Trotz Trump-Rückzieher: EU berät über Beziehung zu den USA

Sondergipfel in Brüssel:Trotz Trump-Rückzieher: EU berät über Beziehung zu den USA

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Trotz Trumps Rücknahme der Zolldrohungen im Grönland-Streit kommt die EU zu einem Sondergipfel. Laut ZDF-Korrespondent Röller soll auch die Verlässlichkeit Trumps Thema sein.

Deutschlands Kanzler Friedrich Merz beim Weltwirtschaftsforum in Davos, 21. Januar 2026.

Die Staats- und Regierungschefs der EU beraten in Brüssel über Trumps Grönland-Kurs. Thema sind mögliche Reaktionen, sollten sich die USA nicht an die Vereinbarung halten.

22.01.2026 | 0:23 min

Die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten werden an diesem Donnerstag (19:00 Uhr) trotz der wieder einkassierten Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump zu ihrem geplanten Sondergipfel in Brüssel zusammenkommen.

Aus dem Team von EU-Ratspräsident António Costa hieß es, man wolle wie vorgesehen über die jüngsten Entwicklungen in den transatlantischen Beziehungen und deren Auswirkungen auf die EU sprechen. Dazu gehöre weiterhin auch der Grönland-Konflikt.

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"Trump hat nicht bekommen, was er wollte", so ZDF Reporterin Bates zur Grönland-Wende Trumps. Demokraten und Republikaner beurteilen Trumps Wende in den USA unterschiedlich.

22.01.2026 | 2:26 min

Nato-Chef Rutte: "Es gibt noch viel zu tun"

Ursprünglich sollte es bei dem Gipfel vor allem um die Frage gehen, wie die EU auf Erpressungsversuche von Trump reagieren kann. Dieser hatte am vergangenen Wochenende Strafzölle auf Waren aus Dänemark und alliierten Ländern wie Deutschland angekündigt, weil diese seine offensiv vorgetragenen Besitzansprüche auf Grönland nicht akzeptieren wollen.

Am Mittwochabend entschärfte Trump den Konflikt dann überraschend und nahm seine Strafzollankündigung zurück. Zur Begründung verwies er darauf, dass während eines Treffens mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte ein Rahmen für eine zukünftige Vereinbarung über Grönland und die gesamte Arktisregion entstanden sei.

Donald Trump attends World Economic Forum in Davos

Nach Trumps Rede in Davos gibt es Bewegung: Der US-Präsident spricht von ersten Schritten zu einem möglichen Grönland-Deal. Ein überraschendes Signal nach einem Tag voller Kritik an Europa.

22.01.2026 | 2:39 min

Rutte sagte dem US-Sender Fox News, man sei am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos am Mittwoch übereingekommen, dass die Arktisregion gemeinsam geschützt werden müsse. Er halte das für ein "sehr gutes Ergebnis" und schob nach: "Es gibt noch viel zu tun." Weitere Details zu dem Rahmenvertrag blieben zunächst unklar.

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Es soll einen Rahmen-Deal zum Grönland-Konflikt geben. "Die Lehre für uns ist, dass eine konsequente und selbstbewusste Reaktion einer Umsteuerung auslösen kann" Emily Haber ehem. Botschafterin in den USA.

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Zweifel an Trumps Verlässlichkeit

Nach Einschätzung von Ulf Röller, ZDF-Korrespondent vor Ort in Davos, werde man bei dem Sondergipfel schon darüber sprechen, "was passiert, wenn Trump diesen Rahmenvertrag, den er gerade beschlossen hat, dann wieder hinterfragt". "Man weiß bei Trump nicht", so Röller. Und weiter:

Aber es wird jetzt erstmal keine Gegenzölle geben, ganz einfach, weil wenn Trump sich an die Absprachen hält, es eben auch keine Strafzölle seitens der Amerikaner gibt.

Ulf Röller, ZDF-Korrespondent

Bundeskanzler Friedrich Merz hatte zuletzt deutlich gemacht, dass er eine Eskalation in dem Grönland-Konflikt vermeiden will. Der CDU-Politiker wird direkt vom Weltwirtschaftsforum in Davos zu dem EU-Sondergipfel nach Brüssel reisen.

Quelle: dpa, AFP
Über dieses Thema berichtete das Morgenmagazin am 22.01.2026 um 5:30 Uhr sowie heute Xpress am 22.01.2026 um 08:31.

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