Brandkatastrophe in Crans-Montana :50 Schwerverletzte werden ins Ausland verlegt
Lungenschäden und großflächige Hautverbrennungen: Vielen der 119 Brandopfern in Crans-Montana stehen zahlreiche OPs bevor. 50 Schwerverletzte werden ins Ausland verlegt.
Die Feuerkatastrophe im Schweizer Skiort Crans-Montana ist nach Einschätzung der Ermittler durch Partyfontänen ausgelöst worden. Ein Teil der Verletzten wird in Kliniken in Deutschland behandelt.
03.01.2026 | 0:24 minNach der Akutversorgung der Brandopfer von Crans-Montana werden viele der 119 Schwerverletzten mangels Kapazität in der Schweiz ins Ausland verlegt. Deutschland hat bereits Patienten aufgenommen und weitere Kapazitäten angeboten.
Bis Sonntag sollen 50 Menschen verlegt werden, teilt das schweizerische Bundesamt für Bevölkerungsschutz mit. Angeflogen werden unter anderem auch Kliniken in Frankreich, Italien und Belgien.
Nach der Brandkatastrophe wurden nun die ersten Todesopfer identifiziert und den Familien übergeben. Im Ort herrscht Trauerstimmung.
03.01.2026 | 0:26 min40 Tote nach Brand in Bar
Bei dem Brand in einer Bar in dem Schweizer Skiort waren in der Silvesternacht 40 junge Menschen gestorben. Nach ersten Erkenntnissen geriet wohl Schaumstoff an der Decke durch das Abbrennen funkensprühender Partyfontänen in Brand. Das Feuer breitete sich rasend schnell aus. In der Bar waren überwiegend Teenager und junge Erwachsene.
Unter den Verletzten waren vor allem Schweizer, Franzosen und Italiener - Deutsche nach ersten Angaben nicht. Über die Identität der Toten machten die Behörden noch keine Angaben.
„Bislang ist immer noch von 40 Toten die Rede“, berichtet ZDF-Korrespondentin Anna-Maria Schuck in Crans-Montana. Die Identifizierung der Opfer sei allerdings sehr schwierig.
02.01.2026 | 1:39 minÄrztin: Patienten stehen viele Operationen bevor
Im Kinderspital Zürich werden fünf minderjährige Brandopfer behandelt, wie Kathrin Neuhaus, Chefärztin des dortigen Brandverletzungszentrums, dem Sender SRF sagt. Teilweise sei mehr als 70 Prozent ihrer Körperoberfläche verbrannt.
Mit Kerzen und Blumen haben hunderte Menschen der Opfer des Brandes in der Silvesternacht gedacht. Viele kennen Menschen, die noch vermisst werden oder schwer verletzt sind.
02.01.2026 | 1:21 minZudem hätten viele durch das Einatmen von Rauch schwere Schädigungen etwa der Lunge. Vielen der jungen Patienten stehe eine zweistellige Zahl von Eingriffen bevor.
Im Moment planen wir, mit jedem Patienten jeden zweiten Tag in den OP zu gehen.
Kathrin Neuhaus, Chefärztin im Kinderspital Zürich
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