Trotz Trump-Rückzieher: EU berät über Beziehung zu den USA

Sondergipfel in Brüssel:Trotz Trump-Rückzieher: EU berät über Beziehung zu den USA

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Trotz Trumps Rücknahme der Zolldrohungen im Grönland-Streit kommt die EU zu einem Sondergipfel. Laut ZDF-Korrespondent Röller soll auch die Verlässlichkeit Trumps Thema sein.

Flaggen der Europäischen Union

Die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten werden beim Sondergipfel über die jüngsten Entwicklungen über die jüngsten Entwicklungen in den transatlantischen Beziehungen sprechen.

Quelle: dpa

Die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten werden an diesem Donnerstag (19:00 Uhr) trotz der wieder einkassierten Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump zu ihrem geplanten Sondergipfel in Brüssel zusammenkommen.

Aus dem Team von EU-Ratspräsident António Costa hieß es, man wolle wie vorgesehen über die jüngsten Entwicklungen in den transatlantischen Beziehungen und deren Auswirkungen auf die EU sprechen. Dazu gehöre weiterhin auch der Grönland-Konflikt.

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"Trump hat nicht bekommen, was er wollte", so ZDF Reporterin Bates zur Grönland-Wende Trumps. Demokraten und Republikaner beurteilen Trumps Wende in den USA unterschiedlich.

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Nato-Chef Rutte: "Es gibt noch viel zu tun"

Ursprünglich sollte es bei dem Gipfel vor allem um die Frage gehen, wie die EU auf Erpressungsversuche von Trump reagieren kann. Dieser hatte am vergangenen Wochenende Strafzölle auf Waren aus Dänemark und alliierten Ländern wie Deutschland angekündigt, weil diese seine offensiv vorgetragenen Besitzansprüche auf Grönland nicht akzeptieren wollen.

Am Mittwochabend entschärfte Trump den Konflikt dann überraschend und nahm seine Strafzollankündigung zurück. Zur Begründung verwies er darauf, dass während eines Treffens mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte ein Rahmen für eine zukünftige Vereinbarung über Grönland und die gesamte Arktisregion entstanden sei.

US-Präsident Donald Trump spricht während eines Empfangs mit Wirtschaftsführern am Rande der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos am 21. Januar 2026. Das Weltwirtschaftsforum findet vom 19. bis 23. Januar 2026 in Davos statt.

In Davos vollzieht Trump eine Wende, was Grönland betrifft. Er hofft auf einen Deal zur Abwehr von Russland und China und die Strafzölle gegen EU-Staaten lässt er auch fallen.

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Rutte sagte dem US-Sender Fox News, man sei am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos am Mittwoch übereingekommen, dass die Arktisregion gemeinsam geschützt werden müsse. Er halte das für ein "sehr gutes Ergebnis" und schob nach: "Es gibt noch viel zu tun." Weitere Details zu dem Rahmenvertrag blieben zunächst unklar.

Das Militärschiff HDMS Ejnar Mikkelsen der Königlich Dänischen Marine patrouilliert in der Nähe von Nuuk.

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Zweifel an Trumps Verlässlichkeit

Nach Einschätzung von Ulf Röller, ZDF-Korrespondent vor Ort in Davos, werde man bei dem Sondergipfel schon darüber sprechen, "was passiert, wenn Trump diesen Rahmenvertrag, den er gerade beschlossen hat, dann wieder hinterfragt". "Man weiß bei Trump nicht", so Röller. Und weiter:

Aber es wird jetzt erstmal keine Gegenzölle geben, ganz einfach, weil wenn Trump sich an die Absprachen hält, es eben auch keine Strafzölle seitens der Amerikaner gibt.

Ulf Röller, ZDF-Korrespondent

Bundeskanzler Friedrich Merz hatte zuletzt deutlich gemacht, dass er eine Eskalation in dem Grönland-Konflikt vermeiden will. Der CDU-Politiker wird direkt vom Weltwirtschaftsforum in Davos zu dem EU-Sondergipfel nach Brüssel reisen.

Quelle: dpa, AFP
Über dieses Thema berichtete das Morgenmagazin am 22.01.2026 um 5:30 Uhr.

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