Polizei macht keine genaueren Angaben:Dormagen: Kind nach Tod eines 14-Jährigen unter Verdacht
In Dormagen starb vor wenigen Tagen ein 14-Jähriger. Nun steht ein Kind unter dringendem Tatverdacht. Weitere Angaben macht die Polizei aufgrund des Alters des Verdächtigen nicht.
Sicherheitskräfte im Einsatz bei Dormagen (Archivbild)
Quelle: dpaNach dem gewaltsamen Tod des 14-jährigen Yosef in Dormagen in Nordrhein-Westfalen ist ein Kind tatverdächtig. Das teilte die Polizei mit. Aus Gründen des Persönlichkeits- und Jugendschutzes erteilten Staatsanwaltschaft und Polizei zunächst keine weiteren Auskünfte, hieß es.
Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um ein Kind.
Pressemitteilung der Kreispolizeibehörde Rhein-Kreis Neuss
Die Mordkommission "Waldsee" ermittelt bereits seit mehreren Tagen zum Tod des Jugendlichen. Die Obduktion des Jungen hatte nach Angaben der Behörden ergeben, dass dieser an Stich- und Schnittverletzungen starb.
Ein Kind im Sinne des Jugendschutzgesetzes ist eine Person, die noch nicht 14 Jahre alt ist, Jugendliche sind Personen, die 14, aber noch nicht 18 Jahre alt sind.
Quelle: Bundesfamilienministerium
Die Leiche eines 14-jährigen Jungen wird in einem Waldgebiet an einem See in Dormagen von Spaziergängern gefunden.
29.01.2026 | 1:30 minDormagen: Leiche des 14-Jährigen an See gefunden
Die Leiche des 14-Jährigen aus Eritrea war Ende Januar an einem See in Dormagen von einem Spaziergänger gefunden worden. Am Wochenende hatten nach Polizeiangaben rund 2.000 Menschen an einem Trauerzug für den getöteten Jugendlichen teilgenommen. Für Freitag wurde eine öffentliche Trauerfeier in Dormagen angekündigt. Die Beerdigung soll im Anschluss im Familienkreis stattfinden.
Die Stadt Dormagen hatte sich zutiefst bestürzt gezeigt. Der 14-Jährige habe seit dem Jahr 2018 in Dormagen in einer städtischen Unterkunft gelebt. Er habe eine städtische Schule besucht und sei voll in die Stadtgesellschaft integriert gewesen.
14-Jähriger von Spaziergängern entdeckt
Der 14-Jährige war am Mittag des 28. Januars zuletzt lebend gesehen worden. Gegen 17.00 Uhr hatte ein Spaziergänger seine Leiche entdeckt. Nach übereinstimmenden Medienangaben von Reportern, die mit der Mutter des Jungen sprachen, habe der ihr gesagt, nur kurz zu seinem Schützenverein zu gehen.
Für eine rassistische oder rechtsextreme Tat gebe es bislang keine Anhaltspunkte, hatte Staatsanwältin Janne Jakobek gesagt nach dem Gewaltverbrechen gesagt.