Supertaifun "Sinlaku" wütet über den Marianen im Westpazifik

Schwerster Tropensturm des Jahres:Supertaifun "Sinlaku" wütet über den Marianen

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Touristen sitzen im Westpazifik fest. Die Menschen sollen in Schutzräumen bleiben. Nach ersten Angaben gab es schwere Verwüstungen, das Tropenparadies sei teilweise zerstört.

Palmen die im Taifun schwanken.

Mit Windgeschwindigkeiten von über 210 km/h und bis zu neun Meter hohen Wellen fegte "Sinlaku" über US-Außengebiete im Pazifik. Behörden warnen vor Erdrutschen. Inzwischen schwächt er sich ab.

15.04.2026 | 0:21 min

Der Supertaifun "Sinlaku" hat die Nördlichen Marianen im Westpazifik mit voller Wucht getroffen und Berichten zufolge teils schwere Schäden verursacht. Anwohner berichteten von hüfthohem Hochwasser und schweren Verwüstungen. Ganze Inselteile des Tropenparadieses seien zerstört, berichtete die Online-Zeitung "Pacific Daily News".

Der Sturm erreichte nach Angaben des lokalen Wetterdienstes Windgeschwindigkeiten von mehr als 210 Kilometer pro Stunde, als er in der Nacht (Ortszeit) auf die besonders betroffenen Inseln Saipan und Tinian traf.

Supertaifun "Sinlaku" bewegt sich nur langsam fort

Besonders dramatisch sei, dass sich der Taifun extrem langsam fortbewege und deshalb ungewöhnlich lange Zeit in dem US-Außengebiet mit rund 45.000 Einwohnern gewütet habe, zitierte der australische Sender ABC den Meteorologen Landon Aydlett vom "National Weather Service" in Guam.

Das macht die Auswirkungen besonders diabolisch. Sobald es über den Inseln heller wird, werden wir mehr Klarheit haben.

Landon Aydlett, Meteorologe

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Das weiter südlich gelegene US-Territorium Guam war ebenfalls von dem Sturm betroffen, jedoch traf er hier nicht direkt auf Land. Die Insel gehört ebenso wie die Nördlichen Marianen politisch zu den Vereinigten Staaten und geografisch zu Mikronesien. Beide liegen östlich der Philippinen.

Karte der Philippinen
Quelle: ZDF

"Sinlaku" bisher schwerster Tropensturm des Jahres

Auf Tinian berichteten Augenzeugen der ABC von schweren Zerstörungen.

Es ist absolut beängstigend - man kann draußen nichts sehen, es weht immer noch ein extrem starker Wind, Wasser dringt ein, viele Bäume sind umgestürzt, Häuser wurden verwüstet.

Deborah Fleming, Augenzeugin

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Neben den Orkanböen sorgten Sturmfluten für zusätzliche Gefahr. Auf Saipan wurden Wellenhöhen von rund neun Metern gemessen, wie die Onlinezeitung "Pacific Daily News" berichtete. Starke Regenfälle und Gewitter erhöhten zudem das Risiko von Überschwemmungen und Erdrutschen. Die Behörden forderten die Bevölkerung auf, weiter in ihren Häusern oder in Schutzräumen zu bleiben.

Er habe bereits drei Taifune auf den Inseln erlebt, sagte ein Bürger auf Saipan. "Aber ich kann mich nicht erinnern, dass ein Sturm jemals so lange auf uns eingeprügelt hat." Ein anderer erklärte, viele Menschen hätten sich in obere Stockwerke retten müssen, als das Wasser in ihren Häusern plötzlich rapide anstieg.

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Viele Bewohner hatten sich zuvor in Evakuierungszentren in Sicherheit gebracht. Auch Hunderte Touristen waren wegen gestrichener Flüge auf der Inselkette gestrandet.

"Sinlaku" wurde zwar inzwischen von einem Supertaifun herabgestuft, bleibt aber laut Wetterdienst "ein sehr gefährlicher Sturm der Kategorie 4". Experten zufolge handelte es sich um den bisher stärksten Tropensturm des Jahres - und den folgenschwersten seit der Taifun Yutu 2018 auf den Nördlichen Marianen schwere Zerstörungen und wirtschaftliche Schäden angerichtet hatte. Prognosen zufolge wird "Sinlaku" nun in nordwestlicher Richtung über den Pazifik weiterziehen.

Quelle: dpa
Über das Thema berichtete ZDFheute Xpress in dem Beitrag "Supertaifun "Sinlaku" trifft US-Außengebiet" am 15.04.2026 um 12:07 Uhr.

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