Block-Prozess - mutmaßlicher Entführer: "Zeit, Wahrheit zu sagen"

68-Jähriger Chef der Sicherheitsfirma:Mutmaßlicher Block-Entführer: "Zeit, die Wahrheit zu sagen"

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Im Prozess um die Entführung der Block-Kinder gibt der mutmaßliche Entführer am 35. Prozesstag Fehler zu. Er selbst habe geglaubt, im Recht zu handeln. Nun aber wolle er auspacken.

Hamburg: Christina Block (2.v.r), deutsche Gastronomin und Unternehmerin, Rechtsanwalt Ingo Bott (vorne l), und Rechtsanwältin Paula Wlodarek (r)

Tag 35 im Prozess gegen Christina Block und weitere Angeklagte. Heute wurde die Aussage des mutmaßlichen Entführers fortgesetzt.

Quelle: dpa

Der mutmaßliche Entführer der Block-Kinder hat vor dem Landgericht Hamburg angekündigt, angeblich falschen Darstellungen zum Tatablauf entgegentreten zu wollen. Dies sei der Grund, warum er sich zu einer Aussage in Deutschland entschlossen habe, sagte der Geschäftsführer einer israelischen Sicherheitsfirma auf die Frage, wie es zu seiner Zeugenaussage gekommen sei. "Ich habe verstanden, dass es Zeit für mich ist, die Wahrheit zu sagen."

Ihm sei klar geworden, dass er hinsichtlich der Legalität der Rückholung der Kinder "schlechte Ratschläge erhalten" habe. Der Zeuge sagte:

Ich weiß, dass ich Fehler gemacht habe.

Angeklagter Chef der Sicherheitsfirma

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Christina Block steht unter Verdacht, ihre beiden Kinder entführt haben zu lassen.

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Mutmaßlicher Entführer-Chef: Habe das Wohnmobil gefahren

Als er von einem Anwalt erfahren habe, dass möglicherweise ein Haftbefehl gegen ihn vorliege, habe er sich entschlossen, nach Deutschland zu fahren. "Das Beste ist, herzukommen mit allen Beweisen", sagte er. Gegenleistungen für seine Aussage seien ihm nicht in Aussicht gestellt worden.

Als ich zur Polizei kam, habe ich die ganze Geschichte erzählt.

Angeklagter Chef der Sicherheitsfirma

Dem angeblichen Ex-Mossad-Agenten wird vorgeworfen, die Entführung der damals zehn und 13 Jahre alten Block-Kinder aus Dänemark in der Silvesternacht 2023/24 organisiert und durchgeführt zu haben. Zum Auftakt des heutigen 35. Verhandlungstages gab der 68-Jährige zu, das Wohnmobil, mit dem die Entführer damals die Kinder aus Dänemark auf einen Bauernhof in Süddeutschland gebracht hatten, gefahren zu haben.

SGS Sievers Tacke

Es gibt "viele verschiedene Gerichtsentscheidungen, die zu vielen verschiedenen Urteilen gekommen sind", sagt ZDF-Rechtsexpertin Sarah Tacke zum Fall Block.

21.09.2025 | 3:23 min

Zeuge glaubte, Rückholung der Block-Kinder sei legal

Mitte 2024 habe er in Israel von Ermittlungen wegen Kindesentführung in Deutschland erfahren, sagte der Zeuge. Bis dahin sei er davon ausgegangen, dass die Rückholung der Kinder vom Vater aus Dänemark mit deutschem Recht vereinbar sei. Dies sei ihm damals in Hamburg auch immer wieder versichert worden.

Er habe gehofft, dass die Unternehmerin Christina Block und der ebenfalls angeklagte Familienanwalt den Ermittlern die Wahrheit sagen würden. Aber dann habe er verschiedene Versionen über die Tat in der Zeitung gelesen.

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Der Fall Block: Der Prozess mit Promi-Faktor strotzt nur so vor Vorwürfen und Unterstellungen beider Seiten.

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Block-Verteidiger: Sicherheitsfirma handelte im Alleingang

Ein früherer Verteidiger Blocks hatte zunächst erklärt, dass die Mutter seiner Mandantin vor ihrem Tod im Sommer 2023 die Entführung der Kinder beauftragt haben könnte.

Der neue Verteidiger Blocks hatte die Entführung später als Alleingang der israelischen Sicherheitsfirma bezeichnet. Block selbst sagte im Prozess aus, die Firma habe sich nur um die Cybersicherheit in einem Hotel der Unternehmensgruppe kümmern sollen.

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Im Prozess gegen Christina Block trat auch die neue Frau ihres Ex-Mannes Stephan Hensel in den Zeugenstand.

19.11.2025 | 2:28 min

Block-Entführung ging jahrelanger Sorgerechtsstreit voraus

Christina Blocks Ex-Mann Stephan Hensel hatte die Kinder nach einem Wochenendbesuch in Dänemark im August 2021 nicht zurückgebracht. Es folgte ein jahrelanger, erbitterter Sorgerechtsstreit. Die Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette "Block House", Eugen Block, ist angeklagt, schließlich die Entführung ihrer Kinder nach Deutschland in Auftrag gegeben zu haben. Sie bestreitet die Vorwürfe.

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Der Prozess um die Entführung der Kinder von Christina Block geht in die nächste Runde: Aussagen von Beschuldigten könnten die Hamburger Unternehmerin schwer belasten.
Britta Hilpert, Hamburg
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19.11.2025, Hamburg: Christina Block, deutsche Gastronomin und Unternehmerin, steht in einer Pause im Prozess wegen mutmaßlicher Kindesentführung vor dem Gerichtssaal im Landgericht Hamburg.
Quelle: dpa
Über dieses Thema berichteten mehrere Sendungen, etwa ZDFheute Xpress am 30.01.2026 um 18:50 Uhr in dem Beitrag "Wendung im Block-Prozess".

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