Ursache des Feuers weiter unklar:Was wir zur Brand-Katastrophe in der Schweiz wissen
Das neue Jahr beginnt in der Schweiz mit einem verheerenden Brand in einer Bar: Ungefähr 40 Menschen sterben, viele weitere werden verletzt. Was bisher bekannt ist - und was nicht.
Bei einer Explosion in einer Bar im Schweizer Skiort Crans-Montana sind in der Nacht Dutzende Menschen ums Leben gekommen.
01.01.2026 | 0:57 minWas ist passiert?
In der Silvesternacht ist es im Ferienort Crans-Montana (Kanton Wallis) in der Schweiz zu einem schweren Brand in der Bar "Le Constellation" gekommen. Diese hatte nach eigenen Angaben eine Kapazität von 300 Plätzen.
Nach Angaben der Kantonspolizei Wallis brach das Feuer gegen 1:30 Uhr aus. Nach offiziellen Angaben kamen ungefähr 40 Menschen ums Leben. Etwa 115 weitere Menschen seien verletzt worden, die meisten schwer, sagte der Kommandant der Walliser Kantonspolizei, Frédéric Gisler.
Karte: Brand in Bar "Le Constellation" in Crans-Montana, Schweiz
Quelle: ZDFWas ist zur Ursache des Brandes bekannt?
Die Ursache für den Brand ist unklar. "Es gibt mehrere Hypothesen", sagte Beatrice Pilloud, Generalstaatsanwältin des Kantons Wallis. Eine Möglichkeit sei, "dass der gesamte Raum Feuer gefasst hat, und dass das zu einer Explosion geführt hat".
Augenzeuginnen hatten dem französischen Sender BFMTV gesagt, das Feuer sei durch Kerzen ausgelöst worden, durch die die Decke Feuer gefangen habe. Der italienische Botschafter in der Schweiz, Gian Lorenzo Cornado, spekulierte über einen Feuerwerkskörper. "Das Drama ist erst ein paar Stunden her und ich kann nichts bestätigen. Die Untersuchung läuft", sagte Pilloud.
Die Ermittler schließen einen Anschlag nach Zeugenbefragungen und ersten Ermittlungen aus, wie der Kommandant der Walliser Kantonspolizei, Frédéric Gisler sagte. Die Explosionen, von denen Anwohner berichteten, hätten sich erst nach dem Brandausbruch ereignet.
Wie gestalten sich die Rettungsarbeiten?
Nach Polizeiangaben war der Rettungs- und Löscheinsatz am Donnerstagnachmittag noch im Gange. Die vielen Opfer wurden per Hubschrauber in umliegende Krankenhäuser gebracht, etwa in Sitten, aber auch ins rund 100 Kilometer Luftlinie entfernte Genf. Auch die Bergwacht aus dem Aostatal in Italien unterstützte die Rettungsarbeiten.
Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete am Mittag unter Berufung auf Behörden von zehn eingesetzten Hubschraubern und 40 mobilisierten Krankenwagen.
In der Schweiz überschattete ein verheerendes Feuer in einer Bar im Nobel-Skiort Crans-Montana den Start in das neue Jahr. ZDF-Reporter Marius Reichert über den laufenden Einsatz.
01.01.2026 | 1:25 minWas ist noch unklar?
Die Identität der Toten und Verletzten ist noch unklar. "Die Identifizierung der Körper, auch der Verletzten, kann leider noch etwas Zeit brauchen. Wir haben vollstes Vertrauen in die Teams, die sich um die Identifizierung kümmern", sagte der Präsident der Regierung im Kanton Wallis, Mathias Reynard. "Wir haben viele Schwerverletzte, viele stark Verbrannte."
Es werde "wahrscheinlich auch Opfer aus dem Ausland" geben, sagte Frédéric Gisler. Ob Deutsche von dem Feuer betroffen waren, ist offen.
... liegt im Kanton Wallis und gilt als mondäner Ferienort mit vielen Prominenten. Berühmtester Einwohner war James-Bond-Schauspieler Roger Moore (1927-2017). Der Ort auf etwa 1.500 Metern Höhe hat ein großes Skigebiet. Ende Januar und Anfang Februar finden dort auch Rennen des Ski-Weltcups statt. Über die Feiertage ist der Ort in der Regel ausgebucht.
Auf rund 10.000 Einwohner kommen rund 2.600 Hotelbetten, davon acht Hotels in der Luxuskategorie, und Hunderte Ferienwohnungen. Bei rund einer Million Übernachtungen im Jahr kommen nach Angaben der örtlichen Tourismusbehörde etwa 20 Prozent der Gäste aus dem Ausland. Der nächste große Flughafen ist Genf. Auf dem Landweg sind es von dort aus 180 Kilometer.
Quelle: dpa
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