Griechenland: Tote bei Kollision mit Migrantenboot - Suche läuft

Vor griechischer Insel Chios:Migrantenboot kollidiert mit Küstenwache - mehrere Tote

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Drama vor der Insel Chios: Bei der Kollision eines Migranten-Schnellboots mit einem Schiff der griechischen Küstenwache sterben 15 Menschen. Die Suche nach Vermissten läuft noch.

Griechenland Tote Migranten nach Bootsunfall

Vor der griechischen Insel Chios ist ein Schiff der Küstenwache mit einem Flüchtlingsboot zusammengestoßen, mindestens 15 Migranten wurden getötet. Noch ist unklar, woher die Menschen stammen.

04.02.2026 | 0:22 min

Nach einer Kollision zwischen einem Schnellboot mit Migranten und einem Patrouillenboot der Küstenwache von Griechenland vor der Insel Chios ist weiter nach möglichen Vermissten gesucht worden. Bei dem Zusammenstoß waren mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. Ein Patrouillenboote der Küstenwache und ein Hubschrauber halten immer noch Ausschau nach weiteren Opfern in der östlichen Ägäis.

Tote und Schwerverletzte geborgen

Die Leichen von 14 Menschen - elf Männern und drei Frauen - wurden aus dem Meer geborgen, wie die Küstenwache mitteilte. Eine verletzte Frau sei später im Krankenhaus gestorben. Zwei gerettete schwangere Frauen mussten operiert werden, ihre ungeborenen Babys waren jedoch bereits tot. Das sagte der Arzt Ioannis Manafis, zugleich auch Bürgermeister der Inselhauptstadt, im griechischen Rundfunk.

Migration

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Zunächst war unklar, wie viele Menschen sich in dem Migrantenboot befunden hatten. Mehr als 20 Migranten wurden bei der Kollision verletzt und auf Chios ins Krankenhaus gebracht, darunter elf Kinder. Auch zwei Offiziere der Küstenwache waren unter den Verletzten, wie diese mitteilte.

Details zur Kollision unklar

Ebenfalls unklar ist, wie es zu dem Zusammenstoß gekommen ist. Laut Küstenwache war eines ihrer Patrouillenboote am Abend vorher auf das Schnellboot mit den Migranten getroffen, das ohne Scheinwerfer in Richtung Chios unterwegs gewesen sei. Das Schnellboot habe trotz Signalen der Küstenwachen-Crew nicht angehalten und stattdessen den Kurs gewechselt. Dadurch sei es mit dem Patrouillenboot zusammengestoßen und gekentert.

Laut einem Behördenvertreter sei das Boot, das von der nahen türkischen Küste kam, zuvor bereits zum Umkehren aufgefordert worden. Die genauen Umstände der Kollision ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Die Küstenwache veröffentlichte Fotos, auf denen Anzeichen eines Zusammenpralls an der rechten Seite des Küstenwachenschiffs zu erkennen waren.

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Viele wagen die kurze, aber gefährliche Überfahrt von der türkischen Küste zu nahegelegenen griechischen Inseln in Schlauchbooten oder kleinen Booten - unter oft widrigen Bedingungen. Häufig kommt es dabei zu tödlichen Unglücken. Griechenland hat gemeinsam mit mehreren anderen EU-Staaten seine Einwanderungspolitik zuletzt verschärft.

Im Dezember arbeitete die Europäische Union an einer umfassenden Reform ihres Migrationssystems, unter anderem mit dem Ziel, Abschiebungen zu beschleunigen und die Zahl der Inhaftierungen zu erhöhen.

Quelle: dpa, Reuters
Über das Thema berichtete heute Xpress am 02.02.2026 um 07:00 Uhr.

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