Kuba stoppt Flugzeugbetankung für einen Monat

Energiekrise im Karibikstaat:Kuba setzt Betankung von Flugzeugen für einen Monat aus

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Angesichts der Energiekrise und des Drucks aus den USA stoppt Kuba für einen Monat die Betankung von Flugzeugen. Airlines müssen zum Tanken auf andere Länder ausweichen.

Menschen gehen am 8. Februar 2026 eine ruhige Straße in Havanna entlang.

Um in der Energiekrise Brennstoffe zu sparen, hat Kubas Regierung in allen staatlichen Betrieben eine Vier-Tage-Woche angeordnet. Außerdem wird etwa Benzin für Busse und Züge eingeschränkt.

09.02.2026 | 0:31 min

Angesichts des wachsenden Drucks der USA und der verschärften Energiekrise in Kuba setzt die Regierung in Havanna die Betankung von Flugzeugen vorübergehend aus. Die französische Fluglinie Air France teilte der Nachrichtenagentur AFP am Sonntagabend mit, die kubanische Luftfahrtbehörde habe sie informiert, dass ab Dienstag für einen Monat keine Betankung auf der Karibikinsel mehr möglich sein werde. Flugzeuge müssten nach dem Abflug von Kuba anderswo zwischenlanden, um zu tanken.

Angesichts der Energiekrise hatte die kubanische Regierung bereits am vergangenen Wochenende drastische Notfallmaßnahmen angekündigt. In staatlichen Unternehmen wird etwa die Vier-Tage-Woche eingeführt.

Ein Mann wartete an einer Tankstelle in Havana.

Mexiko hatte vergangene Woche humanitäre Hilfe für Kuba angekündigt. So soll eine Notlage der Bevölkerung verhindert werden. Die USA hatten Staaten, die Kuba mit Öl beliefern, mit Zöllen gedroht – auch Mexiko.

02.02.2026 | 0:20 min

Trump hat neben Venezuela auch Kuba im Visier

Zudem werden der Benzinverkauf und der Bus- und Zugverkehr eingeschränkt. Weitere Sparmaßnahmen sehen verkürzte Schultage sowie eine reduzierte Anwesenheitspflicht in Universitäten vor. Auch einige touristische Einrichtungen bleiben geschlossen. Durch die ab dem heutigen Montag geltenden Vorgaben solle Kraftstoff eingespart werden, um "die Lebensfähigkeit unseres Landes und die Grundversorgung zu gewährleisten".

Nach der Gefangennahme des linksnationalistischen venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro zu Jahresbeginn bei einem US-Militäreinsatz hatte US-Präsident Donald Trump deutlich gemacht, dass er auch andere Länder in der Region im Visier hat - darunter Kuba. Trump ließ die Öllieferungen aus Venezuela nach Kuba unterbinden, von denen das Land in hohem Maße abhängig war. Er rate Havanna "dringend, einen Deal abzuschließen, bevor es zu spät ist", warnte der US-Präsident.

Kubaner in Havanna nehmen an einer Solidaritätskundgebung mit Venezuela teil, nachdem die USA Präsident Nicolas Maduro gefangen genommen und aus Venezuela ausgeflogen haben.

Mehrere lateinamerikanische Regierungen haben den US-Militäreinsatz in Venezuela kritisiert. In Kuba gingen Zehntausende gegen die gewaltsame Entmachtung von Präsident Maduro auf die Straße.

04.01.2026 | 0:18 min

Mexiko bietet seine Hilfe an

Ende Januar verschärfte Trump den wirtschaftlichen Druck auf Kuba weiter: Staaten, die Erdöl an das Land liefern, drohte er in einem Dekret mit zusätzlichen US-Zöllen. Am vergangenen Sonntag hatte Trump erklärt, dass seine Regierung derzeit mit den "höchsten Vertretern" in Havanna über ein Abkommen spreche. Die kubanische Regierung teilte daraufhin mit, es gebe Kontakte mit Washington, von einem Dialog könne jedoch nicht die Rede sein.

Mexiko kündigte am Freitag humanitäre Hilfe für Kuba an. Ihre Regierung bereite eine Schiffslieferung vor, die vor allem Lebensmittel und weitere von Havanna erbetene Güter auf die Karibikinsel bringen solle, sagte Präsidentin Claudia Sheinbaum vor Journalisten. Das Schiff werde spätestens Montag auslaufen.

Zudem liefen "diplomatische Bemühungen", die Öllieferungen nach Kuba ermöglichen sollen, ohne dass die USA Mexiko durch Sanktionen bestraften, sagte Sheinbaum. Für Kuba ist der Wegfall des wichtigsten Lieferanten existenzbedrohend: Der Internationalen Energieagentur (IEA) zufolge beruhte die Stromversorgung des Landes im Jahr 2023 zu 83 Prozent auf Öl und zu knapp 13 Prozent auf Erdgas.

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13.01.2026 | 61:07 min

Viele Stromausfälle im Karibikstaat

Das kommunistisch regierte Kuba steckt in seiner schlimmsten Wirtschaftskrise seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Seit Ende 2024 gab es fünf landesweite Stromausfälle, die teilweise mehrere Tage dauerten.

Immer wieder haben die Menschen mit Blackouts zu kämpfen, die mitunter mehr als 20 Stunden dauern. Der nur etwa 145 Kilometer von der Südspitze des US-Bundesstaats Florida entfernte Karibikstaat unterliegt seit 1962 einem US-Wirtschaftsembargo.

Quelle: AFP
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress in dem Beitrag "Kuba: Vier-Tage-Woche gegen die Energiekrise" am 09.02.2026 um 12:15 Uhr.
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