Nato-Ostflanke: Neue Verteidigungszone mit Robotern geplant

Verteidigungszone mit Robotortechnik:Nato-Ostflanke: Roboter-Schutzwall gegen Russland geplant

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Eine zentrale Botschaft aus Kiew: Sollte die Hilfe aus den USA ausbleiben, sei auf die Ukraine Verlass – so ZDF‑Reporter Henner Hebestreit aus Kiew.

23.01.2026 | 2:31 min

Die Nato will an ihrer Ostflanke deutlich mehr Waffen und Munition lagern und zugleich eine neue Verteidigungszone mit Robotortechnik aufbauen. Wie ein ranghoher Offizier der "Welt am Sonntag" sagte, soll so vor allem die Abschreckung gegenüber Russland verbessert werden.

Die neue Hightech-Zone: Robotik an der Nato-Ostflanke

Das mehrstufige Verteidigungskonzept sieht den Angaben zufolge vor, den Vormarsch von Angreifern künftig zunächst mit Hightech aufzuhalten.

Entlang der Grenze zu Russland und Belarus soll demnach ein Abschnitt entstehen, der vor allem mit Überwachung und ferngesteuerten oder teilautomatisierten Systemen geschützt wird - und den ein Gegner erst überwinden müsste, bevor er weiter vorrücken kann.

Bewaffnete Drohnen und automatisierte Luftverteidigungssysteme

Brigadegeneral Thomas Lowin, Vizechef des Stabes für Operationsführung im Nato-Landkommando im türkischen Izmir, sagte der "Welt am Sonntag", die Überwachungstechnik entlang der Ostflanke werde aus Geräten bestehen, die am Boden, in der Luft, im Weltraum oder auch im digitalen Raum Daten sammeln.

Diese Informationen sollten dann in Echtzeit möglichst allen Nato-Ländern zur Verfügung stehen. Genutzt werden könnten demnach feste und mobile Geräte - etwa Radarsysteme, akustische oder optische Sensoren - aber auch Daten von Satelliten, Drohnen und Aufklärungsflugzeugen.

"Heiße Zone": So sollen Drohnen und Sensoren Angreifer stoppen

An den Grenzen selbst soll nach Lowins Darstellung ein Abschnitt entstehen, in dem Angreifer früh gestoppt oder ausgebremst werden sollen. Er bezeichnete diesen Bereich als "eine Art heiße Zone", deren Ziel es sei, einen feindlichen Vorstoß früh zu brechen. Dazu könnten etwa bewaffnete Drohnen, teilautonome Gefechtsfahrzeuge, Roboter sowie automatisierte Luftverteidigungssysteme genutzt werden.

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"Diese miteinander verbundenen Systeme sind darauf ausgelegt, den Feind schnell zu stellen, seine Handlungsmöglichkeiten zu brechen und ihm die Kampfkraft und Initiative zuverlässig zu nehmen", sagte Lowin. Am Ende steht immer der SoldatZugleich betonte der Brigadegeneral, dass es keine Waffen ohne menschliche Entscheidung geben solle.

Nach Einsatzregeln und ethischen Standards bleibe die Entscheidung über den Waffeneinsatz immer in menschlicher Verantwortung.

Digitale Echtzeit-Überwachung: Der gläserne Gefechtsraum

Zur Vorablagerung von Material sagte Lowin, dies gebe es zwar bereits. In den Grenzstaaten würden nun aber "spürbar größere Vorräte" aufgebaut. Dazu gehörten beispielsweise Waffen- und Munitionsdepots für die Verteidigungssysteme in der automatisierten Zone, aber auch zur Ausrüstung der Nato-Streitkräfte. Letztere sollen nach Lowins Worten trotz der Automatisierung nicht weniger werden.

"Nur mit unbemannten Systemen ist kein Gegner dauerhaft abzuschrecken oder zu stoppen", sagte er. "Am Ende heißt es immer: Soldaten gegen Soldaten."

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Quelle: dpa, AFP
Über dieses Thema berichtete das ZDF in verschiedenen Sendungen, darunter im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF am 23.01.2026 ab 5.30 Uhr und im heute journal am 22.01.2026 ab 21:44 Uhr.

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