Angaben aus Seoul:Nordkorea sendet weitere Soldaten nach Russland
Pjöngjang versorgt Moskau offenbar mit weiteren Soldaten für den Angriffskrieg in der Ukraine. Das Regime hat nach südkoreanischen Angaben bereits hohe Verluste erlitten.
09.09.2018: Nordkoreanische Soldaten marschieren während einer Militärparade zum 70. Jahrestag der Staatsgründung Nordkoreas.
Quelle: picture alliance/dpaNordkorea hat nach Angaben der südkoreanischen Militärführung mindestens 3.000 zusätzliche Soldaten zur Unterstützung Russlands im Ukraine-Krieg entsandt.
"Es scheint, als ob im Januar und Februar mindestens 3.000 weitere Soldaten entsandt wurden", zitierte die amtliche Nachrichtenagentur Yonhap den südkoreanischen Generalstab.
Zuvor hatte Nordkorea im vergangenen Herbst bereits rund 11.000 nordkoreanische Soldaten in die russische Region rund um Kursk entsandt.
Der südkoreanische Geheimdienst vermutete erstmals im Februar eine zweite Mobilisierungswelle nordkoreanischer Truppen nach Russland. Damals hieß es jedoch, dass der genaue Umfang der Entsendung noch ermittelt werde.
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29.01.2025 | 7:52 minNordkorea scheint hohe Verluste erlitten zu haben
Ein möglicher Grund für Nordkoreas zusätzliche Truppenentsendung könnte sein, die laut Einschätzung von Experten hohen Verluste auszugleichen.
Der südkoreanische Generalstab geht etwa davon aus, dass die nordkoreanische Armee im Ukraine-Krieg bereits 4.000 Verluste erlitten hat. Unklar ist jedoch, ob die Zahl neben Toten auch verwundete Soldaten einschließt.
Tausende Soldaten aus Nordkorea kämpfen an vorderster Front im russischen Angriffskrieg. Die Ukraine berichtet nun von zwei Kriegsgefangenen.
12.01.2025 | 1:57 minPjöngjang liefert auch Waffen an Moskau
Zusätzlich zur Entsendung von Truppen liefert Nordkorea nach Angaben des südkoreanischen Generalstabs auch weiterhin Munition und Waffen im großen Stil nach Russland, darunter Kurzstreckenraketen, Panzerhaubitzen und Raketenwerfer.
Anfang Februar hatte Seoul erklärt, dass nordkoreanische Soldaten, die an der Seite der russischen Armee in der Grenzregion Kursk gekämpft hatten, offenbar von dort abgezogen worden seien.
Als möglicher Grund wurden die hohen Verluste auf Seiten der Nordkoreaner genannt.
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