Nach Aktenzeichen XY: Hinweise im Cold Case Sonja Hurler

Update zum Stand der Ermittlungen:Aktenzeichen XY: Hinweise zu Cold Case und weiteren Fällen

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Eine Woche nach "Aktenzeichen XY... Ungelöst" gibt es viele neue Hinweise. Zu dem Sexualverbrechen an der 13-jährigen Sonja Hurler in Kempten 1981 gab es die meisten Anrufe.

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Welche Hinweise sind seit der Sendung vom 21. Januar eingegangen? Wie ist der Stand der Ermittlungen? Fabian Puchelt (LKA Bayern) über neue Erkenntnisse und mögliche Ermittlungserfolge.

28.01.2026 | 4:38 min

Nach der Sendung "Aktenzeichen XY... Ungelöst" am 21. Januar 2026 erläutert Fabian Puchelt vom LKA Bayern die aktuellen Erkenntnisse. Besonders in drei Fällen gab es neue Hinweise und Zeugen.

Sexualverbrechen an 13-Jähriger in Kempten

In Kempten wurde am 4. Juli 1981 die damals 13-jährige Schülerin Sonja Hurler Opfer eines Sexualverbrechens. Drei Monate später fand ein Mann die Leiche des Mädchens.

Dieser Fall fand die größte Resonanz nach der Aktenzeichen-XY-Sendung. Beim LKA Bayern gingen 150 Hinweise ein. Es hätten sich unter anderem drei Frauen gemeldet, erzählt Fabian Puchelt:

Diese Frauen waren zur damaligen Zeit, als dieser Mordfall passiert ist, selbst Opfer von Sexualstraftaten, die sie damals nicht zur Anzeige gebracht haben.

Fabian Puchelt, LKA Bayern

Die drei Frauen waren zur jeweiligen Tatzeit im gleichen Alter wie das Opfer Sonja Hurler. Das LKA sieht darin Verbindungen, die man überprüfen müsse, sagt Puchelt. Eventuell ergebe sich daraus eine neue Ermittlungsspur.

"Aktenzeichen XY... Ungelöst vom 21. Januar 2026": Rudi Cerne steht im Studio, im Hintergrund ein Bildschirm, auf dem ein Fall der Sendung abgebildet ist.

Die aktuelle Sendung thematisierte unter anderem zwei Morde, die Jahre später noch Fragen aufwerfen. Alle Informationen zu den Fällen der Sendung finden Sie unter: faelle-aktenzeichenxy.de.

21.01.2026 | 90:26 min

Überfall auf Rentner in Bochum

In Bochum wurde am 24. Februar 2024 ein 84-jähriger Mann brutal überfallen. Neben Geld entwendeten die Täter auch Wertgegenstände, darunter eine markante Uhr.

Nach etwa 20 Minuten verließen die Täter die Wohnung. Ihr Opfer blieb gefesselt zurück, konnte sich aber relativ schnell befreien und um Hilfe rufen. Während ihrer Flucht wurden die Täter von Zeugen gesehen. Der Hauptverdächtige wurde sogar gefilmt. Entscheidende Hinweise sind nun zu der markanten Uhr eingegangen.

Und genau zu dieser Armbanduhr haben sich ein paar Leute gemeldet, die glauben, sie wiedererkannt zu haben.

Fabian Puchelt, LKA Bayern

Vorder- und Rückseite einer Armbanduhr mit schwarzem Band, goldener Lünette und weißem Ziffernblatt in einer roten Box mit grünem Futter.

Markantes Beutestück von einem Überfall in Bochum: Armbanduhr mit Gravur.

Quelle: Kripo Bochum

Die Anrufer konnten genau sagen, wo solche Uhren zum Verkauf angeboten wurden, erklärt Puchelt. An und für sich bekämen sie solche Hinweise relativ häufig. Für Puchelt ist aber hier die Tatsache interessant, dass die Uhr eine Gravur auf der Rückseite hat und damit kein Standardprodukt ist.

Ich kann hier den Kreis natürlich deutlich weiter eingrenzen.

Fabian Puchelt, LKA Bayern

Deshalb überprüfen die Ermittler nun, ob diese Uhr tatsächlich irgendwo wieder aufgetaucht sei.

Zeuge will den Täter erkannt haben

Außerdem hat sich auch ein Zeuge gemeldet, der glaubt, einen Tatverdächtigen anhand seiner Kleidung wiedererkannt zu haben. Dieser Hinweis führe eventuell zu einem weiteren Überfall auf ein Ladengeschäft im Frühjahr vergangenen Jahres, erklärt Puchelt.

Nun will das LKA prüfen, ob es zwischen den Fällen Verbindungen gibt und ob man diese beiden Taten möglicherweise sogar zusammenführen kann.

Überfall auf Hamburger Rentnerpaar - ohne Beute

Am 11. Mai 2011 drangen zwei maskierte Männer in Hamburg am helllichten Tag in das Haus eines Ehepaars ein. Sie überwältigten die beiden 88-Jährigen, fesselten sie und durchsuchten ausschließlich den Keller des Hauses.

Warum sie in den anderen Räumen nicht nach Wertgegenständen suchten, ist unklar. Schließlich rissen sie das Telefonkabel aus der Wand und ergriffen die Flucht.

Kurz nach der Tat gingen bei der Polizei zwei seltsame Anrufe ein: Täter oder Mitwisser machten anscheinend mit diesen beiden Notrufen auf die Tat aufmerksam.

Aufzeichnungen der beiden Anrufe



Das Abspielen der Sprachanrufe in der Aktenzeichen-XY-Sendung zeigte Wirkung. Es habe einen Hinweis auf "eine gewisse Sprachtechnik" gegeben. Das werde man prüfen, sagt Fabian Puchelt.

Hinweisgeber will Familienmitglied erkannt haben

Möglicherweise gibt es aber noch einen viel direkteren Hinweis:

Es hat sich bei uns jemand gemeldet, der sagt, er hätte diese Stimme eindeutig wiedererkannt.

Fabian Puchelt, LKA Bayern

Das Besondere an dem Hinweis: "Er sagt, es war eines seiner Familienmitglieder." Das helfe bei den Ermittlungen sehr, "weil man in der eigenen Familie die Stimmen doch relativ gut kennt und auch verifizieren kann", meint Fabian Puchelt.

Mit Rudi Cerne bei "Aktenzeichen XY…ungelöst"

Spurensuche hinter den Kulissen: Backstage-Aktenzeichen XY bietet seltene Einblicke in die Sendung, ihre Geschichte und Arbeitsweise.

06.10.2025 | 19:54 min

Quelle: ZDF
Über dieses Thema berichtete Aktenzeichen XY in dem Beitrag "Aktenzeichen XY... Update vom 28. Januar 2026" am 28.01.2026 um 17 Uhr.

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