Russland wirft Ukraine Beteiligung vor:Moskau: Zwei Festnahmen nach Schüssen auf russischen General
Nach den Schüssen auf den russischen Geheimdienst-General Alexejew wurden zwei Verdächtige festgenommen. Moskau macht die Ukraine für die Tat mitverantwortlich.
In Moskau ist ein hochrangiger russischer General angeschossen worden. Ein Unbekannter soll mehrere Schüsse auf Wladimir Alexsejew abgegeben haben und dann geflohen sein.
06.02.2026 | 0:24 minNach den Schüssen auf den stellvertretenden Chef des russischen Militärgeheimdienstes, Wladimir Alexejew, sind zwei Verdächtige festgenommen worden. Der Täter, demnach ein Russe mit Jahrgang 1960, sei in Dubai festgenommen und an Russland übergeben worden, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf den Inlandsgeheimdienst FSB.
Komplize in Moskau gefasst
Ein Komplize, ein 1959 geborener Russe, sei in Moskau gefasst worden. Eine weitere mutmaßliche Komplizin sei den Angaben nach in die Ukraine geflohen. Alexejew war nach Behördenangaben am Freitag in einem Wohnhaus im Nordosten von Moskau angeschossen worden und kam schwer verletzt ins Krankenhaus. Behörden leiteten ein Strafverfahren wegen versuchten Mordes ein. Der russische Außenminister Sergej Lawrow warf Kiew eine Beteiligung an der Tat vor.
Bereits acht solcher Anschläge auf russische Generäle gab es zuletzt, sagt ZDF-Korrespondent Armin Coerper nach dem letzten Vorfall im Dezember.
22.12.2025 | 0:53 minWas über Alexejew bekannt ist
Alexejew ist stellvertretender Leiter des russischen Militärgeheimdienstes GRU. Er gilt als einer der einflussreichsten Generäle Russlands. Sein Chef, Igor Kostjukow, leitet die russische Delegation bei den Verhandlungen in Abu Dhabi.
Laut der Nachrichtenagentur Reuters koordinierte Alexejew in der Vergangenheit zudem die Beziehungen zwischen dem russischen Verteidigungsministerium und der russischen Söldner-Gruppe Wagner. Nach dem Aufstand der Wagner-Gruppe im Juni 2023 war es auch Alexejew, der mit dem damaligen Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin verhandelte.
Seit Jahren steht Alexejew auch auf westlichen Sanktionslisten - unter anderem wegen des Vorwurfs der Organisation von Cyberkriminalität und der Verbreitung des Nervenkampfstoffs Nowitschok im Zuge der Affäre um die versuchte Tötung des übergelaufenen Geheimdienstagenten Sergej Skripal in Großbritannien.
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