Ex-Präsident vor US-Kongress:Bill Clinton zu Epstein-Affäre: "Habe nichts falsch gemacht"
In der Affäre um Jeffrey Epstein sagte nun auch Ex-US-Präsident Bill Clinton vor dem Kongress aus. Er weist Fehlverhalten zurück. Zuvor hatte bereits Ehefrau Hillary ausgesagt.
Vor ihrem Mann hatte bereits die ehemalige US-Außenministerin Hillary Clinton vor dem Kontrollausschuss des US-Kongresses ausgesagt. Sie bestritt Treffen mit Epstein.
27.02.2026 | 0:26 minDer frühere Präsident der USA, Bill Clinton, hat vor Kongressmitgliedern zu seinen einstigen Kontakten zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein ausgesagt. In einer Stellungnahme, die er am Freitag auf der Plattform X postete, teilte er mit Blick auf Epstein mit: "Ich habe nichts falsch gemacht". Er sei sich keiner Straftaten des Finanziers bewusst gewesen. "Wir sind nur hier, weil er es so gut so lange vor allen versteckt hat", teilte Clinton in der Stellungnahme mit.
Und als es mit seinem Schuldeingeständnis 2008 ans Licht kam, hatte ich schon lange den Kontakt zu ihm eingestellt.
Bill Clinton, früherer US-Präsident
Die Aussage fand am Freitag hinter verschlossenen Türen in Clintons Wohnort Chappaqua im US-Bundesstaat New York statt. Es ist das erste Mal seit Gerald Ford 1983, dass ein ehemaliger US-Präsident vor Mitgliedern des Kongresses aussagt. Bill Clinton wird kein Fehlverhalten im Zusammenhang mit Epstein vorgeworfen.
Im Zusammenhang mit der Epstein-Affäre gerieten die Clintons zuletzt immer mehr unter Druck.
27.01.2026 | 1:16 minEhefrau Hillary Clinton: Nichts von Missbrauch gewusst
Am Donnerstag hatte bereits seine Ehefrau, Ex-Außenministerin Hillary Clinton, ausgesagt. Clinton sagte Abgeordneten, sie habe nichts von den kriminellen Machenschaften des inzwischen verstorbenen Epstein gewusst, dem sexueller Missbrauch von Mädchen vorgeworfen wird. Zudem könne sie sich nicht daran erinnern, ihn getroffen zu haben.
Epstein-Ermittlungen: Bill Gates gibt zwei Affären zu. Weitere Trump-Akten sollen fehlen und Heidelberger Investor taucht in Dokumenten auf. ZDFheute live ordnet ein.
25.02.2026 | 30:30 minClinton taucht auf Fotos mit Epstein auf
Bill Clintons Verhältnis zu Epstein und dessen ehemaliger Freundin Ghislaine Maxwell in der Zeit zwischen Ende der 1990er und Anfang der 2000er Jahre ist öffentlich bekannt. In den vergangenen Wochen sind mehrere Fotos des Ex-Präsidenten in den Dokumenten zu den Ermittlungen gegen Epstein und Maxwell aufgetaucht, die vom US-Justizministerium veröffentlicht wurden.
Clinton war unter anderem in einem Flugzeug neben einer Frau sitzend zu sehen, deren Gesicht unkenntlich gemacht worden war. Er hatte seinen Arm um sie gelegt. Auf einem anderen Foto sind Clinton und Maxwell mit einer weiteren Person, deren Gesicht unkenntlich gemacht wurde, in einem Pool zu sehen.
Während Clintons Präsidentschaft war Epstein mehrere Male im Weißen Haus zu Besuch. Später unternahmen beide mehrere gemeinsame Auslandsreisen für Wohltätigkeitsarbeit.
Epstein Files: Der ehemalige Präsident Bill Clinton am Tisch mit Mick Jagger und Jeffrey Epstein.
Quelle: ImagoClinton: "Weiß, was ich nicht getan habe"
In einem vorab auf der Plattform X verbreiteten Statement erklärt Clinton, er hatte zu keinem Zeitpunkt "Ahnung von den Verbrechen, die Epstein beging". Weiter schreibt er in der Erklärung: "Egal wie viele Fotos Sie mir zeigen, am Ende zählen für mich zwei Dinge mehr als Ihre Interpretation dieser 20 Jahre alten Fotos."
Ich weiß, was ich getan habe, und - noch wichtiger - was ich nicht getan habe.
Bill Clinton, früherer US-Präsident
Er sei selbst in einem Haushalt mit häuslicher Gewalt aufgewachsen, so Clinton. Deshalb, so Clinton, hätte er "niemals in seinem Flugzeug gesessen", wenn er einen Verdacht gehabt hätte.
X-Post von Bill Clinton
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In den Files zum Fall des US-Sexualstraftäters Jeffrey Epstein tauchen viele bekannte Personen auf. Die Datenmenge ist riesig - wie viele Regale die Akten füllen würden, zeigt die 3D-Animation.
13.02.2026 | 1:01 minDemokraten fordern Aussage von Trump
Im Lager der Demokraten des Kongressausschusses wird die erzwungene Aussage von Bill Clinton als Präzedenzfall gesehen, der auch für Präsident Donald Trump gelten sollte. Auch dieser hatte Beziehungen zu Epstein.
Der republikanische Vorsitzende des Ausschusses, James Comer, sieht keinen Bedarf für eine Aussage Trumps.
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