Nach Trump-Kritik: Spanien kritisiert Zurückhaltung von Merz

Streit über Krieg gegen Iran:Nach Trump-Kritik: Spanien wirft Merz fehlenden Beistand vor

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Spaniens Außenminister Albares wirft Kanzler Merz fehlende Solidarität vor. Nach Trumps Kritik habe Berlin zunächst nicht klar genug Stellung bezogen.

Spaniens Außenminister Jose Manuel Albares Bueno spricht, als er zu einem Treffen der EU-Außenminister im Gebäude des Europäischen Rates in Brüssel eintrifft. (Archiv)

Spaniens Außenminister Albares hat sich "überrascht" über das Schweigen von Bundeskanzler Friedrich Merz angesichts scharfer Angriffe von US-Präsident Donald Trump auf Spanien geäußert.

Quelle: dpa

Spanien hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mangelnde Solidarität angesichts der Kritik von US-Präsident Donald Trump an dem Nato-Partner vorgeworfen. Er habe Deutschland seine "Überraschung" darüber mitgeteilt, sagte Außenminister José Manuel Albares dem TV-Sender RTVE.

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Bei dem Treffen im Weißen Haus sollten Zölle im Mittelpunkt stehen, doch dann dominiert der Angriff auf Iran. Merz betont gemeinsame Interessen, aber warnt vor den Folgen des Kriegs.   

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"Wenn man mit einem anderen Land eine Währung, eine gemeinsame Handelspolitik und einen gemeinsamen Markt teilt, erwartet man dieselbe Solidarität, die Spanien beispielsweise gegenüber Dänemark gezeigt hat, als es aufgrund Dänemarks Bestrebungen, seine territoriale Integrität in Grönland aufzugeben, zu Zolldrohungen kam", sagte Albares.

Trump verärgert über Haltung Spaniens

Trump hatte bei einem Treffen mit Merz Kritik an den Regierungen von Spanien und Großbritannien geübt. "Einige europäische Länder wie Spanien haben sich schrecklich verhalten", sagte Trump im Weißen Haus mit Blick auf die US-Angriffe auf Iran. "Spanien hat tatsächlich gesagt, dass wir ihre Stützpunkte nicht nutzen dürfen." Vor laufenden Kameras ging Merz im Weißen Haus nicht auf die Angriffe Trumps ein.

Später trat der Bundeskanzler der Drohung Trumps entgegen, die Wirtschaftsbeziehungen zu Spanien zu kappen. Mit Blick auf den US-Zollkonflikt mit der EU betonte Merz vor der Presse, Spanien sei Mitglied der Europäischen Union:

Und als solches führen wir Verhandlungen über ein Zollabkommen mit den USA nur gemeinsam oder gar nicht.

Friedrich Merz, Bundeskanzler

Es gebe keinen Weg, Spanien besonders schlecht zu behandeln. Diese Äußerungen wurden in spanischen Medien als Versuch von Merz gewertet, sein anfängliches Schweigen gegenüber Trump zu korrigieren.

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Albares zog einen Vergleich zwischen Merz und dessen Vorgängern im Amt. "Seit wir in der Regierung sind, haben wir drei Bundeskanzler erlebt: Merkel, Scholz und jetzt Merz. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Merkel oder Scholz solche Aussagen getroffen hätten; damals herrschte eine andere proeuropäische Stimmung", sagte Albares.

Quelle: dpa
Über dieses Thema berichteten mehrere ZDF-Sendungen, unter anderem das gemeinsame Morgenmagazin von ARD und ZDF am 04.03.2026 ab 05:30 Uhr.

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