Selenskyj spricht von erstem Schritt:Russland und Ukraine tauschen Gefangene aus
In einem ersten Schritt eines größeren Austauschs haben Russland und die Ukraine dem anderen jeweils 205 Kriegsgefangene überlassen. Rund 800 weitere sollen folgen.
Mehr als 200 ukrainische Soldaten dürfen nach langer Kriegsgefangenschaft wieder in ihre Heimat. Kiew ließ ebenso viele russische Gefangene frei.
15.05.2026 | 1:02 minRussland und die Ukraine haben nach übereinstimmenden Angaben jeweils 205 Kriegsgefangene ausgetauscht. Es sei der erste Schritt eines größeren Austauschs von 1.000 Gefangenen jeder Seite, teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf der Plattform X mit. "Wir werden weiter um jeden kämpfen, der noch in Gefangenschaft ist."
Die heimkehrenden russischen Soldaten seien auf dem Gebiet von Belarus, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit und dankte den Vereinigten Arabischen Emiraten für Vermittlung bei der Aktion.
Gefangenenaustausch Teil der Waffenruhe
Der Austausch von jeweils 1.000 Kriegsgefangenen war Teil der Vereinbarung über eine dreitägige Waffenruhe vom 9. bis 11. Mai, vermittelt von US-Präsident Donald Trump. Die Feuerpause schützte vor allem die Militärparade zum russischen Weltkriegsgedenken am 9. Mai.
Danach hielt Kremlchef Wladimir Putin der Ukraine vor, sie habe die Listen von Gefangenen nicht schnell genug vorgelegt. Selenskyj wies dies zurück und forderte die USA als Vermittler auf, auf den versprochenen Austausch zu drängen.
Nach schweren russischen Angriffen mit Drohnen und Raketen auf die Ukraine in der Nacht auf Freitag gibt es viele Tote und Verletzte.
15.05.2026 | 2:29 minUkraine und Russland tauschen auch Gefallene aus
In den mehr als vier Jahren des russischen Angriffskriegs haben beide Seiten bereits Tausende Gefangene ausgetauscht. Zuletzt fand dies immer an der Grenze zwischen der Ukraine und Belarus statt.
Weil An- und Abtransport der Soldaten schwierig sind, sind auch früher größere Austausche in mehrere Etappen aufgeteilt worden. Russische Quellen sprachen der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge davon, dass auch Leichen ausgetauscht werden sollten.
Moskau gebe 526 tote ukrainische Soldaten zurück und bekomme 41 russische Leichen. Bei diesen Austauschaktionen ist die Zahl toter Ukrainer in den vergangenen Jahren immer deutlich höher gewesen. Als Grund gilt, dass die russische Armee ständig vorgerückt ist und die abziehende ukrainische Armee ihre Toten oft nicht bergen konnte.
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