Verdacht auf fahrlässige Tötung:Crans-Montana: Ermittlungen gegen Bar-Betreiber eingeleitet
Nach der Brandkatastrophe in der Silvesternacht ermitteln die Schweizer Behörden jetzt gegen die Betreiber der Bar in Crans-Montana. Es gebe den Verdacht der fahrlässigen Tötung.
Der Opfer der Brandkatastrophe in Crans-Montana soll mit einem nationalen Trauertag gedacht werden. Die offizielle Gedenkfeier ist im Schweizer Nobel-Skiort geplant.
04.01.2026 | 0:23 minZwei Tage nach dem verheerenden Brand in einer Bar in Crans-Montana mit 40 Toten sind strafrechtliche Ermittlungen gegen die beiden Betreiber aufgenommen worden. "Ihnen werden fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung sowie fahrlässige Verursachung einer Feuersbrunst vorgeworfen", teilte die Polizei des Kantons Wallis in der Schweiz mit.
In der Mitteilung der Behörden wird betont, "dass bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung gilt".
Nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana an Neujahr sind die ersten Todesopfer identifiziert und an die Familien übergeben worden. Im Ort herrscht Trauerstimmung.
03.01.2026 | 0:26 minZweifel an ausreichendem Brandschutz
Bei dem Brand in der Silvesternacht war nach ersten Ermittlungen durch funkensprühende Partyfontänen Schaumstoff an der Decke in Brand geraten. Er hatte sich innerhalb kürzester Zeit ausgebreitet. Neben den Todesopfern wurden 119 Menschen größtenteils schwer verletzt.
Zwei Tage nach dem Feuer in einer Bar in Crans-Montana ermitteln die Behörden gegen die Bar-Betreiber.
03.01.2026 | 1:35 minBrandschutzexperten hatten bereits infrage gestellt, ob die Bar genügend Notausgänge hatte und ob das Material, das unter der Decke wahrscheinlich zur Schalldämpfung installiert war, gesetzeskonform war. Als die Barbesucher vor den Flammen flüchteten, war es auf einer engen Treppe zu erheblichem Gedränge gekommen. Einige Überlebende konnten nur noch an den hochgestreckten Händen aus der Menge gezogen werden, wie Helfer berichteten.
Die Betreiber der Bar, ein französisches Ehepaar, hatten Medien gesagt, sie seien am Boden zerstört und kooperierten mit den Behörden, um die Katastrophe aufzuklären.
Nach dem verheerenden Feuer in einer Bar in Crans-Montana stellen sich weiter viele Fragen: Wie war die Bar aufgebaut und wie viele Fluchtwege gab es?
02.01.2026 | 0:17 minErste Todesopfer identifiziert
Am Samstag wurden die ersten vier Todesopfer der Brandkatastrophe identifiziert und ihren Angehörigen übergeben. Es handelt sich dabei um Schweizer zwischen 16 und 21 Jahren. Die Arbeiten zur Identifizierung der übrigen Todesopfer und Verletzten dauern an.
Nach dem Feuer in der Gemeinde Crans-Montana in der Schweiz mit etwa 40 Toten gehen die Ermittler davon aus, dass Wunderkerzen und Sprühfontänen die Ursache waren.
02.01.2026 | 1:53 minBis Freitag konnten nach Polizeiangaben 113 Verletzte identifiziert werden, darunter neben 71 Schweizern unter anderem 14 Franzosen und elf Italiener. Hinweise auf deutsche Opfer gibt es weiterhin nicht.
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