Bill Gates: Jeffrey Epstein hat mich mit Affären erpresst

Microsoft-Milliardär vor US-Kongress:Bill Gates: Epstein hat mich wegen Affären erpresst

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Wie tief steckt Bill Gates im Missbrauchsskandal um Jeffrey Epstein? Der US-Milliardär gibt an, Epstein habe ihn erpresst. Von dem vielfachen Missbrauch will er nichts geahnt haben.

Microsoft-Mitbegründer Bill Gates (Mitte) trifft am 10. Juni 2026 auf dem Capitol Hill in Washington, D.C., zu einer nicht-öffentlichen Befragung durch den Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses ein.

Microsoft-Mitgründer Bill Gates hat eine Verwicklung in die Verbrechen des verstorbenen US-Sexualstraftäters Jeffrey Epstein bestritten.

Quelle: AFP | KENT NISHIMURA

Der Microsoft-Mitgründer Bill Gates wurde nach eigenen Angaben von dem inzwischen verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein erpresst. Das erklärte Gates am Mittwoch vor einem Ausschuss des US-Kongresses. Dabei sei es um außereheliche Affären gegangen:

Epstein versuchte, Informationen über meine Untreue - zusätzlich zu vielen Lügen, die er darüber legte - zu nutzen, um mich unter Druck zu setzen, wieder mit ihm zusammenzuarbeiten.

Bill Gates, Microsoft-Gründer

Gates bestritt eine Verwicklung in die Verbrechen Epsteins. Der Milliardär erklärte, er habe trotz einiger Treffen mit Epstein "niemals irgendwen zum Opfer gemacht". Er sei auch nie auf dessen berüchtigter Insel gewesen, auf seiner Ranch oder in seinem Haus in Florida, beteuerte der 70-Jährige.

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Gates bereut Treffen mit Epstein

Gates sagte laut seinem Eröffnungsstatement weiter, er habe nie "irgendeinen Hinweis darauf gehabt, dass Epstein in fortgesetzte kriminelle Aktivitäten verwickelt war". Er habe zwar damals von dessen juristischen Problemen gewusst, habe das Ausmaß des Missbrauchsfalls jedoch nicht verstanden. Dabei habe er nicht die nötige Sorgfalt walten lassen, sagte Gates.

Ich hätte Epstein niemals treffen dürfen.

Bill Gates, Microsoft-Gründer

Der Untersuchungsausschuss des Repräsentantenhauses hatte den Milliardär eingeladen, weil in den zuletzt veröffentlichten Epstein-Akten neben anderen Prominenten auch Gates' Name aufgetaucht war.

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Es geht um "Sex mit russischen Mädchen"

Hintergrund der angeblichen Erpressung ist ein Email-Entwurf von 2013, in dem Epstein von außerehelichen Affären des Microsoft-Gründers sprach. Der Entwurf wurde innerhalb der Epstein-Dokumente entdeckt. Der Sexualstraftäter Epstein schrieb darin, er habe dem Milliardär geholfen, "Medikamente zu besorgen, um die Folgen von Sex mit russischen Mädchen zu bewältigen".

Gates gab nach Veröffentlichung der Akten Affären mit zwei russischen Frauen zu. Er bestritt aber, von dem mutmaßlichen Missbrauch von jungen Frauen und Mädchen durch Epstein gewusst oder sich daran beteiligt zu haben.

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Epstein soll Missbrauchsring geführt haben

Epstein steht im Verdacht, mehr als tausend Minderjährige und junge Frauen sexuell missbraucht und teils an Prominente vermittelt zu haben. Er wurde 2008 erstmals verurteilt, weil er eine Minderjährige zur Prostitution angestiftet hatte. Nach einem umstrittenen Deal mit der Staatsanwaltschaft musste er jedoch nur 13 Monate Haft absitzen.

Im Jahr 2019 wurde Epstein wegen Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen erneut festgenommen. Einen Monat später wurde er tot in seiner New Yorker Gefängniszelle gefunden, nach offiziellen Angaben beging er Suizid.

Quelle: Reuters, AFP
Über dieses Thema berichtete das ZDF bei ZDFheute live mit dem Titel "Epstein Files: Wo ist Michele?" am 10.06.2026 ab 14:30 Uhr.

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