Kuba: Spanien plant Hilfe

US-Embargo verschärft Wirtschaftskrise:Auch Spanien plant Hilfe für Kuba

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Kuba leidet unter einer Wirtschaftskrise, verschärft durch die US-Ölblockade. Nach Mexiko will auch Spanien helfen. US-Präsident Trump schließt derweil einen Militäreinsatz aus.

Menschen fahren in einem elektrischen Dreirad durch die Straßen von Havanna, Kuba.

Spanien will die Insel Kuba mit humanitärer Hilfe unterstützen. Grund dafür ist die wirtschaftliche Lage des Staats, die sich wegen der Öl-Blockade durch die USA weiter verschärft.

17.02.2026 | 0:25 min

Spanien will Kuba nach eigenen Angaben humanitäre Hilfe schicken. Nutzen will das Land dabei Kanäle der UN. Das Außenministerium teilte mit:

Spanien wird Kuba über das System der Vereinten Nationen humanitäre Hilfe in Form von Lebensmitteln und wichtigen medizinischen Produkten zur Verfügung stellen.

Spanisches Außenministerium

Bei einem Treffen am Montag hätten der spanische Außenminister José Manuel Albares und sein kubanischer Kollege Bruno Rodríguez über "die aktuelle Lage in Kuba" gesprochen, erklärte das spanische Außenministerium, ohne Einzelheiten zu nennen.

Kuba in Wirtschaftskrise durch US‑Blockade

Mexiko hatte zuvor bereits 800 Tonnen humanitäre Hilfe nach Kuba geliefert. Zwei Marineschiffe mit Hilfsgütern trafen in der vergangenen Woche in dem Karibikinselstaat ein.

Die Wirtschafts- und Energiekrise in Kuba hat sich durch die US-Blockade von Öllieferungen massiv verschärft. Die USA hatten nach der Gefangennahme und Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro Anfang Januar Venezuelas Öllieferungen an Kuba einstellen lassen. Venezuela war der wichtigste Öllieferant für Kuba. 

US-Präsident Donald Trump vor einem Gebäude mit der Kuba-Flagge.

Kuba leidet unter einer Energiekrise - verschärft durch die US-Blockade von Öllieferungen. Was dahinter steckt - ZDFheute live mit Politikwissenschaftler Bert Hoffmann.

16.02.2026 | 17:02 min

Trump: Militäreinsatz gegen Kuba nicht nötig

US-Präsident Donald Trump hat derweil erklärt, dass er einen US-Militäreinsatz gegen die Regierung in Kuba für nicht notwendig halte. Auf die Frage, ob Washington die kubanische Regierung ähnlich wie die venezolanische Anfang des Jahres mit einem Militäreinsatz absetzen werde, antwortete Trump am Montag vor Journalisten:

Ich glaube nicht, dass das notwendig sein wird.

Donald Trump, US-Präsident

Kuba sei "ein gescheiterter Staat", sagte der US-Präsident. Er drängte Havanna, ein Abkommen mit den USA zu schließen. Mit Blick auf die Treibstoffknappheit sprach Trump außerdem von einer "humanitären Bedrohung".

Ein Bicitaxi in einer Straße von Havanna.

Kuba kämpft mit einer massiven Treibstoffkrise. US-Präsident Trump hat die für den Karibikstaat lebenswichtigen Öl-Lieferungen aus Venezuela gestoppt.

14.02.2026 | 1:33 min

US-Präsident verschärft Druck auf Kuba

Ende Januar verschärfte Trump den wirtschaftlichen Druck auf Kuba weiter. Staaten, die Erdöl an das Land liefern, drohte er in einem Dekret mit zusätzlichen US-Zöllen.

Kuba hat bereits mit häufigen Stromausfällen sowie Lebensmittel- und Medikamentenknappheit zu kämpfen. Die Regierung hat deshalb Notfallmaßnahmen angeordnet, darunter Beschränkungen für den Treibstoffverkauf und Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr.






Quelle: AFP
Über das Thema berichtete heute Xpress in dem Beitrag: "Spanien plant humanitäre Hilfe für Kuba" am 17.02.206 ab 06:30 Uhr.

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