Attentat auf russischen General: Zwei Verdächtige festgenommen

Russland wirft Ukraine Beteiligung vor:Moskau: Zwei Festnahmen nach Attentat auf russischen General

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Nach den Schüssen auf den russischen Geheimdienst-General Alexejew wurden zwei Verdächtige festgenommen. Moskau macht die Ukraine für die Tat mitverantwortlich.

Vor dem Wohngebäude an der Wolokolamskoje-Autobahn in Moskau, Russland, versammelten sich Menschen. Dort hatte ein unbekannter Angreifer das Feuer auf den russischen Generalleutnant des Verteidigungsministeriums, Wladimir Alexejew, eröffnet.

Nach dem Anschlag auf einen hochrangigen russischen General ist ein Verdächtiger nach Russland ausgeliefert worden. Der gebürtige Ukrainer hatte sich in Dubai aufgehalten.

08.02.2026 | 0:21 min

Zwei Tage nach dem Attentat auf den stellvertretenden Chef des russischen Militärgeheimdienstes präsentieren die Ermittler zwei Festnahmen. Aus Moskauer Sicht ist klar: Hinter den Schüssen auf Wladimir Alexejew steckt Kiew. Die Rede ist von einem "Terrorakt". Dabei ist es nicht der erste Angriff auf einen ranghohen russischen Militär in der jüngeren Vergangenheit.

Der 64-jährige Alexejew war am Freitag in einem Wohnhaus im Nordosten der russischen Hauptstadt Moskau angeschossen und schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht worden. Inzwischen ist er wieder bei Bewusstsein, wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass berichtete.

Russische Ermittler sprechen von Terrorakt

Nach Angaben des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB wurde der Täter in Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten festgenommen und nach Russland überstellt. Ein Komplize sei in Moskau festgenommen worden, eine weitere Komplizin sei in die Ukraine geflohen. In der Mitteilung hieß es, die Suche nach den Organisatoren dauere an. Außenminister Sergej Lawrow hatte bereits am Freitag Kiew beschuldigt, an der Tat beteiligt zu sein.

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Russische Ermittler konkretisierten die Vorwürfe nun. Der in Dubai festgenommene Verdächtige sei Ende Dezember 2025 im Auftrag ukrainischer Geheimdienste nach Moskau gekommen, um einen Terrorakt zu verüben, teilte das russische Ermittlungskomitee mit. Der Mann soll demnach zu Zeiten der Sowjetunion in Ternopil in der heutigen Ukraine geboren worden sein. Er sei russischer Staatsbürger.

Was über Alexejew bekannt ist

Der Anschlag kam einen Tag nach einer neuen Gesprächsrunde über ein Ende des Ukraine-Kriegs in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Dort leitete Alexejews unmittelbarer Vorgesetzter, Igor Kostjukow, für die russische Seite die Verhandlungen.

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Laut der Nachrichtenagentur Reuters koordinierte Alexejew in der Vergangenheit zudem die Beziehungen zwischen dem russischen Verteidigungsministerium und der russischen Söldner-Gruppe Wagner. Nach dem Aufstand der Wagner-Gruppe im Juni 2023 war es auch Alexejew, der mit dem damaligen Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin verhandelte.

Seit Jahren steht Alexejew auch auf westlichen Sanktionslisten - unter anderem wegen des Vorwurfs der Organisation von Cyberkriminalität und der Verbreitung des Nervenkampfstoffs Nowitschok im Zuge der Affäre um die versuchte Tötung des übergelaufenen Geheimdienstagenten Sergej Skripal in Großbritannien.

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Quelle: dpa, ZDF
Über dieses Thema berichteten mehrere Sendungen, etwa heute Xpress am 08.02.2026 ab 15:45 Uhr und ZDFheute Xpress am 06.02.2026 um 11:03 Uhr im Beitrag "Schüsse auf russischen General in Moskau".

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