Wie Deutschland die Ukraine im Krieg unterstützt - ein Überblick

Vier Jahre russischer Angriffskrieg :So unterstützt Deutschland die Ukraine

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Waffen, Geld, Turbinen, Arznei: Deutschland steht der Ukraine, die sich seit vier Jahren gegen die russischen Angreifer verteidigt, zur Seite. Ein Überblick über die Hilfen.

Präsident Selenskyj und Kanzler Merz auf der Münchner Sicherheitskonferenz am 13. Februar 2026.

Präsident Selenskyj (l.) und Kanzler Merz auf der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar: Deutschland ist nach den USA der größte militärische Unterstützer der Ukraine.

Quelle: Imago

An diesem Dienstag jährt sich der Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine zum vierten Mal. Wegen massiver internationaler Unterstützung ist es dem Land bislang gelungen, dem Angriff standzuhalten. Wie und in welchem Volumen Deutschland bislang Hilfe leistete - ein Überblick.

Militärische Unterstützung

Deutschland ist nach den USA der größte militärische Unterstützer der Ukraine. Einer Datenbank des Kiel Instituts zufolge leistete die Bundesrepublik bis zum 31. Dezember 2025 Militärhilfe im Wert von rund 20 Milliarden Euro. Dazu gehören sowohl direkte Abgaben aus Bundeswehrbeständen als auch Lieferungen aus der Industrie, welche die Bundesregierung finanziert. Die USA liegen mit fast 65 Milliarden Euro vor Deutschland.

Ein vom Pressedienst der 93. Separaten Mechanisierten Brigade „Kholodnyi Yar“ der ukrainischen Streitkräfte zur Verfügung gestelltes Foto zeigt den Ort des russischen Beschusses eines Wohngebiets in der Stadt Kramatorsk in der Region Donezk, Ukraine, am 8. Februar 2026 während der anhaltenden russischen Invasion. Russische Truppen drangen am 24. Februar 2022 in ukrainisches Gebiet ein und lösten damit einen Konflikt aus, der Zerstörung und eine humanitäre Krise zur Folge hatte.

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Die Bandbreite der Unterstützung umfasst dabei Luftabwehrsysteme, Panzer sowie Gewehre und Schutzhelme. Die Ampel-Koalition machte die konkreten Lieferungen noch öffentlich, die aktuelle schwarz-rote Regierung stellte dies jedoch ein. Die Geheimhaltung soll angeblich verhindern, dass Russland Vorteile aus den Informationen ziehen kann. Die Bundeswehr hat seit Kriegsbeginn zudem mehr als 25.000 ukrainische Soldatinnen und Soldaten in Deutschland ausgebildet.

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Humanitäre Hilfe

In der Ukraine mangelt es an fast allem, was Menschen zum Überleben brauchen: Heizung, Wasser, Lebensmittel, Strom, Medikamente. Neben der militärischen ist deshalb vor allem die humanitäre Hilfe wichtig. Dafür hat die Bundesregierung laut Kiel Institut bislang 3,6 Milliarden Euro ausgegeben. Die USA stehen hier mit 3,4 Milliarden Euro auf Platz zwei. Zur bilateralen Hilfe kommt noch die durch die EU, die Deutschland als Mitgliedsstaat mitfinanziert.

Angesichts eisiger Temperaturen und Angriffen Russlands auf die ukrainische Energieversorgung stellt Deutschland aktuell verstärkt Turbinen, Generatoren und weitere Ersatzanlagen bereit. So wurden zum Beispiel erst kürzlich mobile Blockheizkraftwerke übergeben. Warme Kleidung, Schlafsäcke sowie Hygieneartikel und Haushaltswaren werden ebenfalls verteilt.

Finanzhilfen und Investitionen

Die Bundesregierung unterstützt die Ukraine auch finanziell. Darlehen und andere Finanzhilfen für die ukrainische Regierung belaufen sich dabei laut Kiel Institut bislang auf 1,45 Milliarden Euro. Hinzu kommt auch hier die von Deutschland mitfinanzierte Finanzhilfe der EU.

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Mit weiteren Instrumenten will Deutschland die wirtschaftliche Stabilität der Ukraine fördern. So vergibt die staatliche KfW-Förderbank zum Beispiel günstige Darlehen für deutsche Unternehmen, die in der Ukraine investieren. Und das Bundeswirtschaftsministerium fördert mithilfe eines speziellen Programms die Zusammenarbeit von deutschen und ukrainischen Unternehmen.

Sozialleistungen für Geflüchtete

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Bisher hatten die Geflüchteten einen Anspruch auf das Bürgergeld, bald nur noch auf die niedrigeren Sätze nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Die Änderung soll alle Ukrainerinnen und Ukrainer betreffen, die nach dem 31. März 2025 eingereist sind. Mit den Plänen befasst sich gerade der Bundestag. Betroffene Geflüchtete bekommen zudem eine medizinische Grundversorgung, die aus Steuermitteln finanziert wird.

Gesundheit: So werden Verletzte versorgt

Die Bundesrepublik hat bisher laut Gesundheitsministerium rund 1.700 ukrainische Kranke und Verletzte evakuiert, die hierzulande in Kliniken behandelt werden.

Deutschland spendet zudem medizinische Hilfsgüter und fördert Projekte zur Stärkung der Gesundheitsversorgung in der Ukraine. Dabei geht es unter anderem um Klinikpartnerschaften, die psychosoziale Unterstützung und die telemedizinische Versorgung von Patientinnen und Patienten in der Ukraine.

Ein vom Pressedienst der 93. Separaten Mechanisierten Brigade „Kholodnyi Yar“ der ukrainischen Streitkräfte zur Verfügung gestelltes Foto zeigt den Ort des russischen Beschusses eines Wohngebiets in der Stadt Kramatorsk in der Region Donezk, Ukraine, am 08.02.2026 während der anhaltenden russischen Invasion.

Ein vom Pressedienst der 93. Separaten Mechanisierten Brigade „Kholodnyi Yar“ der ukrainischen Streitkräfte zur Verfügung gestelltes Foto zeigt den Ort des russischen Beschusses eines Wohngebiets in der Stadt Kramatorsk in der Ukraine.

Quelle: epa

Unterstützung beim Wiederaufbau der Ukraine

Der Krieg ist noch nicht zu Ende, trotzdem wird bereits am Wiederaufbau der Ukraine gearbeitet. Konkret stellt Deutschland etwa Ausrüstung zur Räumung von Minen und Kampfmitteln bereit. Das Bundeskriminalamt (BKA) hilft bei der Spurensicherung und Dokumentation von Kriegsverbrechen.

Die Bundesregierung unterstützt Unternehmen, Stiftungen, Organisationen und weitere Akteurinnen und Akteure, die sich beim Wiederaufbau engagieren wollen. Die letzte Ukraine-Wiederaufbau-Konferenz fand in Berlin statt. Zudem berät die deutsche Regierung Kiew zu Reformen für den EU-Beitritt.

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Quelle: AFP
Über dieses Thema berichtete das heute journal am 22.02.2026 ab 23:05 Uhr.

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