Aktenzeichen XY: Einbruch in Hamburg mit mehreren Rätseln

Aktenzeichen XY vom 21.01.2026:Ein Einbruch in Hamburg - ohne Beute, aber mit Rätseln

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Im Mai 2011 drangen zwei maskierte Männer am helllichten Tag in das Haus eines Ehepaars in Hamburg ein. Sie fesselten die Opfer und suchten nach Beute. Doch sie fanden nichts.

Nachgestellte Szene: Zwei maskierte Männer fesseln einen Mann mit grauen Haaren und eine Frau an Stühle. Der Gefesselte schreit vor Schmerz auf.

XY-Szenenfoto: Ein Ehepaar in der Gewalt skrupelloser Gangster.

Quelle: ZDF

Es war genau 9:20 Uhr vormittags am 11. Mai 2011, als zwei Männer an der Tür eines Hauses in Hamburg klingelten. Die beiden 88-jährigen Opfer öffneten arglos, wurden ins Haus gedrängt und in den Keller gebracht. Dort wurden sie von den Tätern mit silberfarbenem Klebeband an Stühle gefesselt.

"Aktenzeichen XY... Ungelöst vom 21. Januar 2026": Rudi Cerne steht im Studio, im Hintergrund ein Bildschirm, auf dem ein Fall der Sendung abgebildet ist.

Die aktuelle Sendung thematisierte unter anderem zwei Morde, die Jahre später noch Fragen aufwerfen. Alle Informationen zu den Fällen der Sendung finden Sie unter: faelle-aktenzeichenxy.de.

21.01.2026 | 90:19 min

Einbruch trotz belebter Umgebung

Die Tat ereignete sich in der Straße Diekweg in Hamburg-Osdorf, einem Bezirk im Westen der Stadt. Der Diekweg verläuft parallel zur Osdorfer Landstraße, einer Straße mit vielen Einkaufsmöglichkeiten wie Supermärkten, Drogerien, Bäckereien und Restaurants. Gegenüber dem Tatort liegt beispielsweise der große Parkplatz einer Drogerie. Für die Täter war es also durchaus riskant, zu dieser Uhrzeit dort einen Einbruch zu begehen.

Mehrere Reihenhäuser mit Backstein-Fassade. Auf der Straße vor den Häusern stehen Autos.

Die Tat ereignete sich im Diekweg im Hamburger Stadtteil Osdorf.

Quelle: LKA Hamburg

Nur den Keller durchsucht

Doch das ist nicht das einzige Rätsel in diesem Fall. Nachdem die Opfer gefesselt waren, durchsuchten die Täter ausschließlich den Keller des Hauses. Warum sie in den anderen Räumen nicht nach Wertgegenständen suchten, ist unklar. Schließlich rissen sie das Telefonkabel aus der Wand und ergriffen die Flucht.

Seltsame Notrufe nach der Tat

Nach dem Überfall setzten Täter oder Mitwisser zwei Notrufe ab, in denen sie auf die Tat aufmerksam machten. Der erste Anruf ging um 10:45 Uhr ein. Abgesetzt wurde er von einem Notruftelefon am Niedergeorgswerder Deich 57 in Hamburg-Georgswerder.

Um 12:20 Uhr erfolgte dann der zweite Notruf. Diesmal von der Adresse Burgwedel 67 im Stadtviertel Hamburg-Schnelsen. Auch hier wurde der Anruf aufgezeichnet.



Karte der Umgebung des Tatorts

Der Tatort und die beiden Notrufsäulen liegen weit auseinander.

Quelle: Google Earth / ZDF

Personenbeschreibungen

Beide Gesuchten wurden damals folgendermaßen beschrieben: männlich, 35 bis 45 Jahre alt, 1,75 bis 1,80 Meter groß mit stämmiger Figur. Sie sprachen Deutsch ohne erkennbaren Akzent und waren dunkel gekleidet.

Fragen nach Zeugen

  • Die beiden Opfer lebten sehr zurückgezogen und sind mittlerweile beide gestorben. Sie hießen Heinrich und Ursula Hügel, beide Jahrgang 1922, waren damals also 88 Jahre alt. Wer kannte sie und kann der Polizei mit Informationen zu ihnen und ihrem Bekanntenkreis weiterhelfen? Vielleicht ergibt sich daraus eine Spur zu den Tätern.
  • Wer erkennt die Stimmen der Anrufer in den Tonaufnahmen?
  • Wer hat zur fraglichen Zeit am Tatort Beobachtungen gemacht, die etwas mit der Tat zu tun haben könnten? Möglicherweise haben die Täter das Haus im Vorfeld ausgespäht.
  • Wer hat an den beiden Notrufsäulen zu den genannten Zeiten verdächtige Beobachtungen gemacht?

Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, ist eine Belohnung von 3.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig
LKA Hamburg,
Telefon: 040 / 42 86 56 789


Quelle: ZDF
Über dieses Thema berichtet "Aktenzeichen XY" am 21.01.2026 ab 20:15 Uhr.

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