Angriffe auf Kiew: Mehrere Tote - Höhlenkloster in Flammen

Russischer Angriffskrieg:Angriffe auf Kiew: Mehrere Tote - Höhlenkloster in Flammen

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Bei russischen Angriffen auf die Ukraine sind Behörden zufolge mindestens neun Menschen getötet worden. In Kiew ist ein jahrhundertealtes Höhlenkloster in Brand geraten.

Rettungskräfte löschen während eines russischen Angriffs auf Kiew einen Brand in der Mariä-Entschlafens-Kathedrale der Kiewer Höhlenkloster am 15.06.2026.

Das als historisches Wahrzeichen geltende Kiewer Höhlenkloster ist nach russischen Raketenangriffen in Brand geraten.

Quelle: dpa

Während einer neuen Welle russischer Luftangriffe auf die Ukraine ist auch die Hauptkirche des zum Weltkulturerbe zählenden Höhlenklosters in Kiew in Brand geraten. Der Militärgouverneur der Dreimillionenstadt, Tymur Tkatschenko, schrieb bei Telegram:

Nach operativen Informationen gibt es ernsthafte Schäden auf dem Gelände des Höhlenklosters.

Tymur Tkatschenko, Militärgouverneur von Kiew

Tkatschenko beschuldigte Russland, bewusst "das Herz eines der größten christlichen Heiligtümer" angegriffen zu haben.

Rettungskräfte suchen am 25. April 2026 in Dnipro (Ukraine) unter den Trümmern eines vierstöckigen Wohnblocks nach Überlebenden, der durch einen russischen Raketenangriff zerstört wurde. Russische Streitkräfte führten in der Nacht einen großangelegten Raketen- und Drohnenangriff auf die Stadt in der Zentralukraine durch, bei dem fünf mehrstöckige Gebäude, eine Industrieanlage, eine Tankstelle, ein Geschäft sowie private Pkws beschädigt wurden. Der Tod von vier Menschen wurde bestätigt, während die Zahl der Verletzten auf 27 gestiegen ist – darunter zwei Kinder. Möglicherweise befinden sich noch weitere Menschen unter den Trümmern, während die Such- und Rettungsarbeiten weiterhin andauern.

An der Universität Kiew zeigt sich, wie sehr der russische Angriffskrieg den Alltag verändert hat. Fotos erinnern an getötete Studenten, ständige Bedrohung prägt das Leben.

09.05.2026 | 2:13 min

Landesweit gab es ukrainischen Behördenangaben zufolge mindestens neun Tote und Dutzende Verletzte. Medienberichten zufolge setzten die russischen Angreifer ersten Erkenntnissen zufolge mehr als 50 Raketen und rund 500 Drohnen ein.

Flammen züngeln aus Klosterdach in Kiew

Bilder der Schäden am jahrhundertealten Höhlenkloster in Kiew machten in sozialen Netzwerken schnell die Runde - wobei unklar blieb, ob die weltberühmte Pilgerstätte wegen direkter Einschläge russischer Geschosse oder durch herabfallende Trümmer nach dem Einsatz der Flugabwehr in Brand geraten war. Flammen züngelten aus dem Dach unter den vergoldeten Kuppeln der Mariä-Entschlafens-Kathedrale.

Rettungskräfte versuchen, einen Brand in der Mariä-Entschlafens-Kathedrale des tausendjährigen Höhlenklosters, auch bekannt als Kiewer Höhlenkloster, nach einem russischen Angriff am 15.06.2026 zu löschen.

Das Dach der Mariä-Entschlafens-Kathedrale fing Feuer, erklärte Metropolit Epiphanius, das Oberhaupt der Orthodoxen Kirche der Ukraine.

Quelle: dpa

Die Klosteranlage auf den Hügeln am Fluss Dnipro steht unter dem Schutz der UN-Kulturorganisation Unesco und gehört seit 1990 zum Weltkulturerbe. Ihre Ursprünge reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück. Herzstück ist die 1941 im Zweiten Weltkrieg zerstörte und erst Ende der 1990er Jahre wieder aufgebaute Kathedrale.

Im unteren Teil des Klostergeländes mit mehreren Museen befindet sich das im Mittelalter angelegte Höhlensystem mit mumifizierten Überresten von Geistlichen. Dieser Teil wird weiterhin von der ukrainisch-orthodoxen Kirche genutzt, die sich bis zum russischen Einmarsch 2022 als Teil des Moskauer Patriarchats sah, danach jedoch von Moskau lossagte.

Explosionen in Kiew - fünf Tote in Charkiw

In Kiew waren mehrere heftige Explosionen zu hören. Viele Menschen suchten Schutz in U-Bahn-Stationen und anderen Schutzräumen. Innenminister Ihor Klymenko teilte mit:

Kiew ist das Hauptziel der Angriffe. Es gibt erhebliche Schäden an ziviler Infrastruktur.

Ihor Klymenko, ukrainischer Innenminister

Nato-Generalsekretär Mark Rutte zu Besuch in Kiew

Der ukrainische Präsident Selenskyj hat mit den US-Unterhändlern Witkoff und Kushner telefoniert. Die Diplomatie solle wiederbelebt werden, um den Krieg in der Ukraine zu beenden, so Selenskyj.

09.06.2026 | 0:25 min

Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge gab es in drei Stadtteilen Einschläge und mindestens 23 Verletzte. Demnach kam es auch zu weitflächigen Stromausfällen und Bränden. Etwa 30 Fahrzeuge sollen in Flammen aufgegangen sein. Militärgouverneur Tkatschenko sprach von mehr als 40 Einschlägen in der Hauptstadt. Bislang gebe es vier Todesopfer, schrieb er am frühen Morgen.

Auch aus anderen ukrainischen Regionen wurde heftiger Beschuss gemeldet. Allein in Charkiw seien fünf Rettungskräfte infolge der Luftangriffe getötet und vier weitere Menschen verletzt worden, berichtete das Nachrichtenportal "The Kyiv Independent" unter Berufung auf Gouverneur Oleh Synjehubow. In Dnipro habe es mindestens einen Verletzten gegeben, hieß es. Keine dieser Angaben ließ sich zunächst unabhängig überprüfen.

Drohne in der Ukraine

Die Ukraine greift mit Mid-Range-Drohnen russische Logistik hinter der Front an und erzielt dabei Erfolge. Die von Russland besetzte Krim leidet immer mehr unter Versorgungsengpässen.

11.06.2026 | 2:26 min

Russen melden Tote bei ukrainischen Drohnenangriffen

Im russischen Gebiet Tula wurden nach Angaben des Gouverneurs Dmitri Miljajew unterdessen in der Nacht drei Menschen infolge ukrainischer Drohnenangriffe getötet. Drei weitere seien verletzt worden, teilte er auf Telegram mit.

Die Stadtverwaltung von Moskau teilte mit, es seien mehrere anfliegende Drohnen abgeschossen worden. Zu möglichen Schäden oder Verletzten wurde zunächst nichts bekanntgegeben.

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Seit Februar 2022 führt Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine, die Kämpfe dauern an. Alle Entwicklungen und Ukraine-News im Liveticker.
14.05.2026, Ukraine, Kiew: Rettungskräfte beseitigen die Trümmer eines Hauses, das nach einem russischen Angriff auf ein Wohnviertel schwer beschädigt wurde.
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Quelle: dpa, AP
Über den russischen Angriffskrieg in der Ukraine berichtet das ZDF in verschiedenen Sendungen, zuletzt im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF am 11.06.2026 ab 5:30 Uhr.

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