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur sind das normalerweise etwa 20 Millionen Barrel pro Tag. Experten schätzen, dass in der vergangenen Woche etwa 125 Millionen Barrel russisches Öl auf Tankern verladen waren.

Grafikvideo zur Bedeutung der Meerenge starten

Die Straße von Hormus ist das "Öl-Nadelöhr" der Welt.


Russland hält weitere Lockerungen der Öl-Sanktionen für unvermeidlich

Moskau gibt sich angesichts der Lockerung selbstbewusst und zufrieden. "Die USA erkennen faktisch das Offensichtliche an: Ohne russisches Öl kann der globale Energiemarkt nicht stabil bleiben", schreibt der Kremlgesandte Kirill Dmitrijew bei Telegram.

Nach Angaben aus Moskau betrifft die Ausnahmegenehmigung der USA 100 Millionen Barrel sanktionierten russischen Öls. Angesichts der wachsenden Energiekrise scheine eine weitere Lockerung der Restriktionen unvermeidlich, schreibt Dmitrijew weiter. Dies gelte trotz des Widerstands einiger "Brüsseler Bürokraten".

Sabine Fischer mit Christoph Wiesel-Lancé

"Natürlich verliert Russland auch viel durch diesen Krieg", sagt Dr. Fischer. Es gebe aber auch Bereiche, in denen Russland profitiere - etwa bei "Aufhebungen von Ölsanktionen".

13.03.2026 | 4:47 min

Trump kündigte Sanktionslockerung an

US-Präsident Donald Trump hatte Anfang der Woche angesichts der gestiegenen Ölpreise infolge des Iran-Kriegs angekündigt, einige Ölsanktionen aussetzen zu wollen. "Wir haben Sanktionen gegen einige Länder verhängt", sagte Trump. "Wir werden diese Sanktionen aufheben, bis die Straße (von Hormus) wieder offen ist."

Trump äußerte sich nicht dazu, welches Land oder welche Länder von dem Schritt profitieren könnten - der US-Präsident machte seine Aussagen aber nach einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Aktuelle Entwicklungen der Eskalation
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US-Präsident Trump hat die Waffenruhe mit Iran verlängert - das Tauziehen um die Straße von Hormus geht weiter. Alle Entwicklungen im Liveblog.
Die Halle im Azadi-Sportkomplex in der iranischen Hauptstadt liegt in Trümmern, nachdem eine Reihe von Angriffen der USA und Israels die Anlage zerstört hat
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Quelle: AFP, Reuters, dpa
Über das Chaos auf den globalen Energiemärkten und die Folgen berichteten verschiedene Sendungen, etwa die heute-Nachrichten am 12.03.2026 ab 19:00 Uhr und das heute journal update am 13.03.2026 ab 00:35 Uhr.

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