Freigabe der Straße von Hormus:Trump verlängert Ultimatum an Iran zum zweiten Mal
US-Präsident Donald Trump hat sein Ultimatum an Iran zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage verlängert. Er verweist auf "sehr gut" vorankommende Verhandlungen mit Teheran.
Der iranische Außenminister Araghtschi hat Verhandlungen mit den USA bestritten. "Teheran verspürt keine Eile, in Verhandlungen einzutreten", so ZDF-Korrespondentin Phoebe Gaa.
26.03.2026 | 1:47 minUS-Präsident Donald Trump hat sein Ultimatum an Iran zur Freigabe der Straße von Hormus erneut verlängert. Bis zum 6. April um 20.00 Uhr (US-Ostküstenzeit, 7. April 2.00 Uhr deutscher Zeit) werde es keine Angriffe auf iranische Kraftwerke geben, kündigte Trump unter Verweis auf "sehr gute" Gespräche auf der Plattform Truth Social an.
Er komme damit einer Bitte der iranischen Regierung nach, erklärte Trump. Eigentlich wäre die von Trump gesetzte Frist am kommenden Samstag deutscher Zeit abgelaufen.
Die Gespräche laufen, und entgegen fehlerhafter Meldung der Fake-News-Medien und anderer, laufen sie sehr gut.
Donald Trump, US-Präsident
Teheran dementiert direkte Gespräche mit den USA
Trump hatte Iran erstmals am Samstag ultimativ zur Öffnung der Meerenge von Hormus aufgerufen und gedroht, andernfalls werde die US-Armee die iranischen Kraftwerke bombardieren.
Am Montag verlängerte er die Frist dann unter Verweis auf "sehr gute und fruchtbare" Verhandlungen mit Teheran um fünf Tage. Teheran dementierte dagegen jegliche direkten Gespräche mit den USA.
Über den hohen Ölpreis profitiert Russlands Wirtschaft vom Iran-Krieg. Die Preisaufschläge gleichen die Verluste durch Sanktionen nahezu aus. Der Kreml sieht sich gut aufgestellt.
26.03.2026 | 3:00 min15-Punkte-Plan der US-Regierung
Pakistan bestätigte am Donnerstag jedoch indirekte Verhandlungen unter Vermittlung Islamabads mit Unterstützung der Türkei, Ägyptens und weiterer "Bruderstaaten".
Ein dabei übermittelter 15-Punkte-Plan der US-Regierung sieht laut Medienberichten die Wiederöffnung der weitgehend gesperrten Straße von Hormus für den Schiffsverkehr sowie strikte Beschränkungen für das iranische Atomprogramm vor.
Im Gegenzug sollen demnach die Sanktionen gegen Iran aufgehoben werden.
Welchen Plan hat Washington zur Beendigung des Iran-Krieges? Dazu höre man in den USA "eigentlich bisher nur Widersprüchliches", berichtet ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen.
25.03.2026 | 1:22 minIran reagiert mit Gegenvorschlag
Die iranische Führung reagierte laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Tasnim mit einem Gegenvorschlag. Dieser fünf Punkte umfassende Plan sieht demnach ein Ende der "Aggression" gegen Iran, die Schaffung eines Mechanismus, der die USA und Israel von einem erneuten Krieg abhalten soll, finanzielle Wiedergutmachung für die Kriegsschäden und ein Ende der Angriffe auf pro-iranische Gruppen in der Region vor.
Zudem fordert die iranische Führung dem Tasnim-Bericht zufolge, dass ihr die Hoheit über die für den internationalen Schiffsverkehr wichtige Straße von Hormus zuerkannt wird. Die Forderungen des Iran gehen damit weit über die Angebote im 15-Punkte-Plan der USA hinaus.
Nur wenige Öl- und Gastanker passieren derzeit die von Iran blockierte Straße von Hormus. US-Präsident Trump fordert Unterstützung aus Europa, doch viele Staaten stellen sich gegen seinen Kurs.
17.03.2026 | 2:18 minTrump behauptet, Iran flehe die USA um ein Abkommen an, um den Krieg zu beenden. Teheran hat zwar wieder einige Schiffe die Straße von Hormus passieren lassen, verlangt nach Angaben des Generalsekretärs des Golfkooperationsrats, Dschasem Mohammed al-Budaiwi, jedoch mittlerweile eine Art Maut dafür.
Experten der Schifffahrtsseite "Lloyd’s List" berichteten, dass mindestens zwei Schiffe in chinesischen Yuan bezahlt hätten, um die Meerenge passieren zu können.
Steigende Preise für Benzin, Diesel und Kerosin setzen die Wirtschaft unter Druck. Laut Ministerin Reiche könnten bei anhaltendem Konflikt ab Frühjahr Engpässe drohen. Wie hoch ist das Risiko tatsächlich?
26.03.2026 | 2:13 minStraße von Hormus für weltweiten Ölhandel sehr wichtig
Iran hatte für den Fall von Angriffen auf seine Kraftwerke unter anderem Angriffe auf Energieanlagen in Golfstaaten angekündigt. Außerdem drohte Iran mit der vollständigen Schließung der Straße von Hormus, die für den weltweiten Ölhandel sehr wichtig ist.
Die Meerenge ist die einzige Verbindung des Persischen Golfs mit den Weltmeeren und gilt als eine der wichtigsten Routen der Seefahrt weltweit.
Die Menschen in Deutschland spüren die Auswirkungen der faktischen Blockade unter anderem beim Tanken, weil die Preise für Benzin und Diesel stark gestiegen sind. Experten vermuten, dass auch Lebensmittel teurer werden könnten.
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