Gipfel in Brüssel:EU verlängert Russland-Sanktionen erstmals um zwölf Monate
Die Europäische Union hat sich bei ihrem Treffen in Brüssel auf eine Verlängerung der Sanktionen gegen Russland geeinigt - länger als zuvor.
Auf dem EU-Gipfel in Brüssel sprechen die Staats- und Regierungschefs über das Abkommen zum Ende des Iran-Krieges aber auch über die Ukraine und Russland. ZDF-Korrespondentin Isabelle Schaefers berichtet.
18.06.2026 | 1:12 minDie EU verlängert ihre Wirtschaftssanktionen gegen Russland erstmals nicht nur um sechs, sondern um zwölf Monate. Eine entsprechende Entscheidung trafen die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten am Abend bei ihrem Juni-Gipfel in Brüssel, wie eine Sprecherin von Ratschef António Costa mitteilte.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nahm am Donnerstagabend an den Beratungen der 27 Staats- und Regierungschefs teil, nachdem er in Brüssel bereits an einem Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe unter Leitung Großbritanniens und Deutschlands beigewohnt hatte. Die europäischen Verbündeten forderte er bei der Gelegenheit zu weiterer Unterstützung beim Ausbau der Luftabwehr seines Landes auf.
Selenskyj fordert mehr Druck auf Russland
"Wir haben die Mittel, und sie sind stark genug, um Russland auf einen Kurs zu bringen, auf dem Diplomatie die einzige Option ist", sagte Selenskyj. Die EU müsse mehr Druck auf Russland ausüben, "damit es sich an den Verhandlungstisch setzt", forderte auch die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas.
Optimismus schöpfen die Europäer auch aus den Ergebnissen des G7-Gipfels im französischen Évian, der am Mittwoch zu Ende gegangen war. Die Unterstützung der Ukraine durch die G7-Länder inklusive der USA sei "so stark wie selten zuvor", hatte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Anschluss festgestellt. In ihrer Gipfelerklärung hatten die G7 unter anderem neue Sanktionen gegen Russland angekündigt.
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