Waldbrände: Kreta und Türkei kämpfen weiter gegen die Flammen

Einsatz gegen Waldbrände:Feuerwehr kämpft auf Kreta und in der Türkei gegen Flammen

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Während sich die Lage in Frankreich und Spanien entspannt, erschweren starke Winde die Löscharbeiten auf Kreta und in der Türkei. Die UN warnen vor den Folgen der Klimakrise.

Dieses Foto zeigt einen brennenden Bereich während eines Waldbrandes nahe dem Dorf Asomatos auf der griechischen Insel Kreta am 30. Juli 2026.

In Griechenland und der Türkei behindern starke Winde die Einsätze. Auch in Großbritannien sind Brände ausgebrochen.

31.07.2026 | 0:15 min

Während sich die Waldbrandlage in Frankreich und Spanien entspannt und Tausende Evakuierte nach Hause zurückkehren, kämpfen Feuerwehrkräfte in Griechenland und in der Türkei weiter gegen die Flammen.

Orkanartiger Wind erschwerte dabei auf der griechischen Ferieninsel Kreta den Einsatz gegen die Feuer. Angesichts der zerstörerischen Brände mahnten die Vereinten Nationen (UN) mehr Klimaschutz und eine rasche Reduzierung der Treibhausgasemissionen an.

Lage in Frankreich entspannt sich leicht

An der französischen Atlantikküste stabilisierte sich die Lage nach Angaben der Präfektur in Bordeaux, obwohl die Feuerwehr weiterhin Brandherde auf der 42.000 Hektar großen Brandfläche bekämpfte. Sinkende Temperaturen und eine hohe Luftfeuchtigkeit begünstigten die Arbeit der Einsatzkräfte.

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In Frankreich und Spanien entspannt sich die Lage bei den Waldbränden vielerorts, Menschen kehren zurück. In Griechenland bleibt die Situation angespannt. Ein Überblick über die Entwicklungen.

31.07.2026 | 2:48 min

Die Präfektur entschied am Mittag, dass die Bewohner zweier weiterer evakuierter Orte sowie Urlauber, die von Campingplätzen des Badeortes Lacanau evakuiert worden waren, zurückkehren können. Damit haben inzwischen gut 160.000 der 224.000 evakuierten Menschen nach Hause zurückkehren können.

Innenminister Laurent Nuñez sagte in den Abendnachrichten am Donnerstag, dass "man davon ausgehen kann, dass das Schlimmste hinter uns liegt". Er fügte hinzu:

Wir sind optimistisch, bleiben aber weiterhin sehr wachsam.

Laurent Nuñez, Frankreichs Innenminister

Ab Samstag ist außerdem das Eisenbahnnetz südlich von Bordeaux wieder befahrbar, kündigte der Transportminister an. Experten untersuchten das zuvor wegen der Brände gesperrte rund 160 Kilometer lange Schienennetz auf mögliche Schäden.

Brände in Spanien weitgehend eingedämmt

In Spanien sind die verheerenden Waldbrände in den Regionen Madrid, Ávila und Toledo inzwischen weitgehend eingedämmt, die meisten Evakuierungen und Ausgangsbeschränkungen wurden aufgehoben.

Ein Feuerwehrmann ruht sich am 29. Juli 2026 inmitten der Löscharbeiten bei einem Waldbrand nahe Lanton im Südwesten Frankreichs auf dem ausgetrockneten Gras aus.

Ein EU-Hilfsmechanismus ermöglicht Mitgliedsstaaten im Katastrophenfall, Unterstützung in Brüssel anzufragen. Frankreich und Spanien haben um Löschflugzeuge, Hubschrauber und Personal gebeten.

30.07.2026 | 2:05 min

Grund zur Erleichterung gibt es auch in der Provinz Castellón im Osten des Landes: Der große Waldbrand im Gebiet Vall d'Uixó nördlich von Valencia breitet sich nach Behördenangaben nicht weiter aus.

Dagegen kämpften Einsatzkräfte des Militärs in der Nacht zum Freitag in einem Naturpark in der Provinz Zamora nahe der Grenze zu Portugal weiter gegen Flammen an, wie es in einem Post der Militärischen Kriseneinheit UME am Vormittag hieß. Wegen erheblicher Risiken für die Anwohner waren dort Medienberichten zufolge am Donnerstag zwölf Ortschaften sowie ein Campingplatz geräumt worden.

Das Innenministerium in Madrid warnte seinerseits in einem Post, dass in großen Teilen Spaniens weiterhin eine extrem hohe Waldbrandgefahr herrsche und jedes Verhalten, das ein Feuer provozieren könnte, vermieden werden müsse.

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Bei Bordeaux brennt es weiter. Teils sind die Feuer unter Kontrolle, erste Evakuierte können zurück in ihre Gemeinden. Doch giftiger Rauch beeinträchtigt das Leben. Was begünstigt die Brände?

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Kreta: Orkanartige Winde fachen Flammen an

Zwei große Waldbrände halten die Einsatzkräfte in Griechenland weiter in Atem. Besonders kritisch ist die Lage rund 60 Kilometer nordwestlich von Athen. Dort breiten sich die Flammen nach Behördenangaben auf einer kilometerlangen Front aus.

Örtlichen Medien zufolge mussten im Gebiet Agios Wasileios Hunderte Menschen mit Booten in Sicherheit gebracht werden, nachdem sie von den Flammen eingeschlossen worden waren. Ein weiterer größerer Brand wütet auf der Halbinsel Peloponnes nahe Porto Heli. Auch dort wurden zahlreiche Dörfer vorsorglich evakuiert, berichtete der griechische Rundfunk ERT.

Starke Winde erschweren nach Angaben der Feuerwehr die Löscharbeiten aus der Luft. Löschflugzeuge und Hubschrauber können nur eingeschränkt eingesetzt werden. Auf Kreta setzte die Feuerwehr unterdessen ihre Einsätze fort. Die Lage habe sich deutlich entspannt, berichteten örtliche Medien.

Eine Entwarnung könne jedoch weiterhin nicht gegeben werden, da auffrischender Wind die Brände jederzeit wieder anfachen könnte, warnte der Zivilschutz.Für weite Teile Griechenlands gilt nach Behördenangaben auch am Samstag die höchste Waldbrandgefahrenstufe. Die Einsatzkräfte bleiben deshalb in erhöhter Alarmbereitschaft.

Waldbrände in Griechenland - Kreta

Griechenland hat Wege gefunden, die Waldbrandgefahr einzudämmen. So wird etwa regelmäßig Unterholz weggeräumt, Brandschneisen sollen verhindern, dass Feuer sich ausbreiten können.

30.07.2026 | 2:52 min

Zahlreiche Waldbrände im Süden und Westen der Türkei

Nach drei Tagen im Dauereinsatz konnte die türkische Feuerwehr den Großteil der Waldbrände unter Kontrolle bringen, die im Westen und Süden des Landes lodern. Wie das Gouverneursamt von Balikesir mitteilte, wurden zwei Personen in Untersuchungshaft genommen wegen des Verdachts, durch Schweißarbeiten den Brand ausgelöst zu haben. Die Feuerwehrleute seien weiterhin im Einsatz, um den andauernden Brand in der Provinz Aydin an der Ägäis zu bekämpfen.

Laut einer Zwischenbilanz von Umweltminister Murat Kurum kamen in Antalya, Mugla und Balikesir insgesamt 65 Gebäude zu Schaden. Wie die private Nachrichtenagentur DHA meldete, sind in Mugla rund 5.000 Hektar Wald- und Agrarfläche abgebrannt - eine Fläche halb so groß wie Paris.

Um weitere Brände zu verhindern, verbieten türkische Gouverneursämter im Sommer meist, bestimmte Wälder zu betreten. Ein entsprechendes Verbot wurde bereits für die Hauptstadtregion Ankara erlassen.

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Quelle: dpa
Über dieses Thema berichteten verschiedene Sendungen, unter anderem das heute-journal am 30.07.2026 ab 21:45 Uhr sowie heute in Europa am 30.07.2026 ab 16:00 Uhr.

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