Midterms 2026: Diese Politiker könnten die Wahlen entscheiden

Strategen, Strippenzieher, Shootingstars:Diese Politiker könnten die US-Midterms entscheiden

von Tina Andrecht

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Einige Politiker beider Parteien sind wichtige Schlüsselfiguren mit großer Wirkung. Sie sind entscheidend für Mehrheiten und prägen damit auch Donald Trumps politische Zukunft.

Die wichtigsten Personen der Midterms mit Farbverlauf

Einige wenige Duelle entscheiden bei den US-Midterms über die politische Machtverteilung in Amerika. An diesen Kandidaten hängen die Mehrheitsverhältnisse im Kongress.

18.09.2026 | 1:17 min

Können die Republikaner bei den Midterms die Mehrheiten im Senat und Repräsentantenhaus halten? Oder werden die Demokraten die Mehrheitsverhältnisse im Kongress ändern? Das hängt maßgeblich von einigen wenigen Personen ab. Die einen prägen die US-Politik als Strippenzieher und Mehrheitsbeschaffer, die anderen könnten für große Überraschungen sorgen.

Republikanische Partei

Donald Trump an Board des Flugzeugs Air Force One. Vor ihm Reporter mit Mikrofonen.
Mike Johnson durchtritt eine Tür mit einer Aktentasche unter dem Arm.
Thomas Massie im Innenraum eines Gebäudes. Massie blickt nach rechts aus dem Bild und grinst.
Vivek Ramaswamy spricht gestikulierend hinter einem Redepult. Hinter ihm hören Personen mit Helmen und Arbeitsanzügen zu.
Susan Collins in einer Nahaufname. Sie trägt eine Stoffjacke und Goldschmuck.

Donald Trump, US-Präsident

Trump greift als Präsident der USA erneut stark in den Wahlkampf ein. Ein Erfolg der Demokraten bei den Midterms könnte seine politische Agenda ausbremsen und seine Macht im Kongress begrenzen.

Quelle: AFP

Donald Trump

Präsident Trump steht zwar bei den Midterms nicht zur Wahl - doch die Zwischenwahlen gelten als "Zwischenzeugnis" über seine zweite Amtszeit. Immer wieder mischt er sich in die Wahl ein, und zwar so aktiv und dominant wie kaum ein US-Präsident vor ihm. Er fordert die Wähler sogar auf, sich vorzustellen, er stünde auf dem Stimmzettel. Er attackiert parteiinterne Kritiker, spricht Wahlempfehlungen aus und inszeniert sich mit großen Veranstaltungen als Hauptfigur. Auch versucht er, Einfluss auf Wahlregeln und Abläufe zugunsten der Republikaner zu nehmen.

Trump spricht bei einer Tagung der Republikaner.

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10.09.2026 | 1:40 min

Mike Johnson

Er ist der "Speaker" des Repräsentantenhauses und bestimmt damit die politische Agenda auf nationaler Ebene entscheidend mit. Er steht symbolisch für die republikanische Mehrheit und gestaltet maßgeblich den Wahlkampf für die Midterms. Die Zwischenwahlen entscheiden auch darüber, ob er sein Amt als Speaker behalten kann.

Thomas Massie (Kentucky)

Massie ist für die Midterms von großer Bedeutung, allerdings nicht als aktiver Kandidat, sondern als politisches Symbol. Er hat sich innerhalb der Republikanischen Partei als unabhängiger und kritischer Kopf profiliert. Beim US-Präsidenten fiel er vor allem durch seine Position zur Veröffentlichung der Epstein Files in Ungnade. Die Vorwahlen in Kentucky hat er gegen den von Trump unterstützten Republikaner Ed Gallrein verloren. Das macht ihn zur Symbolfigur für die Spannungen innerhalb der Partei. Massie warnt vor einer Entfremdung der Republikaner von ihren moderaten Wählern.

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Vivek Ramaswamy (Ohio)

Ramaswamy kandidiert für das Gouverneursamt in Ohio und wird von Präsident Trump unterstützt. Ohio war in den letzten Jahren bei vielen Wahlen ein verlässlich republikanisch wählender Staat. Allerdings gilt das Rennen um den Gouverneursposten in einigen Prognosen teils als "Toss-Up", also als äußerst knappes Rennen. Verliert Ramaswamy, wäre das eine empfindliche Niederlage für das Trump-Lager.

Susan Collins (Maine)

Collins möchte ihren Senatssitz verteidigen, sie ist seit 1997 im Amt. Die Umfragen sagen ein knappes Rennen voraus und sie gilt als eine der am stärksten gefährdeten republikanischen Amtsinhaberinnen. Maine wählte in den letzten 30 Jahren bei den Präsidentschaftswahlen mehrheitlich demokratisch. Doch bei Collins' Senatssitz haben sich die Demokraten schon mehrfach erfolglos Hoffnung gemacht. Collins hat einen moderaten und unabhängigen Politikstil, mit dem sie auch unentschlossene Wähler und moderate Demokraten überzeugt.

Demokratische Partei

Hakeem Jeffries spricht während einer Pressekonferenz im US-Kapitol.
Senator Jon Ossoff bei einer Wahlkampfveranstaltung in Atlanta.
Gavin Newsom bei einer Veranstaltung der Demokraten.
Gretchen Whitmer spricht beim jährlichen Treffen des World Economic Forums in Davos.
James Talarico spricht bei einer Veranstaltung der Demokraten in Texas.
Josh Shapiro spricht bei einer Veranstaltung der Demokraten.

Hakeem Jeffries

Hakeem Jeffries führt die Demokraten im Repräsentantenhaus. Gewinnt seine Partei die Mehrheit, könnte er Speaker und damit ein wichtiger Gegenspieler Trumps werden.

Quelle: AFP

Hakeem Jeffries

Als Fraktionsführer der Demokraten im Repräsentantenhaus ist Jeffries das Gesicht der Minderheit. Er ist zentraler Stratege für die Rückeroberung der Mehrheit im Repräsentantenhaus. Wenn die Demokraten die Mehrheit gewinnen, würde Jeffries voraussichtlich als Speaker des Repräsentantenhauses gewählt und damit mächtiger Gegenspieler von Donald Trump.

Jon Ossoff (Georgia)

Der Senator aus Georgia tritt in einem wichtigen und sehr umkämpften Bundesstaat zur Wiederwahl an. Der Staat war in der Vergangenheit republikanisch geprägt. Doch mit dem demografischen Wandel ändert sich auch das Wählerverhalten, das nun nicht mehr klar vorherzusagen ist. Ossoffs Senatssitz ist für die Demokraten daher besonders wichtig. Erfolg oder Misserfolg könnte mitentscheiden, ob die Demokraten den Senat künftig kontrollieren. Sollte er im November einen deutlichen Sieg einfahren, sehen ihn Beobachter umso mehr als Favoriten für die Präsidentschaftskandidatur 2028.

Gavin Newsom (Kalifornien)

Der Gouverneur von Kalifornien ist einer der prominentesten demokratischen Politiker in den USA. Er steht nicht mehr zur Wiederwahl, doch sein Name fällt immer wieder, wenn über mögliche Präsidentschaftskandidaten für 2028 geredet wird. Er gilt als "Widerstandskämpfer" gegen Präsident Trump und geht aktiv gegen die umstrittenen Versuche des Präsidenten vor, die Wahl zu beeinflussen. Mit seiner Popularität könnte er die demokratischen Wähler begeistern und mobilisieren. Progressive Demokraten werfen ihm allerdings seine zu große Annäherung an umstrittene rechte Persönlichkeiten wie den mittlerweile verstorbenen Charlie Kirk oder Trumps ehemaligen Chefstrategen Steve Bannon vor.

Gavin Newsom, demokratischer Gouverneur von Kalifornien, spricht während einer Pressekonferenz.

Der kalifornische Gouverneur Newsom erhebt Vorwürfe gegen US-Präsident Trump. Das US-Justizministerium sei für eine politisch motivierte Untersuchung gegen ihn missbraucht worden.

16.06.2026 | 0:59 min

Gretchen Whitmer (Michigan)

Die Gouverneurin von Michigan zählt zu den prominentesten Demokratinnen. Sie steht zwar nicht zur Wiederwahl, mobilisiert aber viele Wähler der politischen Mitte. Michigan ist als Swing State besonders wichtig. Sie hat eine Reihe von Maßnahmen getroffen, um Michigan gegen politische Einflussnahme und Störungsversuche bei den Midterms zu schützen. Gretchen Whitmer gilt als mögliche Kandidatin für die Präsidentschaftswahl 2028.

James Talarico (Texas)

Talarico gilt bei den Demokraten als aufstrebender Star. Er spricht auch religiöse und moderat-konservative Wähler an. Seine Partei hofft, dass er auch für moderate Republikaner wählbar ist, denn Texas ist ein tiefrepublikanischer Staat. Er kandidiert für das Amt des Senators und versucht damit seit mehr als 30 Jahren erstmals wieder einen texanischen Senatssitz für die Demokraten zu gewinnen. Die Umfragen sehen ihn zeitweise sogar vorne, das Rennen gilt mittlerweile teils als "Toss-Up". Ein Sieg von Talarico wäre für die Demokraten ein großer Erfolg.

Josh Shapiro (Pennsylvania)

Shapiro möchte in Pennsylvania erneut zum Gouverneur gewählt werden. Mit seiner Politik spricht er auch moderate Republikaner und unabhängige Wähler an. Pennsylvania gilt als zentraler Bundesstaat bei Wahlen und ein Verlust des Gouverneursamtes wäre für die Demokraten daher eine herbe Niederlage. Shapiro ist einer der erfolgreichsten demokratischen Politiker und wird häufig als möglicher Präsidentschaftskandidat für 2028 genannt.

Kongresswahlen in den USA
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Bei den Midterms steht US-Präsident Donald Trump nicht auf dem Stimmzettel. Und trotzdem steht bei den Kongresswahlen für den Republikaner einiges auf dem Spiel.
Katharina Schuster, Washington D.C.
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Die US-amerikanische Flagge weht im Vordergrund, weiter hinten ist das Kapitol in Washington zu sehen.
Analyse

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Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress in dem Beitrag "Die spannendsten Duelle bei den Midterms" am 18.09.2026 um 09:00 Uhr.

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