Nach Trumps Kritik an Merz:Hegseth ordnet Abzug von 5.000 Soldaten aus Deutschland an
US-Verteidigungsminister Hegseth hat laut Pentagon den Abzug von 5.000 Soldaten aus Deutschland angeordnet. Der Abzug solle binnen sechs bis zwölf Monaten abgeschlossen sein.
US-Präsident Trump hatte bereits vor Tagen mit dem Abzug in Deutschland stationierter Soldaten gedroht. Hintergrund ist die Kritik von Bundeskanzler Merz am Vorgehen der USA im Iran-Krieg.
30.04.2026 | 0:26 minUS-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat nach Angaben seines Ministeriums den Abzug von 5.000 Soldaten aus Deutschland angeordnet. Der Abzug solle binnen sechs bis zwölf Monaten abgeschlossen sein, erklärte das Pentagon in einer schriftlichen Antwort gegenüber ZDFheute.
US-Präsident Donald Trump hatte einen Abzug vor einigen Tagen angedroht, ohne eine Zahl zu nennen. Zuvor hatte Bundeskanzler Friedrich Merz gesagt, die Iraner würden die USA in den Verhandlungen zur Beendigung des seit zwei Monaten andauernden Krieges demütigen.
Trump hielt noch im März an Truppen in Deutschland fest
Allerdings hatte sich auch schon in den Wochen davor das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen den USA und den meisten anderen Nato-Verbündeten weiter eingetrübt. Trump hatte westlichen Ländern vorgeworfen, die USA nicht bei ihrem Krieg gegen Iran unterstützt zu haben.
Erst im März hatte Trump dem Bundeskanzler nach dessen Angaben bei einem weiteren Besuch in Washington zugesagt, dass die USA an ihrer Truppenpräsenz in Deutschland festhalten wollten. "Das ist eine gute Nachricht, die ich aber auch anders nicht erwartet habe", sagte der CDU-Vorsitzende nach einem Treffen mit Trump.
Dass Trump so "hart austeilt", sei "ein Muster", so ZDF-Korrespondent David Sauer aus Washington, es ginge immer gegen Personen und Staaten, die Trump und den USA beim Krieg gegen Iran nicht folgen wollten.
29.04.2026 | 2:52 minNoch Ende 2025 waren 36.436 aktive US-Soldaten in Deutschland stationiert. Hinzu kommen 1.486 Reservisten und 11.416 zivile Mitarbeiter. In Europa ist Deutschland damit der mit Abstand wichtigste Standort der US-Armee, wie unsere Karte zeigt:
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Trump wollte schon einmal Truppen abziehen
Bereits in seiner ersten Amtszeit (2017 bis 2021) hatte Trump mit einer Reduzierung des Truppenkontingents in Deutschland gedroht. Damals hatte er einige Monate vor seinem Abschied aus dem Weißen Haus angekündigt, er wolle 12.000 der damals rund 35.000 US-Soldaten aus Deutschland abziehen.
Mehrere Tausend davon sollten innerhalb von Europa verlegt werden, andere sollten in die USA zurückkehren. Trump beschrieb das Vorhaben damals als Strafaktion für die aus seiner Sicht mangelnden deutschen Militärausgaben. Sein Nachfolger Joe Biden stoppte die Pläne dann nach seinem Amtsantritt.
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