Wahlkampf in den USA:Trump gratuliert Putin zu "großartigem" Deal
Trump holt im Wahlkampf zum Rundumschlag aus: Putin habe beim Gefangenenaustausch mit den USA einen "großartigen" Deal gemacht. Seine Kontrahentin Harris beschimpft er.
Donald Trump wurde während seiner Amstszeit oft wegen angeblicher Putin-Nähe kritisiert. Nun gratuliert er dem Kreml-Chef.
Quelle: dpaDer frühere US-Präsident Donald Trump hat Kremlchef Wladimir Putin zum jüngsten Gefangenenaustausch mit dem Westen gratuliert. Der Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner sagte bei einem Wahlkampfauftritt in Atlanta im Bundesstaat Georgia:
Ich möchte Wladimir Putin dazu beglückwünschen, dass er wieder einmal einen großartigen Deal gemacht hat.
Donald Trump
Für die Vereinbarung seien einige der übelsten Killer auf der Welt freigelassen worden. "Wir haben unsere Leute zurückbekommen", sagte Trump - beklagte aber zugleich, die USA machten "schreckliche" Deals. Die Einigung schaffe einen schlechten Präzedenzfall. Der Republikaner hatte zuvor ohne jeden Beleg impliziert, für den Austausch der Gefangenen sei Geld geflossen. Trump betonte: "Ich habe nie etwas bezahlt."
Trump beschimpft Harris: Verrückt, linksradikal, dumm
Trump ging auch auf seine demokratische Kontrahentin Kamala Harris los: "Sie hat einen wirklich niedrigen IQ", spottete er. Trump verunglimpfte die amtierende Vizepräsidentin Harris auch als "Verrückte" und als "radikalen linken Freak".
Der Republikaner verglich Harris mit dem Senator Bernie Sanders, der sich selbst in der Vergangenheit um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten beworben hatte und für sehr linke Positionen steht. "Sie ist schlimmer als Bernie Sanders. Sie ist wie Bernie Sanders, aber nicht so klug", spottete er.
Sie ist eine dumme Version von Bernie Sanders, und sogar noch weiter links als er.
Donald Trump
Harris' Erfolg setzt Trump unter Druck
Trump überzieht seine Gegner standardmäßig mit üblen Beschimpfungen. Er hat in der Vergangenheit auch schon mehrere Personen in Bezug auf ihren angeblichen niedrigen Intelligenzquotienten verunglimpft und sich selbst wiederum als "geistig sehr stabiles Genie" bezeichnet.
Dass er aktuell die Tonart gegenüber seiner Kontrahentin bei der Präsidentenwahl im November verschärft, dürfte auch damit zu tun haben, dass Harris derzeit einigen Schwung im Wahlkampf hat. Sie erzielt momentan hohe Spendeneinnahmen und schneidet in ersten Umfragen gegen Trump besser ab als US-Präsident Joe Biden, der ursprünglich gegen den Republikaner antreten wollte, aber auf Druck seiner Partei hin aus dem Rennen ausstieg.
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