Brigitte Macron: Zehn Personen wegen Cybermobbing vor Gericht

Zehn Beschuldigten drohen Haftstrafen:Cybermobbing gegen Brigitte Macron - Prozess gestartet

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Acht Männer und zwei Frauen müssen sich seit Montag in Paris vor Gericht verantworten. Sie sollen Gerüchte über Brigitte Macron im Internet verbreitet haben. Es drohen Haftstrafen.

Emmanuel Macron und Brigitte Macron

Zehn Personen sollen Gerüchte über Brigitte Macron im Internet verbreitet haben - nun stehen sie in Paris vor Gericht. (Archivbild)

Quelle: action press

Wegen Cybermobbings gegen Frankreichs First Lady Brigitte Macron stehen in Paris acht Männer und zwei Frauen vor Gericht. Den Angeklagten werden zahlreiche böswillige Äußerungen über das Geschlecht der Präsidentengattin sowie über den Altersunterschied zu Emmanuel Macron vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Dabei sei teils selbst von Pädophilie gesprochen worden.

Hintergrund ist die schon seit der Wahl von Macron ins Präsidentenamt 2017 in den sozialen Medien kursierende Verschwörungserzählung, wonach Brigitte Macron eine Transfrau sein und als Mann geboren worden sein soll. Die Macrons gingen dagegen schon früher gerichtlich vor.

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Gerüchte um Brigitte Macron: Angeklagten droht Haft

Für das Verfahren in Paris sind zwei Verhandlungstage angesetzt, die Beweisaufnahme soll am Dienstag enden. Es sei nicht zu erwarten, dass die 72-jährige Brigitte Macron zu dem Prozess erscheinen werde, voraussichtlich werde aber ihre Tochter Tiphaine Auzière am Dienstag aussagen, sagte ihr Anwalt Jean Ennochi der Nachrichtenagentur AFP.

Ob das Urteil gegen die zehn Angeklagten im Alter von 41 bis 60 Jahren bereits dann oder zu einem späteren Zeitpunkt gesprochen wird, konnte das Gericht noch nicht sagen.

Brigitte Macron hatte im August 2024 Anzeige wegen Cybermobbings erstattet, woraufhin die Ermittler die Verdächtigen vorläufig festnahmen. Den Angeklagten drohen bis zu zwei Jahre Haft.

Zu den Angeklagten gehören ein in Frankreich bekannter Verschwörungstheoretiker sowie eine Frau, die sich als Medium und Werbefachfrau ausgibt und deren X-Konto inzwischen gesperrt wurde. Sie wird als maßgeblich beteiligt an der Verbreitung des Gerüchts angesehen.

Quelle: dpa, AFP

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