Friedensbemühungen für die Ukraine:Dokument zu US‑Sicherheitsgarantien laut Selenskyj fertig
Ein Dokument zu US-Sicherheitsgarantien für die Ukraine ist laut Präsident Wolodymyr Selenskyj unterzeichnungsreif. Kiew warte nun auf Termin und Ort für die Unterschrift.
Wolodymyr Selenskyj räumte grundlegende Differenzen zwischen den Positionen der Ukraine und Russlands ein.
Quelle: dpaEin Dokument über Sicherheitsgarantien der USA für die Ukraine ist dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge unterschriftsreif. "Für uns sind Sicherheitsgarantien in erster Linie Garantien der Vereinigten Staaten", sagte Selenskyj am Sonntag in der litauischen Hauptstadt Vilnius bei einem Treffen mit Präsident Gitanas Nauseda.
Das Dokument ist zu 100 Prozent fertig, und wir warten darauf, dass unsere Partner den Termin und den Ort für die Unterzeichnung bestätigen.
Wolodymyr Selenskyj, ukrainischer Präsident
Danach komme das Dokument zur Ratifizierung in den US-Kongress und das ukrainische Parlament.
Ukraines Präsident Selenskyj fordert nach russischen Angriffen mehr Munition von seinen westlichen Verbündeten. Jeden Tag würden Raketen für die Luftverteidigung benötigt.
25.01.2026 | 0:16 minUkraine setzt auf Europa: Selenskyj fordert Garantien
Selenskyj war am Sonntag in Litauen und nahm dort an Veranstaltungen anlässlich des 163. Jahrestags eines Aufstands gegen das Russische Reich teil. Auch von den europäischen Partnern erwarte die Ukraine Sicherheitsgarantien.
Selenskyj nannte dazu die sogenannte Koalition der Willigen aus Unterstützerstaaten der Ukraine. Auch eine Aufnahme in die Europäische Union sei eine Sicherheitsgarantie für sein Land.
Während sich in Abu Dhabi Vertreter der Ukraine und Russlands gegenübersaßen, bombadiert Moskau wieder ukrainische Großstädte. Die Hoffnungen auf einen Waffenstillstand schwinden.
24.01.2026 | 2:00 minGebietsfragen weiterhin ein heikles Thema
Selenskyj sprach auch von den Verhandlungen in Abu Dhabi. Dort hatten ukrainische und russische Unterhändler mit den USA als Vermittler am Freitag und am Samstag erstmals seit Monaten über ein Ende des seit knapp vier Jahren andauernden Ukraine-Kriegs verhandelt. Dabei seien auch ein 20-Punkte-Plan zur Beendigung des Kriegs und problematische Fragen, die weniger geworden seien, besprochen worden.
Selenskyj sprach allerdings von "unterschiedlichen grundsätzlichen Positionen" Kiews und Moskaus in Bezug auf das Territorium der Ukraine. Die USA versuchten, bei den Verhandlungen einen Kompromiss zu finden, dafür müssten aber alle bereit dazu sein, sagte er. Russland fordert von der Ukraine für ein Ende der Gewalt unter anderem die Abtretung von Gebieten. Die Ukraine lehnt vor allem einen Abzug aus nicht von Moskaus Streitkräften besetzten Gebieten ab.
Bei den Ukraine-Gesprächen in Abu Dhabi sei man Ergebnissen erstmals näher gekommen. Jedoch nicht nah genug, um Frieden zu erreichen, berichtet ZDF-Korrespondent Armin Coerper.
24.01.2026 | 1:43 minNächste Gesprächsrunde am 1. Februar?
Die Unterhändler sollen laut Angaben aus US-Kreisen am 1. Februar zur nächsten Gesprächsrunde in die Emirate zurückkehren. Die jüngsten Gespräche umfassten ein breites Spektrum militärischer und wirtschaftlicher Fragen und schlossen die Möglichkeit einer Waffenruhe vor einer Einigung ein, wie eine mit den Diskussionen vertraute Person sagte.
Eine Einigung über einen endgültigen Rahmen für die Aufsicht und den Betrieb des ukrainischen Atomkraftwerks Saporischschja, das von Russland besetzt ist, konnte bisher nicht erzielt werden.
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