Vorwürfe gegen Klatschblatt "Daily Mail":Schlappe für Prinz Harry: Gericht weist Klage ab
Die Boulevardzeitung "Daily Mail" soll illegal Informationen über Prinz Harry und weitere Prominente beschafft haben. Ein Gericht lehnte die Klage nun ab.
Prinz Harry ist mit seiner Klage gegen die Mediengruppe Associated Newspapers gescheitert. Er macht der Zeitung fragwürdige Recherchemethoden und illegale Informationsbeschaffung zum Vorwurf.
07.07.2026 | 0:40 minDer britische Prinz Harry und sechs andere Prominente sind mit ihrer Klage gegen den Verlag der britischen Boulevardzeitung "Daily Mail" gescheitert. In einem 436 Seiten langen schriftlichen Urteil erklärte der Richter, die Kläger hätten die vorgebrachten Vorwürfe der unrechtmäßigen Informationsbeschaffung nicht ausreichend beweisen können. Die Klage werde deshalb abgewiesen.
Prinz Harry (41) hatte gemeinsam mit anderen Prominenten, darunter etwa Elton John (79) und dessen Ehemann David Furnish, gegen den Verlag Associated Newspapers Limited (ANL) geklagt.
Hat die "Daily Mail" Promis wie Prinz Harry bespitzelt?
Im Kern warfen sie Reportern der "Daily Mail" vor, über Jahre illegale Recherchemethoden angewandt zu haben, um Schlagzeilen zu generieren. Der Verlag wies die Vorwürfe von Beginn an entschieden zurück. Der aufsehenerregende Bespitzelungsprozess begann bereits im Januar und endete Ende März.
Im Prozess gegen die britische "Daily Mail" sagte Prinz Harry im Januar vor Gericht aus: Die Presse-Berichte hätten ihn "völlig paranoid" gemacht. Die Journalistin Emily Andrews erklärt seine Aussage.
20.01.2026 | 1:53 minDer ANL-Verlag sprach nach dem Urteil von einem "überwältigenden Sieg für die "Daily Mail" und ihre Journalisten sowie für die Pressefreiheit im Allgemeinen". Prinz Harry traf am selben Tag in London zu einem mehrtägigen Besuch in Großbritannien ein.
Obwohl die Urteilsverkündung schriftlich stattfand, dürfte auch dieser Besuch in seiner alten Heimat für Harry wieder emotional sein. Bei einem Auftritt im Londoner Chatham House wenige Minuten nach Bekanntwerden des Urteils äußerte sich der 41-Jährige zunächst nicht dazu.
Britischer Royal erfolgreich mit zwei früheren Klagen
Prinz Harry, der sich 2020 aus dem inneren Kreis der Royals löste und mit seiner Frau, Herzogin Meghan (44), und den beiden gemeinsamen Kindern in den USA lebt, führt seit Jahren einen Kampf gegen die "Tabloid Press", wie die britische Boulevardpresse genannt wird.
Der Prinz ist in London eingetroffen. Noch ist offen, ob er König Charles trifft und seine Frau Meghan mit den Kindern nachreist. Erwartet wird ein Urteil im Rechtsstreit mit der Daily Mail.
07.07.2026 | 2:06 minDer Fall war der dritte und letzte von Harrys Klagen, in denen er Boulevardzeitungsverlagen vorwarf, rechtswidrige Taktiken wie das Abhören von Telefonen angewendet oder Privatdetektive beauftragt zu haben, um Skandale aufzudecken und sein Privatleben auszuspionieren.
Der Ausgang der drei Klagen war sehr unterschiedlich. Im Jahr 2023 wurden die Herausgeber des "Daily Mirror" wegen "weitverbreiteter und gewohnheitsmäßiger" Telefonabhörungen verurteilt. Im vergangenen Jahr entschuldigte sich Rupert Murdochs Boulevardzeitung "The Sun" in beispielloser Weise dafür, jahrelang in Harrys Privatleben eingedrungen zu sein, und erklärte sich bereit, im Rahmen eines Vergleichs eine erhebliche Entschädigung zu zahlen.
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