Medienberichte:USA legen Iran offenbar Plan für Kriegsende vor
Washington legt Teheran Medienberichten zufolge einen 15-Punkte-Plan zum Ende des Krieges vor - mit strikten Auflagen für Irans Atomprogramm und die Öffnung der Straße von Hormus.
Iran dringt nach Darstellung von US-Präsident Trump auf ein Abkommen. Trump hatte zuvor angedrohte Angriffe verschoben und dies mit "sehr guten" Gesprächen begründet.
24.03.2026 | 1:53 minDie US-Regierung hat der iranischen Regierung Medienberichten zufolge einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Iran-Krieges vorgelegt. Der Vorschlag sei Teheran über die pakistanische Regierung übermittelt worden, die sich als Vermittler angeboten hatte, berichtete die "New York Times" am Dienstag unter Berufung auf zwei anonyme Beamte.
Der Plan sieht demnach strikte Beschränkungen für Teherans Atomprogramm und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus vor.
Öl- und Gasanlagen brennen, während Israel und die USA ihre Angriffe fortsetzen und Iran zurückschlägt. Deutschland und die EU bleiben außen vor. Doch auch die Menschen hier spüren die Folgen.
24.03.2026 | 8:11 minWaffenstillstand und Ende der Iran-Sanktionen
Der israelische Sender Channel 12 berichtete, die USA und Iran würden einen einmonatigen Waffenstillstand erklären, während dessen sie auf Grundlage des Vorschlags aus Washington verhandeln würden. Der Plan sieht demnach ein Ende jeglicher Urananreicherung auf iranischem Boden und die Übergabe des angereicherten Materials vor.
Der Iran solle zudem die Straße von Hormus wieder öffnen. Ein Regimewechsel in Teheran werde in dem US-Plan nicht gefordert.
Im Gegenzug sollen Channel 12 zufolge alle Sanktionen gegen Iran aufgehoben werden. Teheran soll außerdem Unterstützung bei der Entwicklung ziviler Atomenergie in Buschehr erhalten. Zuvor hatte die iranische Regierung Israel vorgeworfen, das dortige Atomkraftwerk angegriffen zu haben.
Das Weiße Haus und das US-Außenministerium äußerten sich zunächst nicht zu den Berichten.
"Es sieht alles danach aus, als suche Trump umbedingt nach einem Ausweg. Es wäre auch die letzte Ausfaht vor einer ganz großen Eskalation", so ZDF-Korrespondent, Elmar Thevessen.
24.03.2026 | 2:23 minIran dementiert Gespräche mit USA
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erneut von laufenden Verhandlungen mit Iran gesprochen. Die Gespräche fänden "genau jetzt" statt, sagte er im Weißen Haus. Daran seien Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio beteiligt sowie Trumps Sondergesandter Steve Witkoff und sein Schwiegersohn Jared Kushner.
Die iranische Führung hatte dementiert, dass es solche Gespräche mit den USA über ein mögliches Kriegsende gebe. Trump sagte dagegen, Teheran wolle dringend ein Abkommen schließen. Zur Bedingung hatte der Präsident unter anderem die vollständige Aufgabe des iranischen Atomprogramms gemacht.
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