Straße von Hormus: Iran lehnt internationale Minenräumung ab

Teheran kritisiert Vorstoß aus Paris:Straße von Hormus: Iran lehnt internationale Minenräumung ab

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Iran hat vor einem internationalen Einsatz zur Minenräumung in der Straße von Hormus gewarnt. Eine entsprechende Initiative Frankreichs bezeichnete Teheran als "Provokation".

Straße von Hormus (Archivfoto)

Iran sieht die Verantwortung für eine Minenräumung in der Straße von Hormus ausschließlich bei sich. (Symbolbild)

Quelle: dpa

Iran weist eine internationale Beteiligung an der Minenräumung in der Straße von Hormus entschieden zurück. Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi erklärte auf der Plattform X, der von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron vorgeschlagene Einsatz mit Partnerstaaten verstoße gegen das bestehende Rahmenabkommen.

Dieses sehe vor, dass die Verantwortung für die Minenräumung ausschließlich bei Iran liege, so der Vizeminister.

Iran kritisiert Frankreichs Vorschlag als "Provokation"

Laut Gharibabadi werde Teheran eine gemeinsame Operation niemals zulassen. Zudem warf er Paris vor, mit solchen Initiativen die ohnehin angespannte Lage in der strategisch wichtigen Meerenge im Persischen Golf durch zusätzliche "Provokationen" weiter zu belasten.

Ein Öltanker im Meer vor Kuwait aus der Ferne.

Iran und die USA haben sich erneut gegenseitig angegriffen – trotz vereinbarter Waffenruhe. Auch Israel und die mit Iran verbündete Hisbollah-Miliz bekämpfen sich weiterhin gegenseitig.

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Macron sprach beim Paris-Besuch des Sultans von Oman, Haitham bin Tarik, auch über die Straße von Hormus. "Wir haben beschlossen, gemeinsam mit unseren Partnern an der Minenräumung in der Meerenge mitzuwirken, um die Seewege zu sichern und eine freie und bedingungslose Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu gewährleisten", teilte Macron nach dem Treffen auf X mit.

Paris betont Bedeutung für freie Schifffahrt

Der Élysée-Palast veröffentlichte im Anschluss auch eine gemeinsame Erklärung, in der es hieß: "Die beiden Staatschefs betonten die Bedeutung der Wiederöffnung der Straße von Hormus und bekräftigten ihr Bekenntnis zur freien Schifffahrt ohne Bedingungen oder Einschränkungen, insbesondere zum Recht auf Transitdurchfahrt gemäß dem Seerecht. Die beiden Staatschefs kamen überein, mit allen Beteiligten zusammenzuarbeiten, um sich künftig für die Freiheit der Schifffahrt einzusetzen und gemeinsame Minenräumungsmaßnahmen durchzuführen."

Oman, Khasab: Handelsschiffe liegen in der Nähe von Khasab,

Mit der Iran-Vereinbarung der USA soll auch die Straße von Hormus geöffnet werden. Die deutsche Marine könnte die Meerenge sichern. Eine ihrer Stärken: Seeminen aufspüren und räumen.

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Auf Nachfrage präzisierte der Élysée-Palast nicht näher, ob Oman sich bereit erklärt habe, die von Frankreich und Großbritannien angeschobene Initiative zu einer internationalen Marine-Mission in der Straße von Hormus nach Ende aller Kampfhandlungen zu unterstützen, oder ob es darüber hinaus gehende Pläne von Frankreich und Oman gibt.

Straße von Hormus größter Streitpunkt zwischen Iran und USA

Die für den Welthandel wichtige Straße von Hormus ist einer der größten Streitpunkte zwischen Teheran und Washington, die am 17. Juni nach dreieinhalb Monaten Krieg in einem Rahmenabkommen die "unverzügliche" Einstellung aller Kämpfe vereinbart hatten. Derzeit laufen Verhandlungen, die binnen 60 Tagen zum Abschluss einer endgültigen Vereinbarung führen sollen. Iran sagte in dem Abkommen auch zu, Handelsschiffen für vorerst 60 Tage eine sichere und unentgeltliche Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu ermöglichen.

Die Grafik erklärt, welche Arten bei Seeminen gibt. Treibminen, Ankerminen und Grundminen

Für die Zeit danach hat Teheran jedoch Durchfahrtsgebühren in Aussicht gestellt. Die US-Regierung lehnt dies strikt ab und verweist darauf, dass es sich bei der Straße von Hormus um eine internationale Wasserstraße handele. Die Hauptschifffahrtsrouten liegen allerdings in iranischen und omanischen Hoheitsgewässern an den Küsten beider Länder.

Durch die nur rund 40 Kilometer breite Meerenge werden etwa 20 Prozent des globalen Rohöls transportiert. Eine Blockierung - sei es durch militärische Eskalation, Minen oder gezielte Störungen der Schifffahrt - hätte unmittelbare Folgen für die Weltwirtschaft.

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Quelle: dpa, AFP
Über den Iran-Krieg berichtet das ZDF fortlaufend, unter anderem bei heute Xpress am 29.06.2026 ab 09:00 Uhr und in den heute-Nachrichten am 28.06.2026 ab 17:00 Uhr.

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