Kinderpornografisches Material:Ermittlungen gegen Vater von Herzogin Meghan
von Anna Mayr
Herzogin Meghan hatte den Kontakt zu ihrem Vater abgebrochen. Nun äußert sie sich erstmals zu den Vorwürfen gegen ihn wegen mutmaßlicher Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs.
Herzogin Meghan ist "zu tiefst bestürzt" über die Nachrichten über ihren Vater Thomas Markle. Dieser soll in seinem früheren Haus kinderpornografische Bilder und Videos zurückgelassen haben.
23.10.2026 | 1:48 minDie schweren Vorwürfe gegen den Vater von Herzogin Meghan sorgen erneut für Wirbel rund um das britische Königshaus. Der 82-Jährige soll in seinem früheren Haus auf den Philippinen eine große Menge kinderpornografischer Bilder und Videos zurückgelassen haben. Das berichtet die britische Boulevardzeitung "The Sun" unter Berufung auf Meghans Halbbruder Thomas Markle Jr. Der Vater bezeichnet die Vorwürfe einem Bericht der "Daily Mail" zufolge als "kranke Lügen".
Herzogin Meghan: "Ich bin zutiefst bestürzt"
Am Freitag veröffentlichte Herzogin Meghan, die als US-Schauspielerin noch unter dem Familiennamen Meghan Markle bekannt geworden ist, eine offizielle Stellungnahme: Sie nennt die Vorwürfe "abscheulicher, als man sich vorstellen kann". "Ich bin zutiefst bestürzt über die Nachrichten, die in den letzten 24 Stunden ans Licht gekommen sind", schreibt die 45-Jährige, die seit Anfang Oktober mit ihrem Mann Prinz Harry und den beiden Kindern in England lebt.
Meine Gedanken sind bei allen Kindern, die möglicherweise zu Schaden gekommen sind.
Meghan, Herzogin von Sussex
Meghans Mitteilung legt nun nahe, dass der Grund für das Zerwürfnis mit ihrem Vater auch in den Vorwürfen gegen ihn liegt. "Ich hoffe, dass nun verständlich wird, dass - trotz der Verzerrungen durch einige Medienberichte im Laufe der Jahre - jede Distanz zu meinem Vater und meine Entscheidung, ihm den Kontakt zu unseren Kindern zu verweigern, nur einem Grund diente: sie zu schützen", schreibt sie in ihrem Statement.
Der britische Prinz Harry wünscht sich, einen "Schlussstrich" unter den Streit mit dem britischen Königshaus.
21.10.2026 | 1:06 minStreit um Paparazzi-Fotos
Die Herzogin von Sussex hatte bereits 2018 den Kontakt zu ihrem Vater abgebrochen - damals wurde seine Nähe zu den Boulevardmedien als möglicher Grund für die Entfremdung diskutiert. Vielfach wurde spekuliert, dass sich ihr Vater Geld dafür hatte zahlen lassen, sich bei den Hochzeitsvorbereitungen für Fotos in Szene zu setzen. Zum Bruch war es kurz vor der Hochzeit gekommen, zu der er dann nicht erschien. Meghan verwies damals auf seine gesundheitlichen Probleme.
Im Januar ging Prinz Harry mit einer Zivilklage gegen die britische "Daily Mail" vor. Der verantwortliche Verlag soll Promis mithilfe von Wanzen illegal bespitzelt haben.
19.01.2026 | 0:46 minMeghan wusste es schon früher
Der britischen Boulevardzeitung "The Sun" zufolge soll Meghans Halbbruder Thomas Markle Jr. die kinderpornografischen Bilder und Videos im Haus seines Vaters gefunden und anschließend die Polizei auf den Philippinen kontaktiert haben. Gegenüber der "Sun" sagte Thomas Markle Jr., er sei entsetzt gewesen, als er das Material gefunden habe.
Mir blieb keine andere Wahl, als meinen Vater anzuzeigen.
Thomas Markle Jr., Halbbruder von Herzogin Meghan
Er habe sich stets um seinen schwer kranken Vater gekümmert, wolle nun aber nie wieder mit ihm sprechen - es sei denn, er müsse vor Gericht gegen ihn aussagen.
Prinz Harry und Herzogin Meghan absolvieren in Nottingham ihren ersten gemeinsamen Termin seit dem Umzug.
15.10.2026 | 1:02 minMeghan bestätigte, dass sie bereits 2018 von britischen Sicherheitsbehörden über die Vorwürfe informiert worden sei. Die Metropolitan Police untersucht einen solchen Vorgang jetzt intern. Das philippinische Justizministerium erklärt, dass die Anschuldigungen gegen Markle untersucht werden.
Harry und Meghan zurück in Großbritannien
Harry und Meghan hatten sich Anfang 2020 im Streit vom engeren Kreis der Königsfamilie losgesagt und waren für mehrere Jahre in den US-Bundesstaat Kalifornien gezogen. Erst im Spätsommer dieses Jahres kehrten der Herzog und die Herzogin von Sussex mit ihren Kindern Prinz Archie (7) und Prinzessin Lilibet (5) wieder nach Großbritannien zurück. Der Neustart in Harrys alter Heimat ist weiter von Schlagzeilen überschattet.
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