Trump über Kuba: "Übernahme" oder "Befreiung"

Spannungen zwischen USA und Karibikstaat:Trump: "Glaube, mir wird die Ehre zuteil, Kuba zu übernehmen"

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US-Präsident Donald Trump spricht deutlich von einer möglichen "Übernahme" oder "Befreiung" Kubas. Er könne mit dem Land machen, was er wolle, sagte er im Weißen Haus.

Donald Trump spricht im Oval Office.

US-Präsident Trump hat angekündigt, sich nach Ende des Iran-Konflikts mit Kuba befassen zu wollen. Das Land, das unter US-Sanktionen und massiven Stromausfällen leidet, wolle unbedingt einen Deal.

06.03.2026 | 0:20 min

US-Präsident Donald Trump hat unter dem Eindruck der Spannungen zwischen den USA und Kuba eine "Übernahme" des sozialistischen Landes angedeutet.

Er glaube, dass er die Ehre haben werde, Kuba zu übernehmen, sagte der Republikaner vor Journalisten im Weißen Haus und erläuterte weiter: in irgendeiner Form - ob er das Land befreie oder übernehme. "Ich kann damit machen, was ich will", sagte Trump. Konkreter wurde er nicht.

Ein Mann gibt einem Mädchen auf der Straße während eines Stromausfalls in Havanna einen Löffel Suppe.

Auf Kuba ist erneut großflächig der Strom ausgefallen. Ursache war ein Feuer in einem Wärmekraftwerk - Millionen Menschen sind betroffen.

05.03.2026 | 0:17 min

Trump über Kuba: "Sie haben gar nichts"

Der US-Präsident sagte über Kuba:

Es ist ein gescheiterter Staat. Sie haben kein Geld, sie haben kein Öl, sie haben gar nichts. Sie haben schönes Land.

US-Präsident Donald Trump

Und: "Es ist eine wunderschöne Insel." Kuba habe lange Zeit sehr gewalttätige Anführer gehabt, fügte Trump hinzu. Fidel Castro sei ein sehr gewalttätiger Anführer gewesen, auch seine Brüder seien äußerst gewalttätig. "So regieren sie. Sie regieren mit Gewalt."

Die wirtschaftlich schwer angeschlagene Karibikinsel steht unter erhöhtem Druck aus Washington. Trump hatte Kubas Zugang zu Öl durch eine Blockade und Zolldrohungen gegen Öllieferanten weitgehend gestoppt.

Ein Bicitaxi in einer Straße von Havanna.

Kuba kämpft mit einer massiven Treibstoffkrise. US-Präsident Trump hat die für den Karibikstaat lebenswichtigen Öl-Lieferungen aus Venezuela gestoppt.

14.02.2026 | 1:33 min

Beziehungen zwischen USA und Kuba seit 1959 angespannt

Die Beziehungen zwischen Havanna und Washington sind seit der sozialistischen Revolution unter Fidel Castro 1959 angespannt.

Unter Trump übte die US-Regierung erhöhten Druck aus - besonders nach dem Coup der USA in Venezuela, dort wurde im Januar der autoritäre Präsident Nicolás Maduro in der Hauptstadt Caracas festgenommen und nach New York ausgeflogen. Damit brach einer der wichtigsten Unterstützer Kubas weg.

Venezuela hatte Kuba vor allem mit Öl beliefert. Kuba und die USA führen zugleich miteinander formelle Gespräche, wie beide Seiten bestätigten. Kürzlich hatte Trump gesagt:

Kuba befindet sich in den letzten Augenblicken seines bisherigen Bestehens. Es wird ein neues Leben beginnen.

US-Präsident Donald Trump

Menschen gehen am 8. Februar 2026 eine ruhige Straße in Havanna entlang.

Um in der Energiekrise Brennstoffe zu sparen, hat Kubas Regierung in allen staatlichen Betrieben eine Vier-Tage-Woche angeordnet. Außerdem wird etwa Benzin für Busse und Züge eingeschränkt.

09.02.2026 | 0:31 min

Landesweiter Stromausfall in Kuba

In ganz Kuba ist am Montag der Strom ausgefallen. Das Energieministerium teilte auf der Plattform X mit, die "vollständige Unterbrechung" des Stromnetzes werde untersucht.

Präsident Miguel Díaz-Canel hatte am Freitag erklärt, dass die Insel wegen einer Blockade der USA seit mehr als drei Monaten keine Öllieferungen mehr erhalten habe und derzeit mit Solarenergie, Erdgas und thermoelektrischen Kraftwerken versorgt werde.

Durch einen großflächigen Stromausfall vor mehr als einer Woche waren im Westen der Insel bereits Millionen Menschen ohne Strom gewesen. US-Präsident Donald Trump hatte im Januar mit Zöllen gegen jedes Land gedroht, das Öl an Kuba verkauft oder liefert.

Quelle: dpa, AP
Über dieses Thema berichtete heute Xpress am 06.03.2026 ab 8:30 Uhr.

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