Trump: Israel und Libanon einigen sich auf Feuerpause

Zehn Tage ab heute:Trump: Israel und Libanon einigen sich auf Feuerpause

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Zehntägige Waffenruhe: Laut US-Präsident Trump soll noch heute eine Feuerpause zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz im Libanon beginnen. Die Hisbollah zögert aber offenbar noch.

SGS Sievers Reichart

Die Waffenruhe sei eine sehr gute Nachricht. Die Frage sei aber, ob die Waffenruhe mehr sein wird als die Ruhe vor dem nächsten Sturm, so ZDF-Korrespondent Reichart aus Tel Aviv.

16.04.2026 | 3:27 min

Israel und der Libanon haben nach Angaben von US-Präsident Donald Trump eine zehntägige Waffenruhe zwischen dem israelischen Militär und der libanesischen Hisbollah-Miliz vereinbart. Die Hisbollah ließ offen, ob sie sich an die Waffenruhe halten werde.

Trump schrieb am Donnerstag auf seiner Onlineplattform Truth Social, er habe mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun und dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu gesprochen. Beide hätten einer Waffenruhe zugestimmt, die um 17 Uhr (US-Ostküstenzeit, 23 Uhr MESZ) beginnen solle. Trump schrieb von "hervorragenden Gesprächen".

Trump: Dauerhafte Friedenslösung als Ziel

Die libanesische Regierung ist keine aktive Konfliktpartei und bemüht sich um Deeskalation zwischen Israel und der Hisbollah. Die Regierung hatte lange wenig bis gar keinen Einfluss auf die Aktivitäten der Hisbollah-Miliz, hat den Druck unter Führung von Präsident Aoun aber erhöht.

15.04.2026, Libanon, Beirut: Menschen, die vor den israelischen Angriffen auf die als Dahija bekannten südlichen Vororten Beiruts geflohen sind, sitzen vor Zelten, die als Unterkunft dienen.

US-Präsident Trump hatte auf Truth Social zunächst Gespräche zwischen Israel und dem Libanon angekündigt. Netanjahu hatte derweil davon gesprochen, die Sicherheitszone im Süden des Libanon auszuweiten.

16.04.2026 | 0:24 min

Trump erklärte, er habe Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio angewiesen, gemeinsam mit Israel und dem Libanon an einer "dauerhaften Friedenslösung" zu arbeiten. Trump wörtlich: "Es war mir eine Ehre, neun Kriege auf der ganzen Welt zu lösen, und das wird mein zehnter sein, also lasst es uns ERLEDIGEN!"

Netanjahu will Entwaffnung der Hisbollah

Israels Ministerpräsident Netanjahu bestätigte die Waffenruhe mit dem Libanon. "Ich habe einer vorübergehenden Feuerpause von zehn Tagen zugestimmt", sagte er in einer Videobotschaft. Ziel sei es, Gesprächen über ein Friedensabkommen mit dem Libanon eine Chance zu geben.

Israel habe dabei zwei zentrale Forderungen: Eine Entwaffnung der Hisbollah und die Vereinbarung eines dauerhaften Friedens beider Staaten. Während der Waffenruhe werde die israelische Armee in einer "verstärkten Sicherheitszone" im Südlibanon bleiben.

Helene Reiner und Dunja Hayali in "heute journal - der Podcast"

Eine weitere Eskalation im US-Iran-Krieg wurde vorerst mit einer Waffenruhe abgewendet. Unklar, wie lange diese hält. Denn im Libanon setzt Israel seine Angriffe auf die Hisbollah fort.

09.04.2026 | 44:35 min

Hisbollah behält sich "Recht auf Widerstand" vor

Die Hisbollah-Miliz ließ bisher offen, ob sie sich an die Vereinbarung halten wird. In einer ersten Stellungnahme pocht die Miliz darauf, dass ein Abkommen Israel keine Bewegungsfreiheit im Libanon einräumen dürfe. Die Präsenz israelischer Truppen auf libanesischem Boden gebe dem Land und seiner Bevölkerung das "Recht auf Widerstand", erklärt die Miliz.

Der Hisbollah-Abgeordnete Ibrahim al-Mussawi sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Miliz werde sich unter Bedingungen an die Waffenruhe halten. "Wir von der Hisbollah werden uns vorsichtig an die Waffenruhe halten, unter der Bedingung, dass es sich um eine umfassende Einstellung der Kampfhandlungen gegen uns handelt", sagte al-Mussawi.

Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam begrüßte das Waffenstillstandsabkommen in einem Beitrag auf X und beglückwünschte die Libanesen. Noch am Donnerstag, vor Trumps Ankündigung, hatte sich Präsident Aoun laut israelischen Medienberichten geweigert, mit Netanjahu direkt über eine Kampfpause zu sprechen.

ZDF-Korrespondent: Trump sucht mittels Waffenruhe im Libanon Weg aus Iran-Krieg

Die israelische Armee greift zeitgleich mit dem Krieg gegen Iran seit Wochen auch den Südlibanon und die libanesische Hauptstadt Beirut an, um die schiitische Hisbollah zu bekämpfen. Die mit Teheran verbündete Terrormiliz wiederum beschießt den Norden Israels mit Raketen.

Eine Waffenruhe im Libanon ist laut ZDF-Korrespondent Thomas Reichart eine wichtige Voraussetzung für eine Lösung im Krieg zwischen Iran, Israel und den USA. Trump suche einen Weg aus dem Krieg, so Reichart. "Und diese Waffenruhe im Libanon ist für ihn ein erster wichtiger Schritt."

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Quelle: Reuters, AFP, ZDF, KNA, dpa
Über dieses Thema berichtete das ZDF am 16.04.2026 in den heute-Nachrichten ab 19 Uhr.

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