Reaktion auf veröffentlichte Dokumente:Bill Gates: Bereue, Epstein jemals kennengelernt zu haben
In den zuletzt veröffentlichten Dokumenten zum Fall des verstorbenen Sexualstraftäters Epstein taucht auch der Name des Microsoft-Mitgründers auf. Nun äußert sich Bill Gates dazu.
Viele Amerikaner, darunter auch Republikaner, kritisieren mangelnde Transparenz in der Aufklärung der Epstein-Affäre. "Die Trump-Basis kocht", so Julius van de Laar, USA-Experte, zu den neuen Veröffentlichungen.
03.02.2026 | 9:26 minMicrosoft-Mitgründer Bill Gates hat seine Treffen mit dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein nach der neusten Veröffentlichung von Akten rund um den Fall als "Fehler" bezeichnet. "Es war dumm von mir, Zeit mit ihm zu verbringen", sagte er in einem Interview mit dem Sender 9News.
Ich bin einer von vielen, die es bereuen, ihn jemals kennengelernt zu haben.
Bill Gates, Microsoft-Mitgründer
Weitere jüngst veröffentlichte Dokumente aus den Epstein-Akten sorgen weltweit für Empörung. Auch US-Präsident Trump wird in den Unterlagen mehrfach genannt.
02.02.2026 | 2:53 minEpstein-Dokumente: Mail erwähnt Bill Gates
In Akten, die das US-Justizministerium jüngst veröffentlicht hat, findet sich auch ein E-Mail-Entwurf aus dem Jahr 2013, der im Konto Epsteins gespeichert war und sich offenbar an Bill Gates richtet.
Der Entwurf thematisiert Spannungen zwischen Gates und seiner damaligen Ehefrau Melinda French Gates sowie gescheiterte Geschäftsbeziehungen. Zudem enthält er unbelegte Vorwürfe persönlicher Natur - darunter den Hinweis, Gates habe Epstein gebeten, E-Mails zu löschen, die sich auf eine mögliche Geschlechtskrankheit sowie intime Details bezogen hätten. Belege dafür gibt es nicht. Die reine Nennung oder Abbildung in den Epstein-Akten ist kein Hinweis auf ein Fehlverhalten.
Bill Gates streitet in Dokumenten erwähnte Details zu seiner Person ab
Die Frage, ob die Vorwürfe wahr seien, verneinte Gates. Epstein habe offenbar eine E-Mail an sich selbst geschrieben, die nie verschickt worden sei. Er wisse nicht, was sich Epstein dabei gedacht habe, sagte Gates - und warf dabei die Frage auf, ob Epstein versucht habe, ihm zu schaden.
Er bereue jede Minute, die er mit Epstein verbracht habe und entschuldige sich dafür, sagte Gates. Auf der Privatinsel des Unternehmers, die Zentrum des Missbrauchsrings gewesen sein soll, sei er nie gewesen. Er habe nie irgendwelche Frauen getroffen, betonte der Microsoft-Mitgründer.
"Wenn jetzt die Regierungen beginnen Einflusssphären einzuteilen" sei das "nicht im Interesse der deutschen oder europäischen Bevölkerung", so Katharina Barley (SPD), Vizepräsidentin des Europa-Parlaments.
05.01.2026 | 5:00 minEs soll bei Treffen zwischen Epstein und Gates nur um Spenden gegangen sein
Gates hat Epstein nach eigenen Angaben mehrmals zum Abendessen getroffen. Er begründete das damit, dass Epstein viele reiche Leute kannte und gesagt habe, er könne diese dazu bewegen, Geld für die globale Gesundheit zu spenden. Ähnlich hatte Gates seine Treffen mit Epstein bereits vor Jahren begründet.
Jahrelang hatte der Multimillionär Epstein aus New York einen Missbrauchsring betrieben, dem Dutzende junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. Über mehrere Jahre hinweg soll er Minderjährige etwa in New York und Florida auch selbst missbraucht haben. 2019 kam Epstein mit 66 Jahren im Gefängnis zu Tode, bevor es zu einer möglichen weiteren Verurteilung hätte kommen können.
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