Südkorea: In USA festgenommene Arbeiter kehren nach Hause zurück

Nach Razzia in den USA:Südkorea holt festgenommene Arbeiter zurück

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Mehr als 300 südkoreanische Arbeiter wurden bei einer Razzia in Georgia festgenommen. Südkorea teilt mit, die Verhandlungen über die Entlassung der Arbeiter seien abgeschlossen.

Zu sehen ist ein das Logo von Hyundai auf einem Auto.

In einem Werk des südkoreanischen Autobauers Hyundai hat die US-Einwanderungsbehörde hunderte Mitarbeiter festgenommen. Die meisten von ihnen sind Südkoreaner.

06.09.2025 | 0:26 min

Nach der Festnahme von mehr als 300 südkoreanischen Arbeitern bei einer Migranten-Razzia in den USA will die Regierung in Seoul ihre Landsleute nach Hause holen.

Die Verhandlungen mit Washington über die Entlassung der Festgenommenen seien abgeschlossen, sagte der südkoreanische Kabinettschef Kang Hoonsik am Sonntag. Sobald alle Formalitäten erledigt seien, "wird ein Charterflug starten, um unsere Bürger nach Hause zu bringen".

ICE: Festnahmen in Baustelle für Batteriefabrik

Am Donnerstag hatten Einsatzkräfte der US-Einwanderungsbehörde ICE in einer im Bau befindlichen Batteriefabrik der Unternehmen Hyundai und LG im US-Bundesstaat Georgia mehr als 300 südkoreanische Arbeiter festgenommen. Sie stehen der US-Behörde zufolge im Verdacht, illegal in den USA zu arbeiten.

Die Razzia in Ellabell war die bislang größte an einem einzelnen Ort im Rahmen des von US-Präsident Donald Trump angeordneten landesweiten Vorgehens gegen Migranten.

Von der US-Einwanderungsbehörde veröffentlichte Bilder der Razzia zeigten die festgenommenen Arbeiter, die mit Handschellen und mit Ketten um die Knöchel in einen Gefangenentransporter gebracht wurden.

Drei Männer in Uniform vom ICE halten auf Straße in Los Angeles liegenden Mann fest

Trumps Versprechen von Massenabschiebungen wird in den USA zur Realität. Doch die brutalen Methoden der Einwanderungsbehörde stoßen auf immer mehr Widerstand im Land.

02.07.2025 | 21:06 min

LG: "Schnelle Freilassung" von Arbeitern hat Priorität

Nach Angaben der Firma LG wurden 47 ihrer Arbeitnehmer, 46 Südkoreaner und ein Indonesier, festgenommen.

Rund 250 weitere festgenommene Arbeiter, die meisten davon aus Südkorea, sind demnach wahrscheinlich bei einem Auftragnehmer angestellt. Hyundai erklärte, dass keiner der Festgenommenen zu seinen Mitarbeitern gehöre.

Um die Folgen der Razzia einzudämmen, flog ein hochrangiger Vertreter des Batterieherstellers LG am Sonntag nach Georgia. "Die schnelle Freilassung" von Mitarbeitern von LG sowie Partnerfirmen habe nun höchste Priorität, sagte er Journalisten vor dem Abflug.

Protest gegen Abschiebungen und Razzien von ICE in New York

US-Präsident Trump will die elf Millionen Menschen ohne Papiere in den USA abschieben. Kalifornien rebelliert, Städte wie Chicago rüsten sich.

02.07.2025 | 6:37 min

Milliardeninvestitionen in US-Fabriken

Südkorea, die viertgrößte Volkswirtschaft Asiens, ist ein wichtiger Automobil- und Elektronikhersteller mit mehreren Werken in den USA. Die größten Unternehmen, darunter der Autobauer Hyundai und der Technologieriese LG, haben Milliarden Dollar in den Aufbau neuer Fabriken in den USA investiert.

US-Präsident Trump hatte im Wahlkampf angekündigt, hart gegen Einwanderer ohne gültige Aufenthaltserlaubnis vorgehen zu wollen und Millionen Ausländer ohne Papiere abzuschieben. Seit seinem Amtsantritt nehmen vermummte ICE-Beamte bei Razzien im ganzen Land Einwanderer fest. Das Vorgehen ist höchst umstritten.

Quelle: AFP

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