USA greifen wieder mutmaßliches Drogenboot an - Drei Tote

Ostpazifik:USA greifen wieder mutmaßliches Drogenboot an - Drei Tote

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Die USA haben im östlichen Pazifik erneut ein mutmaßliches Drogenboot angegriffen. Es soll auf einer bekannten Drogenhandelsroute unterwegs gewesen sein. Drei Menschen starben.

Screenshot eines von der US-Regierung auf X geteilten Videos, in dem ein Drogenboot vom US-Militär zerstört wird.

Bei einem Angriff des US-Militärs auf ein mutmaßliches Drogenboot im Ostpazifik sind drei Männer getötet worden. Das zuständige Kommando sprach auf X von "Drogen-Terroristen".

31.05.2026 | 0:13 min

Das US-Militär hat im östlichen Pazifik erneut ein mutmaßliches Drogenboot angegriffen und dabei nach eigenen Angaben drei Menschen getötet. Das Boot sei auf bekannten Schmuggelrouten unterwegs gewesen und für den Drogenhandel eingesetzt worden, erklärte das für Lateinamerika zuständige US-Südkommando im Onlinedienst X.

"Bei dieser Aktion wurden drei männliche Narko-Terroristen getötet", erklärte das Südkommando weiter. US-Soldaten seien nicht zu Schaden gekommen.

Zu dem Beitrag veröffentlichte das US-Militär Schwarz-Weiß-Aufnahmen, auf denen ein Boot auf offener See zu sehen ist, das kurz darauf von einer schweren Explosion erfasst wird.

US-Militär greift seit Herbst Boote in der Karibik und im östlichen Pazifik an

Die US-Armee hatte Anfang September den Militäreinsatz "Southern Spear" begonnen. US-Präsident Donald Trump erklärt, Washington befinde sich faktisch im Krieg mit Drogenkartellen in Lateinamerika. Seit Beginn des Einsatzes in der Karibik und im östlichen Pazifik wurden nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP inzwischen mehr als 200 Menschen bei Angriffen auf Boote getötet.

Mutmaßliches Drogenboot

Die US-Streitkräfte greifen immer wieder mutmaßliche Drogenboote im Ostpazifik an. Auch Anfang Mai starben dabeo zwei Männer.

09.05.2026 | 0:15 min

Die US-Regierung hat bislang jedoch keine eindeutigen Belege dafür vorgelegt, dass die angegriffenen Schiffe tatsächlich in den Drogenhandel verwickelt waren.

Kritik am Vorgehen der USA

Juristen und Menschenrechtsgruppen kritisieren, die Angriffe könnten außergerichtliche Tötungen darstellen, weil sie sich offenbar gegen Zivilisten richteten, die keine unmittelbare Bedrohung für die USA darstellten.

Die Vereinigten Staaten haben ein großes Drogenproblem, für das sie ausländische Schmuggler verantwortlich machen.

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Quelle: AFP, dpa, Reuters
Über dieses Thema berichtete heute Xpress am 31.05.2026 ab 09:57 Uhr.
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