Zwischen Russland und Ukraine:Trump verkündet "Energie-Waffenruhe" - Selenskyj überrascht
Trump verkündet eine "Energie-Waffenruhe" zwischen Russland und der Ukraine. Selenskyj erklärt dazu: Er wisse nichts von einer Einigung - sei aber offen dafür.
Mit seiner Ankündigung hat US-Präsident Trump seinen Amtskollegen in Kiew offenbar überrascht. (Archivbild)
Quelle: Mandel Ngan / AFPRussland und die Ukraine haben nach Angaben von US-Präsident Donald Trump zugestimmt, ihre Angriffe auf die Energie-Infrastruktur des jeweils anderen Staates einzustellen. Mit "sofortiger Wirkung" gelte eine "Energie-Waffenruhe" im Krieg zwischen Russland und der Ukraine, erklärte Trump am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social. Weitere Details nannte er nicht.
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Donald Trump bei Truth Social
Selenskyj von Ankündigung offenbar überrascht
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wusste von der "Energie-Waffenruhe" nichts. Er sei jedoch bereit, eine solche Vereinbarung zu akzeptieren, sollten die Russen zustimmen, sagte er in einem Interview mit dem US-Nachrichtenportal Axios.
Die Ankündigung sei neu für ihn gewesen. "Wenn Präsident Trump das mit Putin ausgehandelt hat - sagen Sie uns bitte, wann die Waffenruhe beginnt - wir sind bereit und werden sie akzeptieren", zitiert das Portal den ukrainischen Präsidenten.
US-Präsident Trump setzt den ukrainischen Präsidenten Selenskyj weiter unter Druck und fordert einen Führungswechsel in der Ukraine. Zuvor kritisierte Selenskyj Trumps Diesel-Deal mit Russland.
11.10.2026 | 0:20 minUkraine gegen einseitige Waffenruhe
Selenskyj hatte zuvor im Onlinedienst X erklärt, die Ukraine sei bereit, ihre Angriffe auf russische Ölraffinerien zu stoppen, "wenn Russland aufhört, unsere Energie-Infrastruktur anzugreifen".
Die Ukraine hatte in den vergangenen Wochen als Reaktion auf die ständigen russischen Luftangriffe unter anderem Ölanlagen in Russland attackiert. Trump hatte dies wiederholt kritisiert.
Die USA lockern überraschend bestehende Sanktionen gegen Moskau. Laut US-Präsident Trump soll Russland zunächst mehr als 300.000 Tonnen Diesel für die USA und den Weltmarkt bereitstellen.
10.10.2026 | 1:50 minDiesel-Deal zwischen Trump und Putin
Am Freitag verkündete Trump dann eine Einigung mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, wonach Russland trotz der wegen des Ukraine-Kriegs verhängten internationalen Sanktionen Hunderttausende Tonnen Dieselkraftstoff für die USA und den Weltmarkt liefern soll.
Selenskyj offen für Wahlen, aber unter Bedingungen
Am Samstag sagte Trump dann, es sei "an der Zeit für einen neuen Präsidenten" in der Ukraine. Selenskyj hat daraufhin Neuwahlen im Land angeboten.
Falls Trump Putin zu einer 60-tägigen, vollständigen Feuerpause bewegen könne, habe die Ukraine Zeit, Neuwahlen zu organisieren, sagte Selenskyj in einem Interview mit dem US-Sender ABC. Seinen Bürgern müsse während der Wahlen Sicherheit garantiert werden.
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