Welche Schäden Naturkastastrophen 2025 verursacht haben

Naturkatastrophenbericht 2025:Welche Katastrophen für die größten Schäden sorgten

von Peter Aumeier

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Waldbrände und Fluten verursachten 2025 Schäden von 224 Milliarden US-Dollar. Die größte Schadenssumme entsteht aber durch vermeintlich kleine Katastrophen - auch in Deutschland.

Nordrhein-Westfalen, Mönchengladbach: Autos fahren bei starkem Regen durch eine überflutete Straße.

Naturkatastrophen haben 2025 Schäden in Milliardenhöhe angerichtet. In Deutschland sind es nicht die "Großkatastrophen" die für die größte Schadenssumme verantwortlich sind.

13.01.2026 | 2:48 min

Naturkatastrophen verursachten 2025 weltweit Schäden von rund 224 Milliarden US-Dollar, 108 Milliarden davon waren versichert. So steht es im aktuellen Naturkatastrophenbericht der Munich Re, dem weltweit größten Rückversicherer. Es ist wieder ein Jahr mehr, in dem die versicherten Schäden die Marke von 100 Milliarden US-Dollar überschreiten.

Größte Verluste durch lokale Waldbrände, Hochwasser, Gewitter

Auffällig ist: Die größten Verluste entstanden nicht durch klassische Großkatastrophen wie Hurrikans, sondern durch sogenannte "Non-Peak Perils". Also "kleinere" Katastrophen wie Waldbrände, Hochwasser und Schwergewitter, die früher als weniger kritisch galten. Diese Ereignisse prägten den Trend und verursachten Gesamtschäden von 166 Milliarden US-Dollar, davon 98 Milliarden versichert. "Das Grundrauschen wird lauter", erklärt Tobias Grimm von der Munich Re:

Es sind nicht immer die großen Katastrophen, die hohe Schäden verursachen, auch die vielen Unwetter zahlen ein.

Tobias Grimm, Chef-Klimatologe der Munich Re

Ein Teil der California State Route 138 wird außerhalb von Wrightwood, Kalifornien, von den Fluten weggespült

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Munich Re: Starkregen in Deutschland fast überall möglich

Wissenschaftler sind sich einig: Solche Ereignisse werden häufiger und intensiver. Dass Deutschland vermehrt von solchen Ereignissen betroffen ist, zeigt ein Positionspapier des Gesamtverbandes der Versicherer aus dem Dezember 2025. Dort heißt es: "Die Klimaschäden haben sich in Deutschland seit 1980 verfünffacht."

Dabei geht es nicht nur um die rund 400.000 Gebäude in Deutschland, die - etwa wegen ihrer direkten Lage an Flüssen - von Hochwasser gefährdet sind. Sondern um nahezu fast alle rund 20 Millionen Wohngebäude in Deutschland. Nur etwas mehr als die Hälfte davon ist auch gegen Hochwasser und Starkregen versichert.

Orte die früher als sicher galten, sind es nicht mehr. Plötzlicher Starkregen sei, so Grimm, mittlerweile nahezu überall in Deutschland möglich. Auch da, wo bisher noch nie etwas passiert sei.

Klassenzimmer

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Verbraucherzentrale: Gebäude gegen Hochwasser und Starkregen versichern

Dass die Schadenssumme im vergangenen Jahr etwas geringer ausgefallen sei, nennt Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Versicherer schlicht "Glückssache": "Insgesamt nehmen die klimawandelbedingten Extremwetterereignisse jedoch zu."

Was heißt das für Immobilieneigentümer? Rund 95 Prozent der Wohngebäude in Deutschland sind versichert. Aber, so die Verbraucherzentrale Bundesverband, viele eben nicht gegen Hochwasser oder Starkregen. So raten die Verbraucherschützer Eigentümern, sich besser abzusichern: "Die Gefahr, dass das eigene Haus von einem naturgefahrenbedingten Schadensereignis betroffen sein könnte, nimmt deutlich zu."

Elementarschäden: Was Gebäudeversicherungen kosten

Je nach Wert des Gebäudes fallen pro Jahr zwischen 100 und 400 Euro an; doch es kann auch teurer werden. Gut angelegtes Geld, erklärt Lars Gatschke vom Verbraucherzentrale Bundesverband, denn: "Das Wohngebäude ist für viele Menschen der zentrale und der größte Vermögenswert, den sie haben."

An aerial drone photo shows the flood-stricken Rongjiang County, southwest China s Guizhou Province, June 28, 2025.

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Oft sei es am falschen Ende gespart, wenn man keine Versicherung dafür abschließe, sagt der Experte:

Man muss sehen, dass das Wohngebäude natürlich ein erheblicher Vermögenswert ist und ich für mein Auto-Haftpflicht und Vollkasko unter Umständen auch 1.000 Euro bezahle.

Lars Gatschke, Verbraucherzentrale Bundesverband

Waldbrände in Los Angeles teuerste Einzelkatastrophe

Wie hoch die Schäden an Wohngebäuden sein können, zeigt ein Blick in den aktuellen Bericht des Rückversicherers Munich Re. So waren im Januar 2025 die Waldbrände im Großraum Los Angeles die teuerste Einzelkatastrophe: 53 Milliarden US-Dollar Gesamtschaden, davon 40 Milliarden versichert; die bislang teuerste Waldbrandkatastrophe aller Zeiten.

In einer Welt im Fieber sind extreme Wetterkatastrophen wahrscheinlicher.

Tobias Grimm, Chef-Klimatologe der Munich Re

2025 war erneut eines der wärmsten Jahre seit Beginn der Messungen.

Die Naturkatastrophen 2025 nach Regionen:






Peter Aumeier ist Redakteur im ZDF-Landesstudio München.

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Über dieses Thema berichtete ZDFheute im Beitrag "Naturkatastrophen 2025: Die Schadensbilanz" am 13.01.2026 um 8:57 Uhr.

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